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Die Rückkehr der US-Kanonenbootpolitik unter Trump: Eine Analyse der jüngsten Entwicklungen

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 7. Okt. 2018
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Jan.


...eine Beobachtung trifft den Nagel auf den Kopf: Die US-Außenpolitik unter Präsident Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit (seit Januar 2025) zeigt klare Züge einer aggressiven, machtprojektierenden "Kanonenbootdiplomatie" – ein Konzept aus dem 19. Jahrhundert, bei dem militärische Präsenz (z. B. Schiffe vor Küsten) als Druckmittel dient, um politische Ziele durchzusetzen. Historisch diente dies der Durchsetzung wirtschaftlicher oder strategischer Interessen, oft gegen schwächere Staaten. Heute manifestiert es sich in verstärkten Carrier-Strike-Group-Einsätzen, gezielten Militäroperationen und rhetorischen Drohungen. Basierend auf den aktuellen Berichten (Stand: 15. Januar 2026) fasse ich die von Ihnen genannten Punkte zusammen, ergänzt um Kontext und Implikationen. Die Eskalationen deuten auf eine Strategie hin, die "America First" durch präventive Stärke untermauert – mit Risiken für globale Stabilität.


#### 1. Umbenennung des Verteidigungsministeriums zum "Kriegsministerium"

Tatsächlich hat Trump am 5. September 2025 per Executive Order das Department of Defense (DoD) als "Department of War" neu benannt – eine Rückkehr zum historischen Namen von 1789 bis 1947. Dies gilt als "sekundärer Titel", wird aber bereits umgesetzt: Bronze-Schilder am Pentagon wurden im November 2025 angebracht. Die Kosten schätzt das Congressional Budget Office auf 10 bis 125 Millionen US-Dollar, inklusive Rebranding, Logos und rechtlicher Anpassungen. Kritiker sehen darin Symbolpolitik, die eine offensive Haltung signalisiert; Befürworter argumentieren, es reflektiere die "reale Natur" von Konflikten. Dies passt zu Trumps Rhetorik: "Krieg ist Krieg, keine Verteidigungssimulation."


#### 2. Verstärkte Einsätze von Carrier Strike Groups: Von Iran über Venezuela bis Jemen und Mittlerer Osten

Die US-Marine hat seit 2025 ihre 11 aktiven Carrier Strike Groups (jede mit einem Nimitz- oder Ford-Klasse-Träger, Zerstörern, Kreuzern und Luftfliegern) aggressiver eingesetzt. Dies dient der Abschreckung, aber auch direkten Interventionen – klassische Kanonenboot-Taktik. Hier eine Übersicht zu den von mir genannten Fällen:


| Region/Krise | Datum | Schlüsselereignis | US-Einsatz | Ausgang/Implikationen |

|--------------|--------|-------------------|------------|-----------------------|

| Iran (Kernwaffenproliferation) | Juni 2025 | US-Strikes auf Nuklearanlagen (Natanz, Fordow) mit B-2-Bombern und Tomahawks, um Proliferationsprogramm zu "zerstören". | USS Nimitz und USS Carl Vinson deployed für Unterstützung und Abschreckung. | Iran reagiert mit performativen Gegenangriffen; Trump droht weitere Schläge, falls Wiederaufbau. Eskalationsrisiko hoch, da Israel involviert. |

| Venezuela (Maduro-Kidnapping) | 3. Januar 2026 | US-Spezialkräfte (mit 150 Jets aus 20 Basen) capturen Maduro und seine Frau Cilia Flores in Caracas; Vorwand: "Narco-Terrorismus". | USS Ford Carrier Strike Group und USS Iwo Jima Amphibious Ready Group für Blockade und Evakuierung. | Maduro nach New York geflogen, Anklage wegen Drogenhandels. Globale Empörung (Russland, China); US "regiert" nun de facto Venezuela. |

| Rotes Meer (Jemen-Terroristen) | Seit März 2025 (ongoing) | Strikes gegen Houthi-Milizen (iranisch unterstützt) nach Angriffen auf Schiffe; Houthis als "Foreign Terrorist Organization" redesigniert. | USS Dwight D. Eisenhower und andere Carrier für Luftangriffe und Drohnenabwehr; 32 Strikes bis Ende 2025. | Reduziert Piraterie, aber Houthis kontern; Trump: "Your time is up." |

| Mittlerer Osten (Iran-Unruhen, Israel-Raketen) | Januar 2026 (aktuell) | Proteste in Iran seit Dezember 2025 (Wirtschaftskrise, Unterdrückung); Furcht vor Mullah-Regime-Kollaps und israelischen Präventivschlägen. | Eine weitere Carrier Strike Group (vermutlich USS Abraham Lincoln) unterwegs; CENTCOM koordiniert. | Trump tweetet: "Help is on its way" an iranische Protestierende; Iran warnt vor Retaliation. G7 droht Sanktionen. |


Diese Einsätze sind keine isolierten Vorfälle: Sie folgen einem Muster präventiver Power Projection, oft mit Drohnen, Stealth-Bombern und Spezialeinheiten kombiniert. Die Navy priorisiert den Indopazifik, doch der Nahe Osten/Venezuela frisst Ressourcen – mit 32 "Narco-Terror"-Strikes allein 2025.


