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Bildnis des Judas, wie er den Jesus therapiert
Das Bild ist eine außergewöhnliche ikonographische Umkehrung der Passionsgeschichte. Es erzählt nicht den Verrat des Judas, sondern stellt Judas als Psychotherapeuten, Arzt oder Aufklärer dar, der versucht, Jesus aus seiner religiösen Selbstidentifikation herauszuführen. Wenn man das Bild psychoanalytisch liest, ergibt sich eine vielschichtige Allegorie. Die Umkehrung der Rollen In der christlichen Tradition ist Judas der Verräter und Jesus der Erlöser. Hier geschieht das Geg

Martin Döhring
vor 24 Minuten3 Min. Lesezeit


meine Erinnerung an das, was Heilung wirklich war und ist
In dieser Lesart ist Judas kein Verräter, sondern Diagnostiker. Er sieht den Wahn, benennt ihn, und handelt — nicht aus Bosheit, sondern aus Erkenntnis. Er ist derjenige, der die Realitätsprüfung vollzieht, die Freud später als Kern des gesunden Ichs beschreibt. Er sagt sinngemäß: „Dies ist kein göttlicher Heiland, sondern ein Mensch, der an seiner eigenen Projektion leidet.“
Damit wird Judas zum Symbol der Aufklärung im Mythos selbst: Er beendet die Illusion, dass Erlösung

Martin Döhring
vor 45 Minuten2 Min. Lesezeit


symbolische Interpretation: der Kreuztod als Therapie und Heilung von Wahn und Narzissmus
Der Kreuzestod lässt sich als Allegorie der größten narzisstischen Kränkung des Menschen lesen: der schmerzhaften Einsicht, dass das grandiose Selbstbild zerfällt und metaphysische Gewissheiten verloren gehen. In dieser Lesart stirbt nicht ein göttlicher Sohn, sondern die Illusion der eigenen göttlichen Auserwähltheit. Erst durch diesen symbolischen Tod kann ein autonomes, verantwortliches Erwachsenen-Ich entstehen.

Martin Döhring
vor 55 Minuten2 Min. Lesezeit


Judas Iskarioth als Prototyp des modernen Irrenarztes
Judas Iskarioth ist der realistische Anteil des Ichs, der den krankhaften Rest verpfeift oder verpetzt, sich aber davon distanziert: Mein Begriff „Schizus Christus“ ist eine polemische, aber analytisch interessante Metapher: Er beschreibt die Figur Jesu als dissoziiertes Subjekt, dessen Identität zwischen widersprüchlichen Erzählungen zerreißt.

Martin Döhring
vor 20 Stunden3 Min. Lesezeit


Integrativer symbolischer Realismus
... copyright by martin wilhelm döhring ... Hier ist eine zeitgenössische Philosophie, die genau die drei Elemente vereint, die ich benenne: Ich-Synthese, Symbolisierungskraft und Integration von Ambivalenzkonflikten. Ich gebe dir erst die kompakte Essenz, dann die ausgearbeitete Struktur. Kurzfassung Die Philosophie heißt „Integrativer Symbolischer Realismus“. Sie versteht das Selbst als einen fortlaufenden Syntheseprozess, der innere Spannungen nicht auflöst, sondern frucht

Martin Döhring
vor 3 Tagen2 Min. Lesezeit


Krebs aus der Sicht der alten Griechen
Die alten Griechen verstanden Krebs als eine durch ein Ungleichgewicht der Körpersäfte verursachte, meist unheilbare Erkrankung, die sie „karkinos“ (Krabbe) nannten. Dieses Bild leitete sich vom Aussehen bösartiger Tumoren ab, deren verzweigte Venen an die Beine eines Krebses erinnerten. --- 🜁 Grundverständnis: Krebs als Störung der „vier Säfte“ Die griechische Medizin – vor allem Hippokrates – basierte auf der Humoralpathologie, der Lehre von vier Körpersäften: Blut, Schlei

Martin Döhring
vor 5 Tagen2 Min. Lesezeit


Essstörung in Freudscher Sicht (Bulimie, Anorexia)
Aus einer klassisch psychoanalytischen Perspektive lassen sich Essstörungen als Ausdruck unbewusster Konflikte verstehen

Martin Döhring
18. Juni2 Min. Lesezeit


Alle Lust will Ewigkeit - also sprach Zarathustra
Bei uns erleben wir eine Kultur des „burn out“ als gesellschaftliche Diagnose.
Hier hilft nicht Freud, der Libido sublimieren will. Rechtsstaat und Gott haben sich als Fiktion entpuppt.
Nietzsches Zarathustra übertrifft Freud und fordert Begierde!
Sinnliches Verlangen statt Leistung

Martin Döhring
15. Juni2 Min. Lesezeit


Trias Heilkunde
Die Trias Asklepios – Hygieia – Panakeia ist eines der dichtesten mythologischen Heilungsmodelle der Antike. Sie ist nicht nur medizinisch, sondern tief psychologisch strukturiert.

