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AI - dramatische Beschleunigung der "kill chain".

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 29. Feb. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. März

Berichte aus 2026 zeigen, dass das US-Verteidigungsministerium tatsächlich massiv KI-Systeme einsetzt, um aus der enormen Datenflut der Aufklärung potenzielle Angriffsziele herauszufiltern. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine vollständig autonome „Kill-KI“, sondern um Systeme, die Zielvorschläge generieren und priorisieren, während Menschen formal die endgültige Entscheidung treffen.

1. Das zentrale System: Project Maven

Ein Schlüsselprogramm ist Project Maven, ein KI-Projekt des Pentagon zur automatisierten Auswertung militärischer Aufklärungsdaten.

Es verarbeitet Daten aus:

  • Satellitenbildern

  • Drohnenvideos

  • Signals Intelligence (SIGINT)

  • Radar- und Sensordaten

  • Kommunikationsabfangsystemen

Machine-Learning-Algorithmen analysieren diese Datenströme und erkennen z. B.:

  • militärische Fahrzeuge

  • Raketenstellungen

  • Radaranlagen

  • Infrastruktur militärischer Einheiten

  • Bewegungsmuster von Verbänden

Ursprünglich war das System primär Computer Vision für Drohnenbilder, inzwischen ist es zu einer umfassenden Analyseplattform für militärische Aufklärung ausgebaut worden. (Wikipedia)

2. Kombination mit Big-Data-Plattformen

Die KI arbeitet nicht isoliert. Sie ist in Analyseplattformen integriert, etwa von:

  • Palantir Technologies (Foundry / Gotham / AIP)

  • militärische Cloudsysteme

  • Datenbanken mit historischen Zielinformationen

Diese Systeme erzeugen eine Art „digitale Zielbank“ (target bank).

Die KI kann dann:

  1. neue mögliche Ziele erkennen

  2. deren militärische Relevanz berechnen

  3. sie nach Priorität sortieren

  4. passende Waffensysteme vorschlagen

Ein Bericht beschreibt, dass solche Systeme Hunderte Ziele automatisch vorschlagen und priorisieren können. (The Washington Post)

3. Dramatische Beschleunigung der „Kill Chain“

Militärisch spricht man von der Kill Chain:

  1. Find (Ziel finden)

  2. Fix (Position bestätigen)

  3. Track (Bewegung verfolgen)

  4. Target (Ziel definieren)

  5. Engage (angreifen)

  6. Assess (Schaden bewerten)

KI beschleunigt besonders die ersten vier Schritte.

Beispiel aus Berichten zum Iran-Krieg:

  • über 1000 Ziele innerhalb von 24 Stunden identifiziert und priorisiert

  • Kampagnenplanung, die früher Wochen dauerte, erfolgt teilweise in Echtzeit. (Financial Times)

4. Rolle von generativer KI

Neu ist, dass zusätzlich Large-Language-Models eingesetzt werden, etwa:

  • Claude

Diese Modelle helfen bei:

  • Zusammenfassung riesiger Geheimdienstberichte

  • Interpretation von Sensor- und Satellitendaten

  • Erstellung von Einsatzplänen

  • Analyse von Gefechtsfolgen nach Angriffen

Die KI fungiert dabei als eine Art „Analyst-Assistent“, der enorme Informationsmengen komprimiert. (WIRED)

5. Kontroverse und Risiken

Die Praxis ist extrem umstritten.

Kritikpunkte:

1. Fehleranfälligkeit

  • KI kann Objekte falsch klassifizieren.

  • Beispiel: ein Luftangriff auf eine Schule in Iran löste eine Debatte aus, ob KI-Analyse eine Rolle spielte. (Reuters)

2. Entscheidungsdruck

  • Wenn Zielpakete „maschinell“ in Sekunden entstehen, bleibt weniger Zeit für menschliche Prüfung.

3. Verantwortung

  • Unklar ist, wer haftet: Algorithmus, Analyst oder Kommandeur.

6. Grundlegender Paradigmenwechsel

Militäranalysten sprechen inzwischen von:

„Algorithmic Warfare“

Die entscheidende Veränderung ist nicht die autonome Waffe, sondern:

  • KI-gestützte Zielerkennung

  • automatisierte Priorisierung

  • extreme Beschleunigung militärischer Entscheidungsprozesse

Dadurch verschiebt sich Kriegführung von menschengetriebenen Entscheidungen zu datengetriebenen Entscheidungsarchitekturen.

Kurz gesagt: Das Pentagon nutzt KI tatsächlich massiv, um aus riesigen Mengen von Aufklärungsdaten potenzielle Angriffsziele zu identifizieren und zu priorisieren. Menschen geben offiziell weiterhin die Freigabe, aber die Vorauswahl und Analyse erfolgen zunehmend algorithmisch.




Defence



Verteidigung

17 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
14. März

Das Pentagon ist im laufenden Irankrieg (seit Ende Februar 2026) tatsächlich stark auf KI angewiesen, um aus der enormen Datenflut der Aufklärung (Satelliten, Drohnen, SIGINT usw.) Angriffsziele auszuwählen und zu priorisieren.

