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Zoonosen - übertragbare Krankheiten vom Tier

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 31. Mai 2019
  • 2 Min. Lesezeit

Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, nennt man Zoonosen.

Die WHO hat eine neue Leitlinie zur Bekämpfung der Zoonosen herausgegeben.

Relevant nach Zahlen ist die Malaria, weil Millionen Menschen weltweit davon betroffen sind.



Malaria: Einzellige Parasiten der Gattung Plasmodium. Übertragung durch Stechmücke Anopheles. Nicht namentliche Meldepflicht in Deutschland . Chemoprophylaxe mit Doxyzyklin, Mefloquin, Atovaquon-Proguanil. Bislang kein Impfschutz. Behandlungsoptionen mit Chinin, Chloroquin, Primaquin, Artesunat i.v.

Schlafkrankheit: Wird übertragen durch die Tse-Tse-Fliege. Erreger ist Trypanosom (Einzeller, Protozoe). Verursacht Fieber bis Krampf. Behandlungsoptionen: Fexinidazol, Suramin, Pentamidin, Melarsoprol, Eflornithin.

Ähnlich wie bei SARS (MERS-CoV) begünstigen moderne Transportmittel wie Flugzeuge die Verbreitung von Erkrankungen.

Grippe (Influenza): Bei uns die häufigste Zoonose. Wird von Vögeln übertragen. Die besonderen Mutationen beim Grippe-Virus entstehen in Asien, wo Menschen in einem Raum mit Schweinen leben. Die verschiedenen Grippe Subtypen entstehen durch Gendrift oder Genshift. Impfung möglich. Therapieansätze mit Doxyzyklin oder Tamiflu (umstritten).

Papageienkrankheit. Chlamydien, intrazelluläre Bakterien.

Brucellose. Bakterien der Brucella-Art. Malta Fieber oder Morbus Bang. Rifampicin, Doxyzyklin, Streptomycin. Cotrimoxazol.

Ebola. Virus. Sehr virulent. Symptomatische Therapie.

ESBL – beta-Laktam Antibiotika resistente Bakterien. Nosokomial.

EHEC. Darmbakterien. Antibiose.

Shigella. Toxin ist hitzestabil. Unreine Wildmahlzeiten. Halbe Stunde nach Nahrungsaufnahme heftige Durchfälle. Bakterielles Toxin

Salmonellose. Meldepflichtig. Unreine Geflügelhaltung. 6h nach Inkorporation Symptome. Antibiotika. Isolierung der Ausscheider.

FSME. Virus. Übertragung durch Zecken. Impfung für Personen in Zeckengebieten.

Borreliose. Bakterien. Keine Impfung für Menschen, weil zuviele Subtypen. Übertragung durch Zecken. Antibiotika zur Behandlung. (Tetrazyklin, Cephalosporin etc… nach Antibiogramm)

Gardiose. Gardia lamblia. Hund . von kindern fernhalten. Einzeller. Parasit. Therapie: Metronidazol, Febantel

MRSA – eigentlich Krankenhauskeim mit multi resistenten Bakterienstämmen. Staph. Aureus ist ubiquitär verbreitet. Reserve Antibiotika probieren.

Paratuberkulose – Übertragung auf den Mensch fraglich

Q-Fieber. Coxiella burnetti. Sporen. Heu . Schafe. Meldepflicht bei Tiererkrankung. Doxyzyklin. Clarithromycin. Ciprofloxacin. Hydrochloroquin.

Tollwut. Virus. Meldepflichtig. Häufig letal. Impfung

Toxoplasmose: KATZENKOT. Toxoplasma gondii. Augenerkrankungen, Hepatitis, Meningoenzephalitis. Persönlichkeitsveränderungen mit Angststörung. Suizid. Antibiotika-Gabe.

TSE – Hirnschwamm (transmissible Spongiforme Enzephalopathie) . Prionenerkrankung. Rinder. Immer tödlich. Keine Therapie. Keine Impfung. (früher als BSE oder Rinderwahn bezeichnet). Bestände müssen unter Umständen gekeult werden.

Trichinellose. Trichinen sind Nematoden, Fadenwürmer, millimeter groß. Meldepflicht. Behandlung mit Mebendazol oder Albendazol

Cholera - Vibriose – Vibriose trotz des Namens gram-negative Bakterien mit Geißeln. Kontaminiertes Trinkwasser. Meldepflichtig. Cotrimoxazol. Ciprofloxacin. Rehydration wichtigste Therapie: Glukose Infusionen

West-Nil-Fieber – RNA-Virus – Vögel, Menschen Pferde. Anzeigepflichtige Tierseuche. Keine Therapie

Listeriose. Bakterien. Hochanstecken. Rinder, Schafe, Ziegen. Meldepflichtige Tiererkrankung. Ampicillin, Gentamicin, Sulfonamide zur Behandlung

Campylobacteriose . Meldepflicht. Untersuchungspflicht für Masthähnchen. Parondontose.

