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parasitär ausbeutender, schizoider Narzisst

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • vor 11 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

...hochkomplexe psychiatrische und tiefenpsychologische Darstellung

   .... Psychopath ...
.... Psychopath ...

, da sie vier massive psychopathologische Züge (schizoid, narzisstisch, parasitär, sadistisch) zu einem einzigen Persönlichkeitsbild verwebt.

Um dies im Sinne von Fritz Riemanns Werk „Grundformen der Angst“ und der daraus abgeleiteten Psychodynamik zu erklären, müssen wir diese Züge als extreme, pathologische Fixierungen an den Polen seiner vier Grundachsen verstehen. In Riemanns Modell entsteht Persönlichkeit aus der Balance zwischen:

  1. Individuation (Ich-Werdung) vs. Hingabe (Wir-Bezug)

  2. Dauer (Beständigkeit) vs. Wechsel (Veränderung)

Eine solche Persönlichkeit ist ein extremes Beispiel für ein Ich, das in maximaler Angst und Isolation erstarrt ist und radikale, zerstörerische Abwehrmechanismen entwickelt hat, um psychisch zu überleben.

Hier ist die detaillierte Erklärung der Personalität und ihrer frühkindlichen Entstehung:

I. Die komplexe Personalität: Ein Psychogramm der Zerstörung

Man muss sich diese Person als ein psychisches Trümmerfeld vorstellen, das nach außen hin oft als Festung getarnt ist. Die vier Züge sind nicht isoliert, sondern durchdringen sich gegenseitig zu einem toxischen Ganzen:

1. Der schizoide Kern (Die Basis-Angst)

Nach Riemann steht der Schizoide am Pol der maximalen Individuation aus Angst vor Hingabe und Nähe. Nähe wird als Vernichtung des Ichs erlebt.

  • In dieser Kombi: Die Person ist emotional eiskalt, unzugänglich und tief misstrauisch. Andere Menschen werden nicht als Subjekte, sondern als seelenlose Objekte (Dinge) wahrgenommen. Dies ist die notwendige Voraussetzung für Sadismus und Parasitismus – man fühlt nichts für das "Ding", das man benutzt oder quält.

2. Der narzisstische Panzer (Die Kompensation)

Narzissmus ist bei Riemann eine extreme Form der Ich-Bezogenheit, um ein tiefes Gefühl von Leere und Wertlosigkeit abzuwehren.

  • In dieser Kombi: Das narzisstische Größenselbst ("Ich bin einzigartig, Gott-ähnlich") dient als Schutzwall für den extrem fragilen schizoiden Kern. Es ist eine "Kompensation der Kompensation". Die Person muss sich für großartig halten, weil die Wahrheit (totale Isolation und Angst) unerträglich wäre.

3. Das parasitäre Verhalten (Die orale Gier)

Tiefenpsychologisch (orale Phase) ist Parasitismus der Versuch, eine nie gestillte Gier nach "Nahrung" (Liebe, Aufmerksamkeit, Ressourcen) zu stillen, indem man andere aussaugt.

  • In dieser Kombi: Der Narzisst fühlt sich berechtigt (Entitlement), andere auszubeuten. Da er schizoid von ihnen getrennt ist, empfindet er dabei keine Schuld. Er nutzt seine Intelligenz und schizoide Kühle, um Manipulationssysteme aufzubauen, die ihm Zufuhr sichern, ohne dass er sich emotional binden muss.

4. Der Sadismus (Die ultimative Kontrolle)

Sadismus ist bei Riemann die pathologische Fixierung am Pol der Dauer (Kontrolle) aus Angst vor Wandlung und Chaos (anale Phase). Macht über andere ist die einzige Sicherheit.

  • In dieser Kombi: Sadismus ist die "Krönung" dieses Systems. Er dient dazu, das narzisstische Größenselbst zu stabilisieren. Die Schmerzen oder die Erniedrigung des anderen sind der unumstößliche Beweis für die eigene Macht und Existenz. Es ist der ultimative Triumph des Ichs über das "Objekt".