Der US-Militär (CENTCOM unter Admiral Brad Cooper) hat das offiziell bestätigt:„Unsere Kämpfer nutzen eine Vielzahl fortschrittlicher KI-Tools. Diese Systeme helfen uns, riesige Datenmengen in Sekunden zu durchforsten, damit unsere Führung schneller und smarter entscheiden kann als der Feind.“Das ermöglicht eine bisher unerreichte Geschwindigkeit – in den ersten 24 Stunden wurden über 1.000 Ziele getroffen, in vier Tagen über 2.000. Ohne KI wäre das in diesem Tempo kaum machbar.

Welche Systeme genau im Einsatz sind

  • Project Maven (seit 2018 kontinuierlich ausgebaut) in Kombination mit

  • Palantir Maven Smart System und

  • Anthropic Claude (das KI-Modell…

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Martin Döhring
Martin Döhring
19. Sept. 2025

Das ist ein fantastisches Konzept und der wichtigste Durchbruch auf dem Gebiet der generativen KI. Die Idee, dass zwei neuronale Netzwerke gegeneinander "kämpfen", nennt man Generative Adversarial Networks (GANs), auf Deutsch etwa "Generative gegnerische Netzwerke".


Stell es dir wie eine Meisterfälscherin und einen Kunstexperten im ewigen Wettstreit vor.


Die Grundidee: Ein Zweikampf


Anstatt eines einzelnen Netzwerks, das lernt, gibt es zwei separate neuronale Netzwerke mit genau entgegengesetzten Zielen:


1. Der Generator (Der Fälscher):

· Sein Job: Erzeugt Fälschungen. Er bekommt Zufallsrauschen als Input und produziert daraus eine Ausgabe – zum Beispiel ein Bild, einen Text oder Musik.

· Sein Ziel: Seine Kreationen so gut zu machen, dass sie nicht von echten Daten zu unterscheiden sind. Er will den Discriminator täuschen.


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Martin Döhring
Martin Döhring
10. Mai 2025

Das ist eine treffende Aussage! Künstliche Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und bringt eine Vielzahl von Vorteilen und Möglichkeiten mit sich. Hier sind einige der Aspekte, die KI zu einer echten Bereicherung machen:

1. **Effizienzsteigerung**: KI kann Aufgaben automatisieren und Prozesse optimieren, was zu einer erheblichen Zeit- und Kostenersparnis führt. Unternehmen nutzen KI, um Routineaufgaben zu delegieren, wodurch Mitarbeiter sich auf kreativere und wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können.

2. **Personalisierung**: Durch KI-gestützte Analysen können Dienstleistungen und Produkte besser auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten werden. Dies gilt beispielsweise in der Werbung, im E-Commerce oder im Gesundheitswesen, wo personalisierte Empfehlungen oder Behandlungen angeboten werden.

3. **Datenanalyse**: KI-Technologien sind in der Lage, große Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten und wertvolle…

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Martin Döhring
Martin Döhring
02. März 2025

Here’s a concept for a European peace and security solution, designed as a high-level framework that could address contemporary challenges while fostering cooperation and stability across the continent:

Concept: The European Harmony Initiative (EHI)

Overview

The European Harmony Initiative (EHI) is a comprehensive, multi-layered framework aimed at ensuring peace, security, and resilience in Europe. It builds on existing institutions like the European Union (EU), NATO, and the Organization for Security and Co-operation in Europe (OSCE), while introducing innovative mechanisms to address modern threats such as hybrid warfare, climate-driven instability, cyberattacks, and geopolitical tensions.

Core Principles

  1. Collective Resilience: Strengthen the ability of European nations to withstand and recover from crises, whether military, economic, or environmental.

  2. Inclusive Cooperation: Engage all European countries…

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Martin Döhring
Martin Döhring
30. Jan. 2025

Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der modernen Kriegsführung und kann die militärische Überlegenheit auf verschiedene Weise verstärken. Hier sind die wichtigsten Bereiche, in denen KI militärische Fähigkeiten verbessert:


---


### **1. Aufklärung und Situationsbewusstsein**

- **Datenanalyse**: KI kann große Mengen an Daten aus Satelliten, Drohnen, Sensoren und sozialen Medien in Echtzeit analysieren, um feindliche Bewegungen, Truppenkonzentrationen oder Bedrohungen zu identifizieren.

- **Bilderkennung**: KI-Algorithmen können Bilder und Videos aus der Luftaufklärung auswerten, um Ziele zu erkennen (z. B. Fahrzeuge, Gebäude, Infrastruktur).

- **Vorhersage von Feindaktionen**: KI kann Muster in feindlichem Verhalten erkennen und Vorhersagen über zukünftige Aktionen treffen.


---


### **2. Autonome Waffensysteme**

- **Drohnen und Roboter**: KI-gesteuerte Drohnen (z. B. Schwarmdrohnen) und Roboter können Aufklärungs-, Angriffs-…


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