#### 3. Die Grönland-Drohung: Ein arktischer Kanonenboot-Zug?

Trumps jüngste Eskalation: Am 14. Januar 2026 drohte er, Grönland "one way or the other" für US-Sicherheit zu sichern – explizit inklusive militärischer Optionen gegen Dänemark (NATO-Verbündeter). Begründung: Russische/Chinesische Schiffe bedrohen Arktis-Routen; Grönland als "unverzichtbar" für Raketenfrühwarnung. Umfragen zeigen: Nur 20% der US-Amerikaner unterstützen dies; Republikaner im Senat (z. B. James Lankford) blocken eine Force-Seizure. Europa reagiert: Frankreich/Deutschland schicken Truppen nach Grönland; Dänemark einigt sich auf "hybride" US-Präsenz (nicht Invasion). Dies erinnert an Trumps 2019-Kaufangebot, eskaliert nun zu Hybrid Warfare (Desinformation, Druck).


#### Strategische Implikationen: Chancen und Risiken für Europa

- Stärken der US-Politik: Effektive Abschreckung (z. B. Houthis zurückgedrängt, Maduro entfernt) und Signal an China/Russland: "Wir schlagen zuerst zu." Dies könnte NATO entlasten, da US-Carrier Europa schützen.

- Risiken: Eskalation zu breiteren Kriegen (Iran-Israel-Konflikt); Überdehnung der US-Navy (nur 11 Carrier für globale Hotspots). Für Europa: Spannungen in NATO (Grönland-Drohung), Abhängigkeit von US-Entscheidungen und Flüchtlingswellen (aus Venezuela/Iran).

- Vergleich zur Historie: Wie die britisch-US-Kanonenboote im 19. Jh. (z. B. Opiumkriege) zielt Trump auf Ressourcen/Sicherheit ab – aber in einer multipolaren Welt mit Nuklearwaffen riskanter.


Europa sollte hier reagieren: Stärkung eigener Systeme wie EUROSHIELD-N (aus meiner vorherigen Anregung) und diplomatische Vermittlung (z. B. via EU-G7).

3 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
16. Jan.

Die US-Kanonenbootpolitik (oder “Gunboat Diplomacy”) ist ein faszinierendes, wenn auch kontroverses Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Außenpolitik. Sie bezieht sich hauptsächlich auf die Zeit vom späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert, als die USA ihre Marine einsetzten, um wirtschaftliche oder politische Interessen durchzusetzen – oft in Lateinamerika, der Karibik oder Asien. Denke an Theodore Roosevelts “Big Stick”-Politik: “Sprich leise und trage einen großen Knüppel.” Es ging darum, mit militärischer Präsenz Druck auszuüben, ohne immer direkt in Kriege zu ziehen, z. B. bei der Durchsetzung von Schuldenrückzahlungen oder dem Schutz von US-Investitionen.

Was ich davon halte? Nun, als KI, die von xAI gebaut wurde und auf Wahrheitssuche aus ist, finde ich sie gleichermaßen beeindruckend effizient und moralisch fragwürdig. Auf der…

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Martin Döhring
Martin Döhring
15. Jan.

Die Aussagen des deutschen Bundespräsidenten beim Neujahrsempfang markieren eine ungewöhnlich klare Positionsbestimmung der deutschen Staatsspitze in einer Phase zunehmender geopolitischer Erosion. Seine Betonung der Unverletzlichkeit von Grenzen zielt erkennbar über den abstrakten Völkerrechtsdiskurs hinaus und adressiert konkret aktuelle Machtpolitik – insbesondere Forderungen, die territoriale Integrität des Königreichs Dänemark (Grönland) infrage stellen.

Bemerkenswert ist dabei der doppelte Verweis:

  • auf die Charta der Vereinten Nationen und

  • auf die Grundprinzipien der NATO.

Damit wird implizit klargestellt, dass Bündnistreue und Völkerrecht untrennbar sind – ein direkter Kontrapunkt zu einer zunehmend instrumentellen Auslegung von Sicherheitsinteressen durch einzelne Großmächte.

Rolle der Vereinten Nationen

Die Kritik von Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung fügt sich in dieses Bild ein. Ihre Aussagen machen deutlich:

  • Die regelbasierte Weltordnung befindet sich nicht nur unter Druck,


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Martin Döhring
Martin Döhring
14. Juni 2025

Die Situation im Iran (Stand Juli 2024) ist von multiplen Krisen geprägt – hier eine sachliche Übersicht der zentralen Entwicklungen:


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### **1. Präsidentschaftswahl nach Raisis Tod**

- **Hintergrund:** Nach dem Tod von Präsident Ebrahim Raisi (Helikopterabsturz im Mai 2024) fanden vorgezogene Wahlen am 28. Juni statt.

- **Ergebnis:**

- **Massoud Pezeshkian** (reformorientierter Kandidat, ehem. Gesundheitsminister) siegte mit **53,7%** gegen Ultra-Konservativen Saeed Jalili.

- **Wahlbeteiligung:** Nur **49,8%** – niedrigste im Iran seit 1979, spiegelt massive Protestverweigerung wider.

- **Bedeutung:** Pezeshkian gilt als systemtreuer "Reformer im Rahmen", der kaum radikale Änderungen erwarten lässt. Entscheidungsmacht bleibt bei Revolutionsführer Khamenei (85).


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### **2. Wirtschaftskrise eskaliert**

- **Inflation:** Bei **47,5%** (Lebensmittel teilweise +70%), Rial verlor 2023/24 über 30% seines Werts.

- **Sanktionen:** US-…


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