II. Frühkindliche Entwicklung im Elternhaus: Die Psychodynamik

Riemann betont, dass Charakterstrukturen eine Antwort auf frühkindliche Beziehungsdynamiken und die dabei erfahrene Angst sind. Ein solch extremes Pathologie-Bündel entsteht nicht durch "kleine Fehler", sondern durch massive, chronische Traumatisierung und elterliches Fehlverhalten in den ersten Lebensjahren.

Das Elternhaus war ein psychisches Schlachtfeld, kein sicherer Hafen.

1. Die schizoide Phase (Die ersten 6 Monate: Orale Versagung und Terror)

  • Die Erfahrung: Das Kind erlebt die Welt von Anfang an als eiskalt, feindselig oder chaotisch-bedrohlich. Seine existenziellen Bedürfnisse (Hunger, Nähe, Trost) werden entweder massiv frustriert (orale Versagung) oder willkürlich und angstbesetzt beantwortet.

  • Elterliches Verhalten: Eine Mutter/Bezugsperson, die emotional eiskalt, depressiv, süchtig oder selbst hochgradig schizoid-aggressiv war. Vielleicht gab es physische Gewalt oder totalen Entzug von Körperkontakt.

  • Die Reaktion (Riemann): Maximale Angst vor Vernichtung. Das Kind lernt: "Nähe ist tödlich. Ich muss mich abkapseln, um zu überleben." Es zieht seine psychische Energie radikal von der Welt ab und panzert sich. Der Ur-Verlust von Liebe wird durch sekundären Narzissmus (Selbstliebe) ersetzt.

2. Die narzisstische und parasitäre Phase (ca. 6-18 Monate: Spiegelungs-Katastrophe)

  • Die Erfahrung: Das Kind wird nicht als eigenständiges Wesen mit Gefühlen gesehen, sondern als Objekt zur Befriedigung der elterlichen Bedürfnisse benutzt.

  • Elterliches Verhalten: Die Eltern sind oft selbst narzisstisch gestört. Sie "benutzen" das Kind, um sich zu spiegeln ("Du musst perfekt sein, damit ich glücklich bin") oder sie missbrauchen es (parasitär) emotional oder sexuell.

  • Die Reaktion: Das Kind entwickelt kein "wahres Selbst", sondern ein "falsches, narzisstisches Selbst". Es internalisiert die elterliche Botschaft: "Ich werde nur benutzt, also werde ich andere benutzen." Die nie gestillte orale Gier wird zum parasitären Trieb: Nehmen, ohne zu geben.

3. Die sadistische Phase (ca. 18-36 Monate: Machtkampf und analer Terror)

  • Die Erfahrung: In der Phase der Autonomie-Entwicklung (Trotzphase) lernt das Kind, dass Macht und Kontrolle die einzigen Mittel sind, um nicht ohnmächtig ausgeliefert zu sein.

  • Elterliches Verhalten: Die Eltern üben anale Kontrolle aus. Sie sind willkürlich, drakonisch strafend, demütigend und sadistisch. Sie brechen den Willen des Kindes, anstatt es zu führen.

  • Die Reaktion (Riemann): Die Angst vor dem Chaos (Machtlosigkeit) wird durch einen totalen Kontrollzwang gebunden. Das Kind internalisiert den "Aggressor" (die strafenden Eltern). Es lernt: "Um nicht Opfer zu sein, muss ich Täter sein." Sadismus wird zum Weg, Macht zu demonstrieren und die eigene Ohnmacht in Triumph umzuwandeln.

Zusammenfassung des Teufelskreises

Diese komplexe Persönlichkeit ist das Resultat eines Ichs, das in der Kindheit emotional verhungert, als Objekt benutzt und terrorisiert wurde.

  1. Um nicht an der Kälte zu sterben, wurde es schizoid (abgekapselt).

  2. Um die Leere zu füllen, wurde es narzisstisch-parasitär (Gier/Entitlement).

  3. Um die Ohnmacht zu besiegen, wurde es sadistisch (Macht/Triumph).

Andere Menschen sind in diesem geschlossenen System nur "Wirtstiere" für die Gier oder "Opfer" für die Macht. Es ist ein tragisches Denkmal für die Zerstörungskraft früher Beziehungsstörungen.

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