Fuchsbandwurm: Ecchinokokken. Medikamente. Mebendazol, Albendazol, Benzimidazol.

Fasziolose: Leberegel. Bis 3 cm groß. Parasit. Schafe. Fasciola . Echinostomida. Kot von Rinder, Schweine, Hunde. Brunnenkresse, Kopfsalat. Therapeutika: Triclabendazol, Ivermectin, Clorsulon, Closantel, Praziquantel.

Oxyuriasis: Darmwurm. Häufig Kinder. Enterobaisis Medikamente Pyrantel oder Mebendazol.

Milben. Akarizid zur Bekämpfung

Flöhe. Insekten. Insektizide äußerlich wie Fipronil, innerlich Tabletten wie Fluralaner, Spinosan.

Läuse. Insekten. Kopfläuse. Kämme. Chrysanthemenextrakte äußerlich. Insektizide. Malathion. Pyrethrum

Melkerknoten und Schafpocken. Parapox Virus. Heilen nach 6-8 Wochen ab.

TBC. Meldepflichtig. 3-er oder 4-er kombinierte Chemotherapie mit Antibiotika. Merksatz : Arm, alt , ainsam , alkoholiker, asylant(ausländer), aids (6A).

Möglicherweise wurde das HIV-Virus von der grünen Meerkatze am Anfang des 19.Jahrhunderts bei Kannibalen auf den Menschen übertragen.

Tiere können durch Kontaktübertragung Biogifte von Riesenbärenklau und Eichenprozessionsspinner weitergeben.

Martin Döhring

 
 
 

7 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
23. Mai 2022

Da sage ich doch nur: Matthaeus 12:15 (aus dem Neuen Testament) „… und er heilte sie alle!“

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Martin Döhring
Martin Döhring
16. Apr. 2020

Ob Corona wirklich aus Fledermauskot gewonnen wurde, ist noch fraglich

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Martin Döhring
Martin Döhring
17. Juni 2019

Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus , nach Grundimmunisierung (z.B. Bundeswehr), wird nach 10a empfohlen.

Es gibt einen Impfstoff als Medikament für Menschen gegen Tollwut („Rabipur“ Handelsname).

Aufgrund nicht vorhersehbarer Nebenwirkungen bin ich eher skeptisch bei Poly-Vakzinen.

Bei Immunmangelsyndromen sind unter Umständen Immunglobuline in der Therapie geeignet.

Interferone können bei schweren Virusinfektionen helfen.

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Martin Döhring
Martin Döhring
13. Juni 2019

Gefahr durch Hyalomma-Zecken. Leider gibt es in Deutschland als Neozoon eine neue Zeckenart. Hyalomma-Zecken. Zentimeter groß und haben bereits den Winter hierzulande überlebt. Sie gelten als Überträger des Krim-Kongo-Virus. Dieses kann hämorrhagisches Fieber auslösen, welches inapparent verlaufen kann oder tödlich. Diagnose mit RT-PCR ode Virusisolation in Zellkultur. Therapieansatz mit Ribavirin. Keine Impfung möglich. Meldepflichtig nach §6 IFSG.

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Martin Döhring
Martin Döhring
11. Juni 2019

Q-Fieber betrifft Schafe, Mensch – einatmen von getrocknetem Ziegenkot

Staphylokokken sind Bakterien. Eitererreger. Physiologisch als Staph. Aureus auf der Haut.

Lebensmittelvergifter. Macht Toxic Shock Syndrom. Abszesse, Sepsis. Hitzestabiles Toxin.

Salmonellose braucht 6h, Shigellose 0,5h

Katzenschnupfen Allestöter, Pasteurella multocida , Wild und Rinderseuche A

Rotlauf durch Streptokokken quadratische Flecken. Getupfte Nieren im Aspekt DD: Schweinepest

Anzeigepflicht bei bacillus anthracis – Milzbrand . Hautmilzbrand macht Karbunkel. Penicillin ist wirksam. Blut gerinnt nicht mehr

Pest – yersinia pestis - auf Madagaskar

Brucellosen Wiederkäuer, Schweine , Hasen (dicke Hoden)

Maltafieber ist anzeigepflichtig

Aktinomykose – Strahlenpilzkrankheit Kiefer, Zahnfächer bei Wiederkäuern bei Sauen im Gesäuge

Leptospirose – 30% Letalität beim Menschen. Nager und Hunde. Eiweiß, Harnstoff und Ammoniak reichern sich im Blut an. Tattoo-Ausschlag und Arthritis

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