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Epikur

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 22. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

... copyright by martin wilhelm döhring ...
... copyright by martin wilhelm döhring ...

Epikur war ein antiker griechischer Philosoph, der von 341 bis 270 v. Chr. lebte. Er gründete in Athen eine Philosophenschule, die als „Garten“ bekannt wurde. Sein Ziel war es, den Menschen zu zeigen, wie sie ein glückliches und angstfreies Leben führen können.

Die Grundidee: Glück durch Seelenruhe

Viele Menschen denken, Epikur habe gelehrt, man solle möglichst viele Vergnügungen genießen. Das ist ein Missverständnis.

Für Epikur bestand das höchste Glück aus:

  • Freiheit von körperlichem Schmerz (Aponie)

  • Freiheit von seelischer Unruhe und Angst (Ataraxie)

Ein glücklicher Mensch ist nach Epikur also nicht jemand, der ständig feiert, sondern jemand, der innerlich ruhig, zufrieden und frei von Sorgen lebt.

Seine Lehre über Lust

Epikur sah die Lust als das höchste Gut an, aber er meinte damit nicht maßlosen Genuss.

Er unterschied zwischen:

Natürlichen und notwendigen Bedürfnissen

  • Essen

  • Trinken

  • Schlaf

  • Freundschaft

Diese Bedürfnisse sollte man erfüllen.

Natürlichen, aber nicht notwendigen Bedürfnissen

  • Luxusessen

  • teure Kleidung

Diese können angenehm sein, sind aber nicht nötig.

Unnatürlichen Bedürfnissen

  • Macht

  • Ruhm

  • grenzenloser Reichtum

Diese führen oft zu Unzufriedenheit und Sorgen.

Die Angst vor dem Tod

Eine seiner berühmtesten Aussagen lautet:

„Der Tod geht uns nichts an.“

Sein Argument:

  • Solange wir leben, ist der Tod nicht da.

  • Wenn der Tod da ist, leben wir nicht mehr.

Deshalb sei die Angst vor dem Tod irrational, weil wir ihn niemals bewusst erleben.

Die Götter

Epikur glaubte zwar, dass Götter existieren könnten, aber er meinte, sie griffen nicht in das Leben der Menschen ein.

Daher sollten Menschen:

  • keine Angst vor göttlichen Strafen haben,

  • Naturereignisse nicht als göttliche Botschaften verstehen.

Die Bedeutung der Freundschaft

Für Epikur war Freundschaft eine der wichtigsten Quellen des Glücks.

Er schrieb sinngemäß, dass ein guter Freund oft wertvoller sei als Reichtum oder Macht. In seinem „Garten“ lebten und lernten Menschen gemeinsam, unabhängig von Herkunft oder sozialem Stand.

Zusammenfassung

Die Philosophie Epikurs lässt sich in vier einfachen Gedanken zusammenfassen:

  1. Fürchte die Götter nicht.

  2. Fürchte den Tod nicht.

  3. Das Gute ist leicht zu erlangen.

  4. Das Schlimme ist meist erträglich.

Sein Ziel war ein einfaches, vernünftiges und freundschaftliches Leben, das von innerer Gelassenheit geprägt ist. Deshalb wird der Epikureismus oft als Philosophie der Lebenskunst verstanden.

2 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
24. Juni

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Martin Döhring
Martin Döhring
22. Juni

Das Besondere an der Philosophie des Epikur liegt in ihrer radikalen Einfachheit und psychologischen Tiefe – sie ist eine Lehre der Befreiung durch Einsicht.

🌿 Grundgedanke

Epikur wollte den Menschen von Angst und unnötigem Leid befreien. Seine Philosophie ist keine bloße Theorie, sondern eine Lebenskunst, die auf innerem Frieden (Ataraxie) und Schmerzfreiheit (Aponie) zielt.

🧠 Kernprinzipien

BereichEpikurs HaltungBedeutung Erkenntnis

Alles Wissen beruht auf Sinneserfahrung.Keine metaphysische Spekulation – nur das Erfahrbare zählt. Ethik

Lust ist das höchste Gut, aber nicht jede Lust ist gut.

Maßvolle Lust führt zu Gelassenheit; Übermaß zu Schmerz. Götter

Sie existieren vielleicht, aber greifen nicht in die Welt ein.Befreiung von der Angst vor göttlicher Strafe. Tod „Der Tod geht uns nichts an.

“Weil wir ihn nie erleben – er…

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