Karl Engisch (1899-1990)
- Martin Döhring

- 3. Jan. 2022
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Apr.
Karl Engisch war ein bedeutender deutscher Jurist. Professor für Strafrecht. In seiner Habilitation 1930 erwähnte er als erster das so genannte „Weichensteller-Problem“, ein ethisches Dilemma.





🧠 Karl Engisch – präzise Einordnung
Deutscher Strafrechtler und Rechtsphilosoph (1899–1990)
Professor u. a. an der Universität Heidelberg
Zentral für die Methodenlehre im deutschen Recht
Hauptwerk: Einführung in das juristische Denken
👉 Präzisierung:Engisch ist kein „reiner Subsumtionsdogmatiker“, sondern gerade interessant, weil er die Grenzen mechanischer Subsumtion herausarbeitet. Er zeigt: Juristische Entscheidung ist kein Algorithmus, sondern ein wertungsabhängiger Erkenntnisprozess.
🚦 Das „Weichensteller-Problem“ – was Engisch tatsächlich leistet
Engisch erwähnt in seiner Habilitation (1930) ein solches Dilemma.
👉 Aber entscheidend ist die Einordnung:
Er „erfindet“ nicht das moderne Trolley-Problem im heutigen Sinne
sondern nutzt ein ähnliches Szenario zur Analyse von:
Kausalität
Zurechnung
Pflichtenkollision
👉 Sein Fokus ist strafrechtlich, nicht primär moralphilosophisch.
⚖️ Der eigentliche Clou: Strafrechtliche Tiefenstruktur
Engisch benutzt das Szenario, um ein Kernproblem…
Carl Engisch (1899–1990) war ein einflussreicher deutscher Rechtsphilosoph und Strafrechtler. Er wirkte als Professor in Heidelberg und prägte vor allem die juristische Methodenlehre. Sein bekanntestes Werk, die „Einführung in das juristische Denken“, ist bis heute ein Standardwerk. Engisch setzte sich intensiv mit der Logik und Methodik der Rechtsanwendung auseinander, etwa mit der Frage, wie Richter Gesetze auslegen und auf Einzelfälle anwenden.
Carl Engisch erläutert in seinem Lehrbuch die juristische Technik der Subsumption. Und vieles andere auch.
Immer noch mein größtes Vorbild!
Eigentlich wollte ich meine Meinung zu dem Urteil über Boris Becker bereits letzte Woche posten.
Ich halte Boris Becker für nicht schuldig im Sinne der Anklage.
Die Richterin hat Herrn Becker den Hauptvorwurf gemacht, er hätte Geld von seinen Konten an Familienmitglieder überwiesen. Und exakt diesen Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen. Er bleibt mir unverständlich.
Er hat keinen Promi-Bonus erhalten, das ganze Verfahren war von vorneherein eine Farce.
à>>> Legal darf Becker bei Insolvenz 2 Firmen betreiben, ein Geschäftskonto führen sowie in einer Miet-Wohnung wohnen, die ihn im Monat mehr kostet als die meisten Menschen bei uns verdienen. So, und dann wirft man ihm vor, er hätte irgendwelche Angaben nicht gemacht! Das ist lachhaft. Der Fehler liegt wohl im britis…