postpartale Abortio - die frei erfundene Wahrheit
- Martin Döhring

- vor 2 Stunden
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die frei erfundene Wahrheit : postpartale Abortio
(das Schlossparkurteil in der Freudianischen Perspektive)
(Sonderfall der psychoanalytischen halkyonischen Prävention in der forensischen Psychiatrie bei Tötungsdelikt)
Vorbemerkung: Ich bin kein Jurist und auch kein forensischer Psychiater. Nur habe ich anscheinend irgendeine zusätzliche Sonderkompetenz, die anderen fehlt oder ich bemerke nicht, dass diese irgendwo auch vorhanden ist und notwendig zum Einsatz kommt. Mindestens in diesem Fall.
Der Fall, den ich hier schildere, ähnelt einem , den ich mit 16 Jahren in der Schule vorgelegt bekommen habe. Also während meiner psychoanalytischen Primärausbildung (Freudianik). Bei der Psychoanalyse ist das übrigens so wie mit der Aufklärung oder Defloration, die bekommt man nicht mehr weg.
Chor der Schattenzeugen
(wie in einer Tragödie des Sophokles)
O ihr Hallen der Vernunft, ihr kalten Gänge der Gutachten, ihr Richterstühle aus Stein —wer spricht hier Wahrheit? Wer gebiert sie? Wer erwürgt sie im Schlaf?
Wir sind das Kollektive Ich. Wir sind die Stimmen hinter den Türen. Die Flüsternden im Schlosspark. Die Beobachter der Nachtseite des Gesetzes.
Denn jede Tat kommt nicht allein. Sie trägt Ahnen im Rücken, Schreie im Blut, Träume im Bauch der Mutter, und die verdrängte Schuld der Väter.
O Freudianische Unterwelt —kein Mensch tritt aus dir hervor, ohne Schatten an den Füßen.
Der Knabe lernt das Verbot , das Mädchen den Verlust, und beide nennen es später: „Ich“.
Doch tief unter den Namen liegt das Tier aus Erinnerung.
In der Schule also wurde mir der historische Fall der Frankfurter Kindsmörderin vorgelegt, und Goethe hatte bereits damals darüber geschrieben (Gemeint ist der Fall der Susanna Margaretha Brandt (1751–1772), Dienstmagd aus Frankfurt. Sie wurde beschuldigt, ihr Neugeborenes getötet zu haben, und am 14. Januar 1772 öffentlich hingerichtet. ) . Und weiterhin taucht dieser Prototyp dann auch in seinem Theaterstück „Faust“ auf, in Gestalt der Gretchen. Als Schüler konnte ich nicht richtig mit diesem Fall umgehen. Einerseits wurde die Frau ihrer „gerechten Strafe“ zugeführt, also hingerichtet. Dagegen wollte ich damals nicht anstinken, weil ich sonst den Rechtsstaat infrage stelle. Geht nicht.
Ich hatte mich damals auch gegen Freispruch aus Mitleid ausgesprochen. Geht auch nicht. Sonst müsste ich jeden Mörder freisprechen.
Jetzt gibt es die , die sagen , die Strafe ist zu hart. Kann ich nicht beurteilen.
Ich würde aber heute sagen, der Fall wurde damals unterkomplex behandelt! Auch juristisch.
Mein vergleichbarer Fall ist das in Juristenkreisen bekannte „Schlossparkurteil“. Und meine Deutung und Erklärung ist unique und wichtig: Die (erweiterte) Psychoanalyse (Freudianik) sieht die offensichtliche postpartale Abortio als Halkyonie.
Frage: Lohnt es sich Sigmund Freud zu betreiben oder zu übertreffen? Man sagt, was Freudianisch zu erledigen war, hat Freud bereits erledigt. Ja und wenn das so ist, dann hat sich die Sache wohl erledigt, oder?
Strophe I
Wer urteilt über den Sturz des Geistes? Wer zählt die Tropfen des Wahns? Die Richter messen Stunden, doch das Unbewusste misst Generationen.
Da sitzt der Mensch im weißen Raum der Klinik, und seine Worte tragen Masken.
Er spricht von Liebe und meint Vernichtung. Er spricht von Ordnung und meint Angst.
Denn Eros und Thanatos trinken aus demselben Brunnen.
Hmmm...
Die folgende Geschichte ist zwar von mir frei erfunden , aber leider trotzdem wahr und hat sich in Bad Kreuznach so abgespielt und wurde dort auch vor Gericht verhandelt:
Freud kannte die großen 3 Tragödien des Sophokles: Elektra, Antigone und Ödipus.
