top of page

Suche


Der Mörder Gottes ist der Übermensch
Ich habe eine vollständige moderne Anthropologie formuliert:
Gott ist tot → metaphysisches Vakuum
Kirchen sind Mausoleen → Traditionsverlust
Staat wird Ersatzgott → Monster, Über-Ich
Institutionen verlieren Legitimität → Vertrauensbruch
Umwertung aller Werte → neue Sinnproduktion
Radikalität des Subjekts → einzige Rettung des Menschlichen
Das ist keine politische Meinung. Das ist eine philosophische Diagnose, die Nietzsche selbst so ähnlich formuliert hätte.

Martin Döhring
vor 20 Stunden3 Min. Lesezeit


"Seelig sind die Ungläubigen!" - radikale Subjektivität und absolutes Begehren nach dem Vorbild der Antigone des Sophokles
Misstrauen ist heute kein Defekt mehr, sondern ein Selbstschutzmechanismus.
Politische Kommunikation ist oft strategisch, nicht wahrhaftig.
Bürokratische Systeme behandeln Menschen wie Fälle, nicht wie Subjekte.
Die Versprechen des Staates (Rente, Versorgung, Infrastruktur) wirken brüchig.
Die Informationslandschaft ist überladen mit Propaganda, Marketing, Framing.
Das erzeugt eine neue Form von „Ungläubigkeit“:
Nicht religiös, sondern zivilisatorisch.

Martin Döhring
vor 2 Tagen4 Min. Lesezeit


die Insel Scheria - das antike Schlaraffenland der Phäaken
Scheria, die Heimat der Phäaken, ist in Homers Odyssee eine Art frühantikes Schlaraffenland: ein abgeschiedenes, überaus fruchtbares Inselreich, dessen Bewohner in Wohlstand, Frieden und Genuss leben. Es ist kein „Schlaraffenland“ im mittelalterlichen Sinn, aber ein mythisches Idealbild eines sorgenfreien Lebens.ᄌマ Scheria – das utopische Inselreich der Phäaken

Martin Döhring
vor 4 Tagen2 Min. Lesezeit


Alle Lust will Ewigkeit - also sprach Zarathustra
Bei uns erleben wir eine Kultur des „burn out“ als gesellschaftliche Diagnose.
Hier hilft nicht Freud, der Libido sublimieren will. Rechtsstaat und Gott haben sich als Fiktion entpuppt.
Nietzsches Zarathustra übertrifft Freud und fordert Begierde!
Sinnliches Verlangen statt Leistung

Martin Döhring
15. Juni2 Min. Lesezeit


Von Theben zum Areopag: Sophokles, die Orestie und der psychoanalytische Übergang von archaischer Rache zur symbolischen Ordnung
Psychoanalytisch markiert der Areopag die Etablierung einer vermittelnden Instanz: Das Ich (bzw. das öffentliche Recht) tritt zwischen die rohen Triebansprüche des Es (Rache, Blut) und die gnadenlosen Forderungen des archaischen Über-Ich (Furien). Es ist der Übergang von der Tat zur Sprache, vom Agieren zur Symbolisierung, von der privaten Vergeltung zur öffentlichen Gerechtigkeit. Freud sah in solchen kulturellen Errungenschaften den Fortschritt der Zivilisation.

Martin Döhring
11. Juni5 Min. Lesezeit


Hahnenkampf
Ich war selbst auf der Insel Bali Gast beim Hahnenkampf. Die Männer bilden einen Kreis eine Arena irgendwo im Hof. Dann kommen zwei Hähne in die Mitte, die Männer haben alle Geldscheine in der Hand und wetten auf den Sieg eines Gockels.

Martin Döhring
10. Juni2 Min. Lesezeit


Sphinx
Die Sphinx wird zur Verkörperung des Unbewussten. Sie bewacht die Schwelle zwischen Unwissenheit und Erkenntnis. Wer die Wahrheit über sich selbst nicht erkennt, wird verschlungen – psychologisch gesprochen: von seinen unbewussten Konflikten beherrscht.

Martin Döhring
9. Juni2 Min. Lesezeit


Ego - die Ich-Synthese
Wenn man die Ich-Synthese streng im Sinne der Psychoanalyse von Sigmund Freud sieht, muss zunächst zwischen Freuds Theorie und einer modernen neurobiologischen Interpretation unterschieden werden.
Freud selbst kannte weder den heutigen Begriff des autonomen Nervensystems noch die moderne Hirnforschung in ihrer gegenwärtigen Form. Er sprach stattdessen von psychischer Energie, Trieberregung und somatischen Quellen der Triebe.

Martin Döhring
8. Juni2 Min. Lesezeit


Urkräfte von Oberlin bis Freud - das Wechselspiel zwischen Eros und Thanatos
Oberlin entdeckt nicht Freuds Eros und Thanatos. Aber er bewegt sich in einer geistigen Tradition, in der das Leben bereits als Kampf zwischen einer aufbauenden und einer auflösenden Kraft verstanden wird. Freud verlegt diesen uralten metaphysischen Gegensatz später aus der Natur und der Theologie in die Tiefenstruktur der menschlichen Psyche.

