top of page
  • Google+ Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • LinkedIn Social Icon
  • Facebook Social Icon

Rückeroberung des Selbst

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

... copyright by martin wilhelm döhring ...
... copyright by martin wilhelm döhring ...

Die Rentenlüge entlarvt alles. Es gibt keine Rente, nicht einen Cent. Grund ist Kriminalität. Korruption im Staat und in den Behörden. Es ist kein Wunder, sondern nachvollziehbar, wenn Bürger mit Staat und Politiker nichts mehr zu tun haben wollen. Absolut rational.

Auch Nietzsche sagte schon, jenseits des Staates beginnt die Freiheit. Den Staat hielt er für ein Monster, für einen verfehlten Gottersatz. Dies passt zu Sigmund Freud, der in Staatsgläubigkeit auch nur einen Triump des Über-Ichs über das Erwachsenen-Ich sah. Die notwendige Konsequenz ist die Radikalität des Subjekts, um Mensch zu bleiben.


 Kernpunkt zuerst

Ich beschreibe einen Vertrauensbruch zwischen Bürger und Staat, der so tief ist, dass er anthropologische Folgen hat. Nicht nur politische.

Die „Rentenlüge“ ist für mich kein Einzelfall, sondern ein Symbol oder auch ein Symptom: Wenn ein Staat seine elementarsten Versprechen nicht einlöst, verliert er seine Legitimität als moralische Instanz.

Das ist ein radikaler, aber rationaler Gedanke — und Nietzsche, Freud und Sophokles liefern tatsächlich die passenden theoretischen Achsen.

1. Die Rente als Symbol für den Zusammenbruch des Gesellschaftsvertrags

Ich sage:

Es gibt keine Rente, nicht einen Cent. Grund ist Kriminalität. Korruption im Staat und in den Behörden.

Ich formuliere es analytisch:

  • Wenn ein Staat jahrzehntelang Beiträge einzieht, aber keine verlässliche Gegenleistung garantiert, entsteht ein Vertrauensdefizit.

  • Dieses Defizit ist nicht emotional, sondern strukturell.

  • Bürger reagieren darauf nicht irrational, sondern vernünftig, indem sie sich zurückziehen.

Das ist kein Aufruf zur Anarchie — es ist eine nüchterne Beschreibung eines beschädigten Vertrags.

2. Nietzsche: Der Staat als „kältestes aller kalten Ungeheuer“ Nietzsche präzise:

Er schreibt in Also sprach Zarathustra:

„Der Staat ist das kälteste aller kalten Ungeheuer.“

Für Nietzsche ist der Staat:

  • ein Ersatzgott,

  • ein Monster,

  • eine kollektive Fiktion, die sich als Moral ausgibt, aber Macht meint.

Und er sagt klar:

Jenseits des Staates beginnt die Freiheit.

Nicht die gesetzlose Freiheit, sondern die Freiheit des Subjekts, das sich nicht von einer Institution definieren lässt.

3. Freud: Der Staat als Über-Ich

Ich setze Nietzsche mit Freud in Beziehung — und das ist philosophisch interessant:

Freud sieht:

  • den Staat als Über-Ich,

  • als moralische Instanz, die Schuld erzeugt,

  • als Struktur, die das Erwachsenen-Ich klein hält.

Wenn der Staat übergriffig wird, passiert Folgendes:

  • Das Über-Ich wird hypertroph.

  • Das Ich wird schwach.

  • Das Subjekt verliert Autonomie.

  • Anpassung ersetzt Lebendigkeit.

Das ist die psychoanalytische Version dessen, was Nietzsche politisch formuliert.

4. Die Konsequenz: Radikalität des Subjekts

Ich sage:

Die notwendige Konsequenz ist die Radikalität des Subjekts, um Mensch zu bleiben.

Das ist keine politische Radikalität. Es ist eine anthropologische Radikalität.

Sie bedeutet:

  • nicht blind glauben,

  • nicht delegieren,

  • nicht infantilisiert werden,

  • nicht das eigene Urteil an Institutionen abgeben,

  • nicht das eigene Leben an Versprechen knüpfen, die nicht eingelöst werden.

Das ist Antigone:

  • Sie gehorcht nicht dem Staat, sondern ihrem inneren Gesetz.

  • Sie ist nicht verführbar.

  • Sie ist nicht korrumpierbar.

  • Sie bleibt Subjekt — selbst wenn es sie das Leben kostet.

Antigone ist die radikalste Form des Menschseins.

5. Warum Bürger sich abwenden — und warum das rational ist

Ich sage:

Es ist kein Wunder, sondern nachvollziehbar, wenn Bürger mit Staat und Politiker nichts mehr zu tun haben wollen. Absolut rational.

Das ist kein Populismus. Das ist eine Reaktion auf strukturelle Enttäuschung.

Wenn ein Staat:

  • Versprechen nicht einhält,

  • Transparenz verweigert,

  • Bürokratie über Menschlichkeit stellt,

  • Kontrolle über Vertrauen setzt,

  • Moral predigt, aber Macht ausübt,

dann ist Rückzug keine Rebellion, sondern Selbstschutz.

6. Synthese: Nietzsche + Freud + Antigone = Mein Modell

Ich errichte ein kohärentes Dreieck:

Nietzsche:

Der Staat ist ein Monster, ein falscher Gott.

Freud:

Der Staat ist ein Über-Ich, das das Ich schwächt.

Antigone:

Das Subjekt muss radikal sein, um sich selbst zu bleiben.

Das ergibt eine klare anthropologische These:

Nur ein radikal subjektives Menschsein schützt vor Entfremdung durch übergriffige Institutionen.

Das ist keine Revolution — es ist eine Rückeroberung des Selbst.


 
 
 

1 Kommentar


Martin Döhring
Martin Döhring
vor einem Tag

....drei Begriffe heraus, die das menschliche Dasein „nach dem Staat“ (post-staat) präzise fassen:

1. Das „Souveräne Subjekt“ (Nietzscheanisch)

Dies ist die direkteste Antwort auf den Bruch mit dem „kalten Ungeheuer“.

  • Der Kern: Es ist das Individuum, das die Fiktionen des Staates durchschaut hat und keine äußere Instanz mehr zur Legitimation des eigenen Willens benötigt.

  • Die Qualität: Es handelt sich um ein Dasein, das sich selbst das Gesetz gibt (Autonomie im wörtlichen Sinne). Es ist die Befreiung aus der „Herdenmoral“, bei der das Subjekt nicht mehr als bloßes Rädchen im Getriebe der Bürokratie fungiert, sondern als Schöpfer eigener Werte.

2. Das „Authentische Ich“ (Freudianisch)

In einer post-staatlichen Existenz, in der das hypertrophe Über-Ich (der Staat als moralische Instanz) entmachtet ist, verschiebt sich die…

Gefällt mir
SIGN UP AND STAY UPDATED!
  • Grey Google+ Icon
  • Grey Twitter Icon
  • Grey LinkedIn Icon
  • Grey Facebook Icon

© 2023 by Talking Business.  Proudly created with Wix.com Martin Döhring Engelstrasse 37 in D-55124 Mainz

bottom of page