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Über denkbare akute Psychoanalyse (Freudianik) mit Operationalisierung als Taktik bei therapeutischer Indikation oder halkyonischer Krisenintervention

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • vor 19 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

. ... Über denkbare akute Psychoanalyse (Freudianik) mit operationalisierter Kommunikation als Taktik bei therapeutischer Indikation oder halkyonischer Krisenintervention ...
. ... Über denkbare akute Psychoanalyse (Freudianik) mit operationalisierter Kommunikation als Taktik bei therapeutischer Indikation oder halkyonischer Krisenintervention ...

Sigmund Freud hat 100% Recht und es lohnt sich nicht, ihm zu widersprechen.

Die Schüler von Sigmund Freud haben seine Lehre gelegentlich erweitert. Mir ist mit 14 Jahren aufgefallen, dass Viktor E Frankl letztlich taktische Tipps oder Empfehlungen mit psychoanalytischem Inhalt gegeben hat (in seinen Schriften). Von der Natur her hat er die Psychoanalytik damit mit taktisch technischer Kommunikation operationalisiert (und erweitert). War mal sehr bekannt dieses, bedauerlicherweise wissen deutsche Fachärztinnen für Psychiatrie darüber nichts.

Um die gleiche Zeit habe ich dann Dr Eric Berne gelesen. Dieser hat den großen Sprung gemacht von der Taktik zur Strategie. Berne hat die Operationalisierung generalisiert. Im Bereich Kommunikation in der Psychoanalyse (TA und PAC Model).


Sigmund Freud hat aber selbst einen großen Hinweis auf die Option Taktische Kommunikation und Operationalisierung gegeben.


Die Großen Vordenker im Gefolge vom antiken Sokrates wie zum Beispiel Nietzsche, Freud, Frankl oder Berne sind, wenn man so will, allesamt Abtrünnige, die Philosophen sein wollen und keine Priester (Theologen, Mystiker, Mythenschaffer).


Der Grund für dieses Renegatentum oder Sezession kann sein, dass sie allesamt nicht auf den kompletten Fundus verzichten wollen. Gerade das Christentum oder der Katholizismus hat bei den Mythen aufgeräumt wie die Putzfrau bei der Skulptur von Joseph Beuys.


Der Fundus ist nicht nur die Mythologie, sondern auch das kollektive Unbewusste. Ein Psychoanalytiker weiß durch Wahrnehmung, dass es das kollektive Unbewusste wirklich gibt. Der Katholizismus neigt dazu, eine quasi faschistoide Säuberung für die mentale Hygiene in diesem Bereich zu betreiben. Und deshalb werden aus Priestern Philosophen. Kann als eine Antigone Situation gedeutet werden. Gemeint ist die Antigone vom Sophokles . Thema vordergründig natürliches Recht versus Rechtspositivismus. Hintergründig steckt mehr dahinter... Mit Extrapolation kann man dahinter kommen, warum.


Sigmund Freud hat die 3 großen Tragödien des Sophokles allesamt behandelt. Hauptdrama der Ödipus. Nebendrama die Elektra (Penisneid).

Und die Antigone nur als ein 1-Zeilen Witz. Dieser ist aber von ihm gewollt, doppelbödig und mehrdeutig, kapiert halt nur nicht jeder. Der Witz ist eine absichtliche Freudsche Fehlleistung von ihm. Und damit ein taktisches Mittel der technischen Kommunikation durch Operationalisierung der Psychoanalyse. Freudsche Fehlleistung kennt jeder, ist im Alltag als Begriff angekommen und verankert. Für manchen ist die Erkenntnis neu, dass eine solche Freudsche Fehlleistung absichtlich konstruiert in die Welt gesetzt wird.


Und der spezielle Fall Antigone ist erheblich. Antigone ist auch ein Grund für Sezession , den Übergang zum Philosophen als Nachfolger und Sukzessor des Priesters.


Den freien Zugang zum unzensierten Fundus der Mythologie, aber auch zum kollektiven Unbewussten wird sich der Psychoanalytiker nicht nehmen lassen und auch darauf bestehen. Begründung ist die immanente therapeutische Indikation aber auch die halkyonische Option oder Modalität , die nichts mit Therapie zu tun hat , sondern mit gesellschaftlicher Krisenintervention.


Im Bereich Familie erscheint manchmal Freud als einzig gangbarer Weg.


Darüber hinaus kann man auch über die „Sündenflut“ als zivilisatorische Bedrohung spinn-tisieren oder philosophieren. Ich meine jetzt tatsächlich die biblische Sündenflut aus dem Alten Testament der Bibel in Genesis 3, also ein christlicher Mythos. Im religiösen Mythos greift natürlich der „liebe Gott“ ein und rettet die Situation oder straft. Als aufgeklärter Mensch wird man dies vielleicht als unbefriedigend empfinden. Der rationale Mensch des Westens wird nach technischen oder akademischen Lösungen für zivilisatorische Bedrohungen (zB Krieg) suchen und eben nicht in die Kirche gehen zum Beten (das wäre eine kollektive kultische Handlung mit folkloristischer Ausgestaltung). Die Deutung einer zivilisatorischen Bedrohung als Ausdruck einer „göttlichen Strafe“ greift nach unserem Verständnis zu kurz, ist verklärend und darüber hinaus eine Unmöglichkeit, weil ein im Transzendentalen angesiedelter Kausalitätsnexus unterstellt wird.


Ich selbst kann mir medizinische Probleme (auch in der somatischen Medizin) oder familiäre Konstellationen oder zivilisatorische Bedrohungen vorstellen, die mit Christentum oder Religion letztlich nicht „heilbar“ sind (siehe Hölderlin, Nietzsche oder den Lenz von Georg Büchner).


Ohne Religion aber sind mit dem erweiterten Freudianismus Lösungen vorstellbar. Das ist die halkyonische Option oder auch Indikation (Mythos Ceyx und Alcyone aus den Metamorphosen des Ovid).

 

Die Anwendung der halkyonischen Option zwecks Katastrophenabwehr im Falle der Sündenflut bedeutet, als taktische Operationalisierung der Psychoanalyse lege ich den Noah absichtlich rein. Das ist eine Frage der Perspektive.

Copyright by Martin Wilhelm Döhring



 
 
 

3 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
vor 18 Stunden

Der freiwillige Opfertod als Ersaufen in der Sündenflut unter Verzicht auf das Angebot Noahs „Ticket für Arche“ ist die wahre Rettung vor dem Untergang. Ich würde dies als das Grundlegende Paradoxon der Psychoanalyse sehen. Die Christen machens andersrum…

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Martin Döhring
Martin Döhring
vor 18 Stunden

Sokrates hat sich auch bedankt dafür, dass er den Schierlingsbecher austrinken musste. (ausführlich beschrieben im Phaidon des Platon).

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Martin Döhring
Martin Döhring
vor 19 Stunden

Hinweis : der Untergang in der Sintflut ist nur dann schlimm, wenn man alleine darin ersäuft.


Paradoxon: Überleben durch den (kollektiven) Untergang.

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