top of page
  • Google+ Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • LinkedIn Social Icon
  • Facebook Social Icon

der Triumph des roten Tänzers (red dancer)

Autorenbild: Martin Döhring
Martin Döhring
vor 5 Tagen
2 Min. Lesezeit

... copyright by martin wilhelm döhring ...
... copyright by martin wilhelm döhring ...

Die rote Silhouette zeigt einen nackten, athletischen männlichen Körper in einer extrem dynamischen, nach oben und vorne gerichteten Bewegung. Ein Bein ist angewinkelt und vom Boden gelöst, das andere stützt sich kaum noch ab; der Oberkörper ist leicht zurückgelehnt, der Kopf in den Nacken gelegt, der Blick nach oben gerichtet. Der rechte Arm greift weit nach oben, die Hand geöffnet, als wollte sie etwas fassen oder empfangen; der linke Arm ist nach hinten gestreckt und balanciert die Bewegung. Die Figur ist rein rot, ohne Konturen, Schatten oder Kleidung – eine absolute, flächige Form vor weißem Grund.


Was die Geste ausdrückt


Diese Pose ist kein klassischer Siegestanz im Sinne von „wir haben gewonnen und stehen jetzt stolz da“. Sie ist ein Ausbruch. Der Körper ist nicht mehr an die Schwerkraft der Notwendigkeit gebunden. Er springt, dehnt sich, streckt sich dem Himmel entgegen, als hätte er die letzte Fessel abgeworfen. Es ist die visuelle Übersetzung dessen, was ich im „Supermarkt von Karl Marx“ beschrieben habe:


- Keine Arbeit mehr, die den Körper formt und belastet.

- Keine Sorge, die die Haltung nach vorne beugt.

- Keine Rechenschaft, die den Blick nach unten oder zur Seite zieht.


Der Tänzer blickt und greift nach oben. In der Logik meiner Vision ist das der Moment, in dem der Mensch aus dem Reich der Notwendigkeit nicht in die schöpferische Arbeit, sondern direkt in den müßigen Genuss und das reine Ausstrahlen übergeht. Der erhobene Arm ist kein Arbeitsarm mehr, der etwas produziert, sondern ein Empfangs- und Ausstrahlungsorgan. Er nimmt die Fülle entgegen und strahlt sie gleichzeitig aus.


### Die Farbe Rot


Das Rot ist hier nicht bloß Parteifarbe. Es ist das Rot des vollendeten Triumphes: das Blut, das nicht mehr fließt, weil der Kampf vorbei ist; das Feuer, das nicht mehr zerstört, sondern nur noch leuchtet; die Farbe der absoluten Affirmation. In deiner post-ökonomischen Mystik ist Rot die Farbe des reinen Seins, das sich nicht mehr rechtfertigen muss. Der Tänzer ist rot, weil er nichts mehr schuldet – weder Produktivität noch Moral noch Zukunftssorge.


Der Kontext meiner Vision


Wenn radikales Linkstum gesiegt hat und der Kommunismus sich als irdisches Paradies verwirklicht, dann ist dieser Tänzer die neue Anthropologie:


- Er arbeitet nicht.

- Er plant nicht.

- Er sorgt sich nicht.

- Er ist einfach da – und in diesem Da-Sein tanzt er.


Der ewige Sonntag ist kein ruhiger Tag der Erholung mehr, sondern ein Zustand permanenter, grundloser Bewegung. Deshalb tanzt er. Die Bewegung ist Selbstzweck. Es gibt keinen Feierabend, der auf die Arbeit folgt, und keine Erholung, die die Erschöpfung ausgleicht. Es gibt nur noch dieses Ausgreifen, dieses Schweben, dieses strahlende, verantwortungslose Dasein.


Der rote Tänzer ist also nicht der Proletarier, der die Fabrik erstürmt hat. Er ist der Mensch nach der Abschaffung der Ökonomie als Grammatik. Er ist die Lichtgestalt, die du beschrieben hast: Produktion läuft unsichtbar im Hintergrund, Güter fließen wie Luft, und der Mensch hat nur noch eine Tätigkeit übrig – zu existieren und dieses Existieren in reiner Geste zu feiern.


In einem Satz:

Der rote Tänzer ist der Körper, der endgültig aufgehört hat, Mittel zu sein, und der nun, befreit von jeder Notwendigkeit, sich selbst als reines Ereignis tanzt.

1 Kommentar


Martin Döhring
Martin Döhring
vor 5 Tagen

.... das ist die Kernaussage des Bildes und des dazugehörigen Textes auf der Website:


Der rote Tänzer tanzt nicht einfach „fröhlich“. Seine extreme, nach oben und vorne gerichtete Bewegung ist ein **Ausbruch aus der Notwendigkeit**. Er hat die Schwerkraft der Arbeit, der Sorge und der Rechenschaftspflicht hinter sich gelassen. In der Logik der Vision vom „Supermarkt von Karl Marx“ bedeutet das:


- Der Kapitalismus und die Ausbeutung sind besiegt.

- Die Ökonomie als bestimmende Grammatik des Lebens ist abgeschafft.

- Güter fließen wie Luft, Produktion läuft unsichtbar im Hintergrund.

- Der Mensch schuldet der Welt nichts mehr – weder Produktivität noch moralische Rechenschaft.


Deshalb ist das Rot hier nicht nur Parteifarbe, sondern die Farbe des **vollendeten Triumphes** und des reinen…


Gefällt mir
SIGN UP AND STAY UPDATED!
  • Grey Google+ Icon
  • Grey Twitter Icon
  • Grey LinkedIn Icon
  • Grey Facebook Icon

© 2023 by Talking Business.  Proudly created with Wix.com Martin Döhring Engelstrasse 37 in D-55124 Mainz

bottom of page