Schlaganfall (apoplektischer Insult)
- Martin Döhring

- 9. Sept. 2019
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Ein Schlaganfall (apoplektischer Insult) wurde vor rund 20 Jahren noch streng konservativ behandelt: Die Patienten wurden vom Hausarzt einfach mal für 4 Wochen ins heimische Bett gelegt. Die Kliniken damals hatten kein Interesse an diesen Patienten, die waren irgendwie zu „unerotisch“ als Fälle, wie ein Oberarzt mal süffisant feststellte. Nachdem CT (Computertomografie als Schnittbilder ) als bildgebende Diagnostik sogar in peripheren Krankenhäusern verfügbar war, nahm die klinische Behandlungsrate dieser Fälle drastisch zu. Ein Schlaganfall kann sich symptomatisch äußern in plötzlichen Auftreten Lähmungen oder auch Krämpfen, vorwiegend bei älteren Patienten, aber auch in verwaschener Sprache oder Sturz oder Ohnmacht. Auf dem Land kann es nützlich sein, falls Arzt in Erkennen eines Schlaganfalls geschult, 6 Tabletten zu geben, die eigentlich bei Herzinfarktpatienten gegeben werden namens „Plavix“, eine Mischung aus ASS und Clopidogrel. Kann Wunder wirken, insbesondere bei Verstufen eines Schlaganfalls (Hirninfarkt), wie TIA (transitorische ischämische Attacke) oder incomplete Stroke. Diese Formen sind reversibel. Streng genommen sollte man natürlich zuerst ein CT fahren. Damit kann zwischen einem trockenen (Sklerose) und einem feuchten Infarkt (Blutung) unterschieden werden. Allerdings ist CT nicht überall verfügbar und über 90% der Infarkte sind trockene Insulte. In der Rehabilitation hat sich die Spiegelbild-Therapie bewährt: Patienten sollen vor dem Spiegel üben, um alle motorischen Fähigkeiten zurück zu gewinnen. Dies über den optischen Eindruck. Die gesunde Körperhälfte macht eine Bewegung vor, und die gesunde Gehirnhälfte übernimmt die Fähigkeiten der Infarzierten.







Gefährdete Patienten können prophylaktische eine Marcumar Behandlung erhalten.
Auch beim Schlaganfall (apoplektischer Insult), TIA oder incomplete stroke beim älteren Patienten und akut scheint der Einsatz von Nitroglycerin approbat. Dies als 2 Sprühstöße aus der Nitro-Flasche unter die Zunge. Nitroglyzerin wirkt vasodilatorisch, also gefäßerweiternd, was die Wirkung bei ischämischen Infarzierungen aufgrund atheroseklerotischer Plaques erklärt.
Diese Erkenntnis kommt aus den USA, dort werden Schlaganfallpatienten von den Kardiologen mitbetreut.