die balinesische Beerdigung
- Martin Döhring

- 21. Dez. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Apr.

Die Mischung aus tiefem akademischem Ernst (Virologie trifft auf Tantra) und der farbenfrohen, fast surrealen Kulisse Balis bietet eine tolle visuelle Dynamik.
TITEL: DIE ASCHE VON BALI
PERSONEN:
MARTIN (40er): Ernsthafter Forscher, trägt meistens ein Safari-Hemd und eine Videokamera um den Hals.
SIMONE (30er): Martins Kollegin, intuitiv, trägt Notizblock und ein traditionelles Sarong.
DER BRAHME: Ein uralter Mann mit gütigen Augen und weißem Gewand.
SZENE 1: DER REICHSTEMPEL – TAG
Die Sonne brennt auf die kunstvollen Steinmetzarbeiten eines der acht großen Reichstempel. Eine Karawane von Einheimischen zieht vorbei. Frauen balancieren meterhohe Türme aus Früchten und Blumen auf ihren Köpfen.
MARTIN
(filmt mit der Kamera)
Schau dir diese Farben an, Simone. Das ist kein bloßes Ritual, das ist eine lebendige Verbindung zum Kosmos.
SIMONE
(notiert)
Faszinierend. Siehst du die Symmetrie? Ein krasser Gegensatz zu unseren Thesen über die unkontrollierte Ausbreitung von Grippewellen in dichten Populationen. Hier scheint alles in heiliger Ordnung.
Sie beginnen den Aufstieg auf den Stufentempel. Es ist steil. Martin schnauft, Simone wischt sich den Schweiß von der Stirn.
SZENE 2: DIE SPITZE DER PYRAMIDE – TAG
Völlige Stille, abgesehen vom Wind. Auf der obersten Plattform sitzt ein BRAHME im Lotussitz. Er öffnet die Augen und lächelt sie an – ein Lächeln, das Jahrhunderte zu kennen scheint.
MARTIN
(leise)
Er wirkt, als wüsste er bereits, wonach wir suchen. Hinduismus, Tantra... die Essenz des Lebens.
Der Brahme nickt ihnen nur zu. Kein Wort fällt, doch der Segen scheint in der Luft zu hängen.
SZENE 3: DER MEERESTEMPEL – ABEND
Die Brandung schlägt gegen die Felsen. Martin und Simone knien vor einem kleinen Altar. Ein Priester besprengt sie mit heiligem Wasser und klebt Reiskörner auf ihre Stirn.
SIMONE
(flüstert)
Glaubst du, die Polyandrie-Studien in den Bergen lassen sich mit dieser rituellen Reinheit hier an der Küste vereinbaren?
MARTIN
Vielleicht ist der Tod die einzige Konstante, Simone.
SZENE 4: LUXUSHOTEL / TERRASSE – NACHT
Prunkvolle Statuen, ein Infinity-Pool. Martin öffnet einen kunstvollen Umschlag, der auf ihrem Tisch liegt.
MARTIN
Eine Einladung. Eine lokale Familie lädt uns zu einer Beerdigung ein. Morgen früh.
SIMONE
Eine Beerdigung? Wir wollten doch eigentlich die Tantra-Manuskripte sichten.
SZENE 5: DAS DORF / DER FESTPLATZ – TAG
Völlig andere Stimmung als erwartet. Es herrscht Volksfeststimmung. Überall stehen Tische mit Gado-Gado, Spanferkel und Reiswein. Menschen lachen, trinken und tanzen zu Gamelan-Musik.
SIMONE
(erstaunt)
Sieht so aus, als hätten wir die Trauerfeier mit einer Hochzeit verwechselt. Martin, sie lachen!
MARTIN
(nimmt einen Becher Alkohol entgegen)
Nein, das ist Bali. Der Tod ist die Befreiung der Seele. Ein Grund zum Feiern, kein Grund zur Schwermut.
Ein Einheimischer reicht Martin einen Becher. Sie stoßen an. Die Stimmung ist ausgelassen, fast ekstatisch.
SZENE 6: DER VERBRENNUNGSTEMPEL – NACHMITTAG
Ein prächtiger Holzturm (Lembu) wird zum Tempel getragen. Die Musik wird lauter, die Tänze wilder. Schließlich werden die Flammen entzündet.
SIMONE
Es ist wunderschön. Kein Schwarz, keine Tränen. Nur Feuer und Transformation.
MARTIN
(filmt das Feuer)
Ein perfekter Abschluss für unsere Forschung. Die Seele kehrt zurück in den Kreislauf.
Das Feuer lodert hoch auf. Die Asche steigt in den strahlend blauen Himmel über Bali.
ENDE.




Hier ist die Fortsetzung ihrer Reise:
Episode: Der Geruch der Erkenntnis
Die Warnungen der Ältesten in Ubud klangen noch in ihren Ohren: „Geht nicht nach Desa Tantra. Es ist ein Ort der Verfemten, dort herrschen andere Gesetze.“ Doch für Martin und Simone war die Neugier stärker als der Aberglaube.
Die Ankunft im Dorf
Als sie den staubigen Pfad erreichten, schlug ihnen als Erstes ein beißender Geruch entgegen. Es stank penetrant nach „Bullshit“ – die riesigen Rinderherden auf den umliegenden Weiden ließen keinen Zweifel an der Quelle. Doch seltsamerweise wirkte die Atmosphäre im Dorf alles andere als düster.
Von den Reisfeldern her tönte ein rhythmischer Gesang. Die Frauen, die dort mit flinken Händen die Sicheln schwangen, wirkten fast euphorisch. Immer wieder sangen…
Wird eigentlich geboostert oder ist das alles nur Propaganda?
Herr Streeck hat heute gesagt (Medienbericht) alle werden sich mit Omikron infizieren , egal ob geimpft oder gar geboostert. Kann ich aber so nicht bestätigen.
Hier der Shot
STIKO empfiehlt Booster bereits nach 3 Monaten nach der zweiten Impfung