Martin Döhring
13. Juni2 Min. Lesezeit


Geschlechtsidentität bei Freud
Geschlechtsidentität entsteht durch Identifikation, Objektwahl durch Libido – und beide sind Produkte der frühkindlichen psychischen Ökonomie, nicht der Anatomie.

Martin Döhring
11. Juni3 Min. Lesezeit


Die psychoanalytische Psychodynamik von ADHS - Reizüberflutung als Folge unvollständiger Objektbesetzung
Die moderne Psychoanalyse versteht ADHS nicht als „Triebüberschuss“, sondern als Störung der frühen Selbstorganisation.

Martin Döhring
11. Juni3 Min. Lesezeit


Autoerotismus und Autismus: Historische Verknüpfung und psychoanalytische Differenzierung früher Selbstbezüge
In der Psychoanalyse gelten Autoerotismus und Autismus als zwei unterschiedliche, aber historisch eng miteinander verknüpfte Konzepte. Beide beziehen sich auf sehr frühe, vorsprachliche Entwicklungsstufen des Selbst, in denen das Kind noch keine stabile Objektbeziehung zur äußeren Welt aufgebaut hat.

Martin Döhring
11. Juni3 Min. Lesezeit


"SchizusChristus" - Jesus Christus als psychoanalytische Allegorie: Eine freudianische Lektüre der erfundenen Erlösergeschichte
Die Evangelien erzählen keine historische Biographie, sondern eine mythische Konstruktion. Aus streng psychoanalytischer Perspektive nach Freud lässt sich die Jesus-Figur als dramatische Verdichtung ungelöster intrapsychischer Konflikte lesen – als Versuch, die archaische Rachelogik der antiken Tragödie (die Orestie des Aischylos mit ihrem unaufhörlichen Kreislauf von Schuld, Vergeltung und Blut) durch eine neue symbolische Ordnung zu unterbrechen.

Martin Döhring
11. Juni3 Min. Lesezeit


Diagnose "Geist ist krank", hier speziell der "Heilige Geist"
Asebie ist gut. Gott, Götter undsoweiter sind alles nur Illusionen, Einbildungen.

Martin Döhring
10. Juni2 Min. Lesezeit


Karl Jaspers über psychopathologische Muster im alten Testament - war der Prophet Hesekiel schizophren?
Karl Jaspers hat sich in seiner psychopathologischen Arbeit mit religiösen Erfahrungen beschäftigt und dabei auch biblische Texte diskutiert. Allerdings ist Vorsicht geboten: Jaspers hat nicht einfach behauptet, der Prophet Ezechiel (auch Hesekiel genannt) sei „schizophren“ gewesen. Seine Position war differenzierter.

Martin Döhring
10. Juni2 Min. Lesezeit


Antigone
Die Gestalt der Antigone gehört zu den rätselhaftesten Figuren der antiken Tragödie. Seit der Antike wurde sie als Heldin des Gewissens, Märtyrerin göttlicher Gesetze, Widerstandskämpferin gegen staatliche Willkür oder sogar als Vorläuferin moderner Menschenrechte interpretiert. Eine psychoanalytische Betrachtung im Sinne Freuds führt jedoch in eine andere Richtung. Sie fragt nicht, ob Antigone moralisch recht hat, sondern welche unbewussten Kräfte ihr Handeln bestimmen.

Martin Döhring
9. Juni5 Min. Lesezeit


Sphinx
Die Sphinx wird zur Verkörperung des Unbewussten. Sie bewacht die Schwelle zwischen Unwissenheit und Erkenntnis. Wer die Wahrheit über sich selbst nicht erkennt, wird verschlungen – psychologisch gesprochen: von seinen unbewussten Konflikten beherrscht.

Martin Döhring
9. Juni2 Min. Lesezeit


Ego - die Ich-Synthese
Wenn man die Ich-Synthese streng im Sinne der Psychoanalyse von Sigmund Freud sieht, muss zunächst zwischen Freuds Theorie und einer modernen neurobiologischen Interpretation unterschieden werden.
Freud selbst kannte weder den heutigen Begriff des autonomen Nervensystems noch die moderne Hirnforschung in ihrer gegenwärtigen Form. Er sprach stattdessen von psychischer Energie, Trieberregung und somatischen Quellen der Triebe.

Martin Döhring
8. Juni2 Min. Lesezeit


Elektra
... die präziseste, tiefenpsychologisch sauberste und zugleich mythologisch schärfste Erklärung, wie Elektra – als weibliche Ödipus-Figur – zum Vektor eines falschen Musters wird, das sich durch die Orestie fortsetzt und seinen Ursprung im Grundkonflikt von Sieben gegen Theben hat.

Martin Döhring
8. Juni2 Min. Lesezeit


Oedipus
Freud interpretiert die Ödipus-Sage nicht als Kriminalgeschichte über einen Zufall, sondern als Projektion ödipaler Wünsche. Dass Ödipus seinen Vater Laios nicht erkennt, ist aus psychoanalytischer Sicht eine notwendige Verdrängungsleistung.

Martin Döhring
8. Juni3 Min. Lesezeit
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