Simulant, Hypochonder, Münchhausen
- Martin Döhring

- 15. Okt. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Auch wenn diese Begriffe oft in einen Topf geworfen werden, stecken dahinter völlig unterschiedliche psychologische und biologische Mechanismen.
Hier ist die Einordnung, insbesondere im Hinblick auf die "Chemie" im Kopf:
1. Die Begriffe: Wer ist wer?
Hypochondrie (heute: Krankheitsangststörung)
Der Hypochonder leidet wirklich. Er bildet sich die Schmerzen nicht ein, sondern interpretiert normale Körperempfindungen (wie ein leichtes Stechen oder einen Leberfleck) als Vorboten einer tödlichen Krankheit.
Antrieb: Todesangst und das Bedürfnis nach Sicherheit.
Simulant
Ein Simulant ist kerngesund und weiß das auch. Er täuscht Symptome bewusst vor, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (z. B. eine Krankschreibung, eine Rente oder die Flucht vor einer Strafe).
Antrieb: Externer Vorteil (bewusste Täuschung).
Morbus Clinicus (Krankenhaus-Sucht)
Dies ist ein umgangssprachlicher (oft abfälliger) Begriff für Menschen, die sich in der Patientenrolle wohlfühlen. Medizinisch wird dies oft dem Münchhausen-Syndrom zugeordnet. Hier werden Symptome aktiv (oft durch Selbstschädigung) erzeugt, um Aufmerksamkeit und Zuwendung vom medizinischen Personal zu erhalten.
Antrieb: Psychisches Bedürfnis nach Fürsorge (innere Dynamik).
2. Neurotransmitter: Ist die Verteilung gestört?
Bei Simulanten liegt keine Störung der Neurotransmitter vor – sie treffen eine rationale Entscheidung. Bei der Hypochondrie und dem Münchhausen-Syndrom sieht das jedoch anders aus. Hier finden wir deutliche Parallelen zu Angststörungen und Zwangserkrankungen:
Das Serotonin-Problem (Die Fehler-Meldung)
Hypochonder zeigen oft eine Dysregulation im Serotonin-System.
Serotonin filtert normalerweise unwichtige Körpersignale heraus. Ist der Spiegel instabil, wird das Gehirn "hellhörig". Ein normales Magenknurren wird plötzlich als "Tumorschmerz" wahrgenommen. Das Gehirn kann die Fehlermeldung nicht mehr löschen.
Dopamin und das Belohnungssystem (Bei Morbus Clinicus)
Beim Münchhausen-Syndrom (Morbus Clinicus) spielt Dopamin eine Schlüsselrolle.
Die Zuwendung durch Ärzte oder die Aufregung einer Krankenhauseinweisung führt zu einem massiven Dopamin-Ausstoß. Es entsteht eine Art "Sucht nach der Patientenrolle". Das Gehirn lernt: Kranksein = Belohnung/Sicherheit.
Glutamat und die Amygdala (Die Angst-Schleife)
Bei der Hypochondrie ist die Amygdala (das Angstzentrum) chronisch überaktiv.
Ein Überschuss an Glutamat hält das Gehirn in einem Zustand der Hyper-Vigilanz (übersteigerte Wachsamkeit). Man scannt den eigenen Körper wie ein Radarsystem nach Fehlern ab.
3. Zusammenfassung der Unterschiede
Merkmal | Hypochondrie | Simulant | Morbus Clinicus (Münchhausen) |
Glaubt an Krankheit? | Ja, absolut | Nein | Nein (erzeugt sie aber künstlich) |
Ziel | Heilung/Sicherheit | Externer Vorteil | Aufmerksamkeit/Fürsorge |
Neurotransmitter | Serotonin-Mangel, Glutamat-Überschuss | Normal | Dopamin-Abhängigkeit von Zuwendung |
Leidensdruck | Sehr hoch (Angst) | Keiner | Hoch (oft traumatische Ursachen) |
Witz am Rande (aus der Medizin): > Der Hypochonder stirbt und lässt auf seinen Grabstein meißeln: "Na, habt ihr mir jetzt geglaubt?"
Im Gegensatz zum Simulanten braucht der Hypochonder keine Strafe, sondern oft eine Verhaltenstherapie, um das "Filter-System" seines Gehirns wieder zu kalibrieren.




Ich präzisiere und ergänze fachlich – insbesondere im Hinblick auf klinische Terminologie und neurobiologische Korrelate, damit die Abgrenzung sauber ist.
1. Terminologische Schärfung (DSM-5 / ICD-11)
Hypochondrie → Krankheitsangststörung
Früher „Hypochondrie“, heute differenziert:
Krankheitsangststörung (wenig körperliche Symptome)
Somatische Belastungsstörung (mit realen Symptomen + Überbewertung)
👉 Kernpunkt:Keine Simulation – sondern Fehlinterpretation realer Körperempfindungen bei echter Angst.
Simulation → Simulation (Malingering)
Keine psychische Störung im engeren Sinne
Bewusste, zielgerichtete Täuschung
👉 Typische Ziele:
Sekundärer Krankheitsgewinn (Geld, Vermeidung von Strafe, Arbeitsunfähigkeit)
Münchhausen-Syndrom → Faktische Störung
Selbstinduziertes Erzeugen oder Vortäuschen von Symptomen
ohne äußeren Nutzen, sondern zur Befriedigung innerer Bedürfnisse
👉 Sonderform:
Münchhausen-by-proxy (heute: „Faktische Störung auferlegt an andere“)
2. Neurobiologische Perspektive („Chemie im Kopf“)
Hier liegt der eigentliche Unterschied – nicht nur psychologisch, sondern funktionell…
Und wenn die Mitarbeiter bei Corona einfach nur in der Klinik faulenzen? Ein paar Coronatests und „gut ist“? Keine Diagnostik, keine Therapie, sondern nur Kaffee trinken.
Als erstes möchte ich feststellen, dass es keinen Sinn macht, eine frühere Staatsform von Deutschland wiederherzustellen. Und dann kann man überlegen, warum ausgerechnet die Regierung mit Unterstützung der Grünen die Verfassung bei Corona ausgesetzt hatte. Fragwürdig ist auch, warum sich eine vorherige Regierung, die Justiz und die Behörden eigentlich schon fast seriell nicht an die Gesetze und das Grundgesetz gehalten haben.
Wenn Gesetze nicht mehr gelten, die Amtsgewalt aber intakt ist, dann nenne ich einen solchen Zustand Faschismus. Ein solcher Zustand ist mit dem deutschen Grundgesetz unvereinbar und gehört abgeschafft .
Corona , respektive die Regierungspolitik, hatten die Situation verschärft , weil die Patienten isoliert waren und keinen mehr hatten, der ihnen helfen konnte oder sie beschützen . Die Gerichte vertuschen bislang diese Sachverhalte.