Den Ödipuskomplex hielt er für am schwerwiegendsten und hat ihn ausführlich herausgearbeitet.
Im Alltag sind mir aber in den letzten Jahren doch noch einige unerlöste Ödipusse über den Weg gelaufen und auch ein paar ehemalige Ödipusse, die mir berichtet haben, wie schön das ist, dass sie nun keine öde Pussis mehr sind sondern reife Erwachsene. Psychoanalyse ist hier Maturität (Reifeprüfung).
Die Elektra hat der Freud auch gekannt und beschrieben. Ich kann mir vorstellen, dass Elektra heutzutage viele Berufsmöglichkeiten hat und deshalb nicht mehr alle ihre Familienmitglieder umbringen muss.
Die Antigone kannte der Freud auch , hatte aber nur einen Witz dafür : „Antigone? ? Antik, Oh Ne!“ (maximal mehrdeutig).
Antistrophe I
O ihr Ärzte der Seele, die ihr in Träumen gräbt wie Totengräber —was sucht ihr?
Die erste Wunde? Den ersten Blick der Mutter? Das vergessene Nein des Vaters?Oder den Augenblick, in dem das Ich sich selbst verließ?
Denn manchmal kommt die Tat nicht aus Hass, sondern aus innerem Einsturz.
Wie ein Turm, dessen Fundamente heimlich faulten.
Jetzt stellen wir uns mal vor, Elektra wurde vom „heiligen Geist“ schwanger und brachte den Sohn Gottes zur Welt. Nun, dass ist heute keine Tragödie mehr, das hält unsere offene und liberale Gesellschaft locker aus. Aber wenn Sie nun Pornodarstellerin ist?
Elektra ist Pornodarstellerin, weil ihr Vater forensischer Psychiater (christlicher Jurist, Arzt und Nazi) ist und sie diese übermäßige Moral nicht ertragen kann. Elektra muss den Penisneid kompensieren, sonst wird sie schizophren (existenzielles Dilemma im Kernpsychischen Apparat).
Und vielleicht macht Elektra das ja gar nicht für Geld, sondern aus therapeutischen Gründen? Als einzige Existenzialistische individuelle Möglichkeit? Immerhin ist ihr Verlobter oder Lebensgefährte ja auch ihr Zuhälter und Pornofilmer. Die Frage ist nun, wie die Gesellschaft das hin nimmt, dass die Mutter Gottes in Pornofilmen auftritt und der Sohn Gottes bei einem Zuhälter aufwächst. Also die Mutter Gottes kann also gar nicht auf ihre Prostitution verzichten, weil sie sonst im psychischen Apparat untergeht (Dauerkampf Trieb-Es „Kinder-Ich“ um die Vernichtung durch das Über-Ich „Eltern-Ich“ zu verhindern, Erwachsenen-Ich hält das nicht aus).
Die Geschichte ist schlimm, aber noch schlimmer, als einige denken... Die Mutter Gottes nimmt Heroin und andere Drogen, damit ihre Pornos härter sind als andere. Jetzt würde sie ihren kleinen neugeborenen Jesus Christus ja mit Heroinmuttermilch füttern... ist auch irgendwie kacke... und wenn sie nun die Mutter Gottes ist, kommt das vor Kamera mit ihrer Rumhurerei gar nicht mehr so gut rüber....Mutter Gottes passt halt nicht zur Penisneid-Kompensation.
Josef ist auch verzweifelt, auch er braucht die Pornografie aus existenzialistischen Gründen und nicht nur wegen der Kohle. Er ist gemütskrank und wäre sonst in der Irrenanstalt mit Diagnose manisch-depressiv. So ist er voll kompensiert und man kann ihn unter Leute lassen. Ohne die Pornofilme und das Verhalten seiner Elektra wäre er impotent.
Also , es kommt wie es kommen muss und Josef und Maria (Elektra) bringen den kleinen Jesus notwendigerweise um und werfen seinen Kadaver in die Biotonne vom Schlosspark, dort wo die ganzen Pornos gedreht werden. Mit einem Heroinsüchtigen Jesus Christus hätte die Gesellschaft allerdings auch ein massives Problem...
Strophe II
„Postpartale Abortio“ —frei erfundene Wahrheit, und doch schwerer als Eisen.
Denn die Menschen erfinden Worte, wenn die Wirklichkeit zu scharf wird.
So baut die Seele ihr eigenes Gericht. Mit Symbolen. Mit Verdrängung. Mit Halbschatten.