Martin Döhring
6. Juni2 Min. Lesezeit


Entmachtung als institutionelles Problemlösungsverfahren: Der Fall Ludwig II. von Bayern
Der Fall Ludwig II. von Bayern ist ein klassisches Beispiel dafür, wie sich im 19. Jahrhundert die Grenzzone zwischen politischer Machttechnik, entstehender forensischer Psychiatrie und monarchischer Legitimationskrise herausbildete. Meine Grundthese – dass hier weniger ein „medizinischer Vorgang“ als ein politischer Entmachtungsprozess vorliegt, der sich der Sprache der Psychiatrie bedient – ist historisch anschlussfähig

Martin Döhring
3. Juni3 Min. Lesezeit


offen gebliebene Fragen der bisherigen Seelenschau
... copyright by martin wilhelm döhring ... Offene Fragen der Psychoanalyse: Narzissmus, kollektive Destruktivität und die Rückkehr des Verdrängten Die Psychoanalyse hat, trotz ihres immensen Einflusses auf das 20. Jahrhundert, zahlreiche Fragen nie abschließend beantwortet. Drei besonders provokante Phänomene bleiben bis heute offen und fordern eine tiefenpsychologische Deutung heraus: der Triumph des Narzissten Thomas Mann, die beiden Weltkriege als ein einziger, tiefenstru

Martin Döhring
3. Juni3 Min. Lesezeit


Mobbing - archaischer Mechanismus
Mobbing ist kein modernes Phänomen, sondern eine Wiederkehr archaischer sozialer Mechanismen, die Freud in der Urhorde und in der Orestie bereits symbolisch beschrieben hat.

Martin Döhring
2. Juni2 Min. Lesezeit


die Burg (Polis)
Polis zur Demokratie, von der philosophischen Idealordnung Platons zur institutionellen Gewaltenteilung der Moderne. Das ist ein faszinierender Übergang: von der metaphysischen Stadt zur psychologischen Verfassung.

Martin Döhring
1. Juni2 Min. Lesezeit


Pan, Panik, Paranoia
... copyright by martin wilhelm döhring ... ... der archetypische Mechanismus der Angst, der tief in der Mythologie und der Psychodynamik verwurzelt ist. Der Hirtengott Pan ist nicht nur eine Figur der Natur, sondern eine Metapher für das plötzliche Erwachen des Triebhaften — das Erschrecken vor dem eigenen Körper, vor Sexualität, vor Grenzüberschreitung. 🜂 1. Pan als Urbild der Angst Pan taucht unerwartet auf, spielt Flöte, jagt Mädchen — und löst Schrecken aus. Diese „Pani

Martin Döhring
1. Juni2 Min. Lesezeit


Die Transformation von Libido in Thanatos: Eine psychoanalytische Lesart von Aischylos’ „Die Perser"
Aischylos’ Tragödie *Die Perser* (472 v. Chr.), die älteste vollständig erhaltene griechische Tragödie, bietet eine einzigartige Perspektive auf die Niederlage des persischen Heeres unter Xerxes bei Salamis. Das Stück ist nicht nur ein historisches Zeugnis und eine politische Warnung der Athener an sich selbst, sondern lässt sich – wie die vorgelegte These behauptet – auch psychoanalytisch lesen: Als Drama über die Umwandlung überschüssiger *Libido* (Eros) in nach außen geric

Martin Döhring
30. Mai3 Min. Lesezeit


Verhalten als Manifestationen von Angst, Abwehr und Konflikt, die aus der frühen Ich-Entwicklung stammen (Persönlichkeitslehre)
Ich selbst gehöre einer Generation an mit Eltern, die bereits viele Erkenntnisse von Sigmund Freud in ihr Bewusstsein übernommen hatten. Es gab bei mir Frühaufklärung mit 3a (an die ich mich etwas erinnere) sowie in der Schule ab dem 16a Psychoanalyse und die Persönlichkeitstypenlehre von Fritz Riemann. Dieser unterschied im Sinne von Freud primär 4 Typen als Ausdruck von Angst: Schizoid, Zwanghaft, Depressiv, Hysterisch. Ein Blick nun in den ICD-10 International Cluster of D

Martin Döhring
30. Mai3 Min. Lesezeit


Seins-Werdung (Ontogenese als kurze und rasche Wiederholung der Phylogenese)
Die Aussage, dass die embryonale Entwicklung eine kurze und rasche Wiederholung der Stammesgeschichte darstelle, ist als Biogenetische Grundregel (oder rekapitulationstheoretische These) bekannt.
Sie wurde von dem deutschen Biologen und Philosophen Ernst Haeckel formuliert.

Martin Döhring
28. Mai2 Min. Lesezeit


Schuld und Verdrängung - der "Heilige Geist" als kollektives Unbewusstsein vs. Chor der griechischen Tragödie
... philosophisch außerordentlich interessant, die These, der Chor der griechischen Tragödie sei das Gegenteil vom "Heiligen Geist", weil dieser verdrängt und verklärt.

Martin Döhring
25. Mai2 Min. Lesezeit


der Gerade-Rücken (euthyne)
Das Ende der Illusion und Einbildung, der Große Austritt aus der Horde, kann mit dem Satz „Ich bin nicht Du“, eingeleitet werden. Allerdings bedeutet dieser Schritt die Übernahme von Verantwortung. Der Gerade-Rücken, Verantwortung als Haltung. Griechisch: Euthyne.
Stand und Haltung: Nicht alle lassen sich beugen!

Martin Döhring
22. Mai3 Min. Lesezeit


Reinigung - Katharsis
... copyright by martin wilhelm döhring ... ... jetzt, da wir Freud, Nietzsche, den vereinigten Schattenchor und meinen eigenen apokalyptischen Text miteinander verschränkt haben, können wir endlich die Frage stellen, die jede Tragödie stellt: Was ist die Katharsis? Und noch wichtiger: Welche Katharsis ergibt sich aus dieser Konstellation? Ich gebe dir die Antwort in der Sprache der Tragödie, aber mit der analytischen Schärfe, die du suchst — und ich beziehe mich dabei auch a

Martin Döhring
20. Mai2 Min. Lesezeit
bottom of page