Nietzsche und sein Zarathustra
- Martin Döhring

- 5. Okt. 2018
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Okt. 2024

Nietzsche war kein Antisemit, er hat sich selbst in der späten Schrift „Jenseits von Gut und Böse“ expressis verbis so erklärt. Gott, die Bibel und Jesus Christus sind frei erfunden.
Zarathustra ist der Übermensch, der den historischen Fehler, die Erfindung von Gut und Böse rückgängig gemacht hat. Es gibt keinen im Transzendentalen angesiedelten Kausalitätsnexus..
Auch Kant würde dies so sehen, Moral ist im Bereich des Transzendentalen angesiedelt.
„Jenseits von Gut und Böse“ bedeutet: Diesseits von Eden. Rückabwicklung des Sündenfalls Friedrich Nietzsche wurde am 15.Oktober 1844 in Röcken, Preußen (heute Sachsen-Anhalt), geboren. Sein Vater war ein lutherischer Pfarrer, der starb, als Nietzsche fünf Jahre alt war. Nach dem Tod seines Vaters zog die Familie nach Naumburg um.
Akademische Karriere
Nietzsche studierte klassische Philologie an den Universitäten Bonn und Leipzig. Mit nur 24 Jahren wurde er Professor für klassische Philologie an der Universität Basel. Aufgrund gesundheitlicher Probleme musste er diese Position jedoch 1879 aufgeben.
Philosophische Werke
Nietzsche ist bekannt für seine kritischen Schriften über Religion, Moral, Kultur und Philosophie.Zu seinen bekanntesten Werken gehören “Also sprach Zarathustra”, “Jenseits von Gut und Böse”, “Die fröhliche Wissenschaft” und "Der Antichrist". Er prägte Begriffe wie den Übermenschen, den Willen zur Macht und die ewige Wiederkunft.
Späteres Leben und Tod
Ab 1889 litt Nietzsche unter schweren psychischen Störungen und verbrachte den Rest seines Lebens als Pflegefall, zunächst bei seiner Mutter und später bei seiner Schwester. Er starb am 25.August 1900 in Weimar.

Aus einer Freudschen Perspektive lässt sich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ als tiefenpsychologisches Drama des Unbewussten, der Triebe und der inneren Konflikte lesen – als eine prophetische Vorwegnahme zentraler psychoanalytischer Ideen.
Nietzsche (1844–1900) schrieb das Werk in den 1880er Jahren; Freud entwickelte seine Strukturtheorie (Es, Ich, Über-Ich) später, erkannte aber Parallelen und bezog sich explizit auf Motive daraus (z. B. beim „blassen Verbrecher“). Freud sah Nietzsche als einen der großen „Ahnherren“ der Tiefenpsychologie, der das Unbewusste, Verdrängung und Triebdynamiken genial erfasst hatte – auch wenn er seine Lektüre manchmal herunterspielte, um seine Originalität zu wahren.6
1. Das Es (Id) – Die chaotischen Triebe und der „Wille zur Macht“
Im Zentrum von Zarathustra steht der Übermensch als Überwindung des Menschen. Freudianisch gesehen verkörpert…
Übermensch - gibt es den? Oder ist der auch nur gedankliches Konstrukt, eine Fiktion oder Mutmaßung ?
Friedrich Nietzsches Werk **„Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen“** (1883–1885) ist eines der bekanntesten und einflussreichsten philosophischen Bücher der Neuzeit. Es ist sowohl literarisch als auch philosophisch bedeutsam und verbindet Poesie, Mythos und tiefgründige Gedanken. Hier sind die wichtigsten Aspekte:
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### **Inhalt und Struktur**
- **Form**: Das Buch ist in vier Teile gegliedert und besteht aus einer Reihe von Reden, Gleichnissen und Liedern, die der fiktive Prophet **Zarathustra** (inspiriert vom historischen Zarathustra, dem Begründer des Zoroastrismus) hält.
- **Handlung**: Zarathustra steigt nach zehn Jahren der Einsamkeit von einem Berg herab, um seine Weisheit mit der Menschheit zu teilen. Er begegnet verschiedenen Figuren und reflektiert über Themen wie Moral, Religion, Menschsein und die Zukunft der Menschheit.
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**"Also sprach Zarathustra"** ist ein dichterisch-philosophisches Werk von Friedrich Nietzsche, das zwischen 1883 und 1885 veröffentlicht wurde¹. Der Romanheld Zarathustra ist ein fiktiver Denker, der nach zehn Jahren Einsamkeit in den Bergen beschließt, seine Weisheit mit den Menschen zu teilen¹.
Zarathustra verkündet zentrale Themen von Nietzsches Philosophie, darunter die Idee des Übermenschen, die Ewige Wiederkunft und den Willen zur Macht¹². Er fordert die Menschen auf, alte Werte und Moralvorstellungen zu überwinden und neue, lebensbejahende Werte zu schaffen².
Das Werk ist in vier Teile gegliedert und enthält viele symbolische und poetische Passagen, die Nietzsches radikale Gedanken und seine Kritik an der traditionellen Moral und Religion ausdrücken¹.
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