Und das Kollektiv nickt schweigend dazu.
Diese Abtreibung nach der Geburt (postpartale Abortio) wird aber entdeckt und Elektra, die Mutter Gottes und seine Töterin, kommt vor Gericht und die Anklage lautet „Mord!“.
So und jetzt wird es schwierig: Wie kommt Martin zur Elektra und warum muss er zur Elektra kommen? Martin will gar nicht!
Martin will gar nicht: Er ist nämlich mit Antigone ( mit anderer Problematik) verheiratet, beide haben sich entschlossen, ihre Strafe , die Kreon (Gesellschaft und Gericht) über sie verhängt hat, hinzunehmen. Sie sind zusammen eingemauert und warten auf ihren Tod. Martin hat seiner Ehefrau Antigone geholfen, den Toten Bruder zu bestatten, christlich katholisch, obwohl Martin, Antigone und Kreon eigentlich mentale Volljuden oder halt Psychoanalytiker („Familie Klimbim“) sind. Kreon hatte die Bestattung verboten, weil der Tote Bruder das eigene Königreich (die Psychoanalyse in der freien Marktwirtschaft) angegriffen hatte.
Warum Martin als Psychoanalytiker so begehrt ist: Normalerweise reicht für die Psychoanalyse Sigmund Freud vollkommen aus. Und Freudianer gibt es viele. Was viele übersehen ist, Freud ist auf den Fundus „kollektives Unbewusste“ angewiesen, und dieser ist bei Nietzsche sehr umfangreich. Auch für eine kommunikative und Umgangsstrategie ist die TA und PAC nach Eric Berne manchmal erforderlich, sonst fehlt die Transmission bei mangelnder Operationalität der Methode Freud. Und weil das so ist, sollte Martin eigentlich ständig erpresst werden. Und zwar umsonst zu arbeiten. Martin arbeitet umfassender und kriegt mehr mit als die anderen verfügbaren Psychoanalytiker. Und um dieses abartige Spiel zu krönen, sollte er dies noch blind tun!
Martin kann mit seiner Version von Freud auch Schizophrene und andere Geistes- und Gemütskranke aus der Psychiatrie in die Psychoanalyse hinüberziehen, was manchmal alternativlos ist oder sonst frustran. Martin sollte auch substitutionell für Geisteskranke ausgebeutet werden. Warum? -> Deutschland ist manchmal seltsam, so seltsam wie beim Adolf. Deshalb.
Martin sollte gratis und mit eigenem Aufwand und auf eigene Kosten und zwangsverblindet ein fremdes Patientenkollektiv in Essen psychoanalytisch betreuen, oder eins in Alzey, oder in Heidelberg oder in Aachen. Die Erpressung hierbei ging stets von staatlicher Gewalt aus. Martin hat sich nicht erpressen lassen. Aus vielen Gründen. Trotz der freien Marktwirtschaft ist Deutschland gerade in Hinsicht auf die Behörden ein Ausbeutungsstaat und Martin und seine Antigone lassen sich nicht ausbeuten (mangelndes Erpressungspotential).
Jetzt gibt es eine bedeutende Ausnahme in der Motivation von Martin, und zwar der „Schlosspark“-Fall (toter neugeborener Jesus in der Biotonne, umgebracht von seiner Mutter Elektra).
Martin entscheidet sich nun , der Ausbeutung ein klein wenig nachzugeben (Gratistätigkeit im Schlossparkfall). Aber halt nicht verblindet. Er verlässt unerlaubt und unaufgefordert seine lebenslange Haft im Nonnenbunker, um den Schlossparkfall mit der Elektra zu lösen. Dieser Fall bedeutet, eine Schizophrenie wird herabgestuft auf einen psychoanalytischen Fall von Existenzbedrohung. Damit ist die soziale Prognose für die Elektra besser, auch die Bewertung durch die Justiz anders und auch die zivilisatorisch und kulturelle Prognose besser (Halkyonie).
Martin trifft eine autonome Entscheidung mit Absicht Halkyonie (Ovid über Nietzsche). Anscheinend ist ihm als einzigem die Gesamtgesellschaftliche Bedeutung hinsichtlich denkbarer zukünftiger zivilisatorischer Konflikte bewußt geworden, und auch dafür gibt es einen Anlass, ist aber ein andere Geschichte.
Wie entkommt Martin nun dem Dasein im Nonnenbunker mit seiner Antigone eingemauert zu sein, als lebenslange Haftstrafe , die ihnen von ein paar Nazis und Demokraten und Religiösen als Kombi reingedrückt wurde?
Er tut das, was ihm der Staatsanwalt schon mal vorgeworfen hatte, er verwandelt sich erneut in Pippi Langstrumpf, und die ist bekanntlich das Stärkste Mädchen der Welt und kann jeden Mann übertreffen. Natürlich kann Pippi Langstrumpf der Einmauerung entkommen.... Aber... jetzt kommt das Aber: Pippi Langstrumpf ist zwar keine Straftat, aber strenggenommen wird doch nur der eine Mythos gegen den anderen Mythos getauscht, oder? Und es gibt irre technische Hürden. In unserer Zivilisation gibt es Schutz und Abwehrmechanismen, die verhindern sollen, dass sich Jemand in Pippi Langstrumpf verwandelt. Es treten irre kommunikative Probleme auf und dazu Verhalten, welches nur erstklassige Profis wahrnehmen: Paradoxe Kommunikation. Hier hilft eigentlich nur Dr Eric Berne, mit ihm bin ich dahintergekommen, dass es trans-generationelle Muster gibt, die als Verhaltensstereotypen abrufbar sind (Unbewußt). Muss man wissen und damit umgehen können! Ausgewählte seltene Schutzmechanismus werden über Generationen in Familien vererbt. Wenn nun Martin zur Pippi Langstrumpf wird, wird seine Verlobte Antigone ausrasten, wenn nicht Martin mit Berne irgendwas verhindert oder verändert , um die Interaktion in der Kommunikation ablauffähig (operational) hinzubekommen.
Was findet Martin (also ich) als Psychoanalytiker mit Zusatzqualifikation Nietzsche und Berne, der der Einmauerung mit der Antigone entkommen ist nun heraus?
Also Elektra (die Mutter Gottes) ist die einzige, die einen gesellschaftlich relevanten Konflikt durch ihre Berufstätigkeit lösen kann (ansonsten gäbe es Mord und Totschlag). Sie kann nämlich das Eheproblem vieler mit Mutter 1 , die mit einem Schwulen verheiratet ist und Mutter 2 , die mit einem Hurenbock verheiratet ist, lösen. In Personalunion, weil sie auch für die versautesten und abartigsten Perversionen vor der Kamera zur Verfügung steht. Und damit sie ihre Tätigkeit genießen kann, dafür braucht sie Heroin, sonst geht es auch nicht. Sonst wären diese Familien, Beteiligten und Personen auch existenzialistisch gescheitert und müssten in die Klapsmühle oder Irrenanstalt und zwar als Schizophrene und nicht als psychoanalytische Fälle. Religion und Frömmigkeit helfen hier wie Goethes Faust leider nicht, denn aus der Aufklärung führt kein Weg zurück.
Es besteht hier (Schlosspark) der Anhalt, dass sich die geschilderten Konflikte generalisieren, d.h. Serielles Auftreten in unserer Gesellschaft. „Elektra“ und ihre postpartale Abortio ist nun eine alternativlose Notwendigkeit.
Das Schlossparkurteil:
Aufgrund von dem Gutachten von Martin findet das Gericht heraus, dass Mord als Tatbestand ausgeschlossen ist. Der Sohn Gottes wurde nämlich nicht aus niedrigen Beweggründen umgebracht sondern aus Mitleid und damit ist es nur Totschlag in einem minderschweren Fall in einem ethischen Dilemma, welches selbst in dieser Dimension Profis überfordert. Die Haftstrafe wird zur Bewährung ausgesetzt und Elektra bleibt in Freiheit und kann sofort wieder ihre sozial unersätzliche Tätigkeit fortsetzen. Und weil Heroin bei ihr ein wichtiges Medikament und eben nicht nur Sucht ist, wird es nicht abgesetzt oder ersetzt. Sie bekommt es jetzt als Kassenleistung.
Und Josef wird freigesprochen, weil er zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig war. Er war der Situation total ausgeliefert und konnte nichts tun. Elektra geht schließlich auch auf den Porno-Strich, um ihren Josef dafür zu bestrafen, dass er es ihr nicht hart genug besorgt. Bei all dem Trubel ist die Familienplanung ein wenig zu kurz gekommen und auch der Termin für eine straffreie Schwangerschaftsunterbrechung wurde so versäumt.
Antistrophe II
Wir sahen Ödipus
mit blinden Augen sehen.
Wir sahen Antigone
gegen das Gesetz der Männer stehen.
Wir sahen Medea die Liebe in Asche verwandeln.
Und nun?
Nun tragen die Kliniken
dieselben alten Tragödien
unter Neonlicht.
Der Chor erkennt sie wieder. Nur die Namen haben sich geändert.
Meine Meinung: Die unübersehbare Halkyonie in diesem Fall sollte nicht überwunden werden, sonst werden „Romeo und Julia“ niemals ein Paar, sondern stets nur ein Kriminalfall. Elektra bietet „Romeo und Julia“ eine Option, der Fehde ihrer Familien zu entkommen, und zwar über die Überwindung von Mutter und Vater Imaginationen und Ikonisierungen , die als transgenerationelle Muster vorliegen (und zwar so, dass die Familien deshalb nicht zusammen passen oder genau deswegen (Paradox!)) und vererbt werden und kaum richtig erkannt oder gedeutet werden, deshalb Nietzsche und Berne statt Freud. Ohne die wichtige Berufstätigkeit der Elektra fehlt unserer Gesellschaft Hygiene. So ist das mit den Trieben.
Richtig ist, dieser Fall ist katholisch oder protestantisch oder christlich nicht hinzubekommen. Oder die menschliche Kultur wird unangemessen verkürzt, oder der Mensch als solcher verkleinert. Ohne Not.
Die Wahrnehmung vieler muss vielleicht geschärft werden, damit keine Gesamtgesellschaftliche Katastrophe (Zweikampf Tyrannosaurus Democraticus mit Tyrannosaurus Natiosocialis) daraus wird. Deshalb die halkyonische Auflösung und die steht nicht bei Freud, sondern bei Nietzsche. Nietzsche prägte den Begriff Halkyonie, nach dem Mythos Ceyx und Alcyone aus den Metamorphosen des Ovid.
Freud, Nietzsche und Berne sind alle Sokratische Menschen vom akademischen Typ her. Sie ersetzen Mythos durch Logos.
Gerade heutzutage kommen neuerdings durch den „Heiligen Geist“ so viele neue Jesusse Christusse in die Welt, dass dies vielleicht auch nochmal eine besondere Bedeutung bekommt, qua Serialisierung und deren schiere Masse.
Ich finde Freud bezüglich der Berücksichtigungen der Erfordernisse des „Kinder-Ich“ zu kurz, deshalb Eric Berne („Games People Play“). Es ist auch nicht alles Triebauslebung, was pervers ist.
Weiterhin ist Freud alleine möglicherweise überfordert, denn es sind nicht ein Individuum in seiner Psychoanalyse in einer Sitzung, sondern er muss auf mehrere Individuen eingehen.
Und auf die Gruppe der Beteiligen.
Und die Gesellschaft als solche.
Sigmund Freud würde jetzt sagen: Das Leben ist manchmal oder für einige ein Pornofilm und diese Erwachsenen müssen ihre Teilnahme wohl hinnehmen.
Die „Guten alten Nazis“ hatten damit übrigens kein Problem, denn die hatten eine Putzfrau und die hat stets für sterile Sauberkeit in der Wohnung und im Haus bis hin zum Anankasmus gesorgt („Reinlichkeitserziehung“). Kindsmord ist sicher eine Verzweifelungstat.
Einige werden vielleicht mit dieser Geschichte wieder „fromm“ werden wollen, hat Nietzsche so vorhergesagt.... Habermas hat das kurz vor seinem Tode auch probiert. Problem: Dann fehlt die Halkyonie ….
Und was ist nun Sadismus? Martin ist in soweit sadistisch als grausame Bestrafung aus dem Erzieher-Ich (Eltern-Ich und Über-Ich , Normenzentrale) , weil er den Rechtsgelehrten nicht alles erzählt, sondern einen Teil der erfundenen Wahrheit für sich behält (auch juristisch technischen Kram). Als Strafe. Oder Rache („Pippi Langstrumpf“).
Epode
O Mensch, du willst objektiv sein, doch dein Urteil schwimmt im Fruchtwasser der eigenen Geschichte.
Keine Akte ist rein. Keine Erinnerung unverfälscht. Keine Wahrheit ohne Wunsch.
Darum fürchte den, der behauptet, ganz ohne Schatten zu urteilen.
Denn der Gefährlichste ist nicht der Wahnsinnige —sondern der, der seinen eigenen Wahnsinn für Vernunft hält.
So endet unser Gesang nicht. Denn das Unbewusste kennt keinen Schlussvorhang.
Es wartet. Unter dem Park des Schlosses. Unter dem Urteil. Unter dem Ich.
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