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Oberflächenprotein PD-L1 hemmt die Immunantwort

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 23. Juni 2020
  • 1 Min. Lesezeit

PD-L1 (programmed dealth ligand) – Synonyme CD274, B7-H1

Krebszellen manipulieren Schaltstellen, so genannte Checkpoints und setzen so die Immunantwort außer Kraft. Dies tun sie durch Produktion von Programmed Death Ligand 1, kurz PD-L1. Dieses Protein interagiert mit Rezeptoren auf T-Zellen und stoppt damit das Immunsystem.

Inhibitoren gegen PD-L1 ermöglichen es dem Immunsystem, wieder den Kampf gegen die Krebszellen aufzunehmen.

PD-L1 ist ein Oberflächenprotein , welches mit seinem Rezeptor an der Steuerung der Immunantwort beteiligt ist.

PD-L1 wird auf Chromosom 9 an Genlokus 9p24.1 kodiert. Das Gen umfasst etwa 20.000 Basenpaare.

Den PD-1 Rezeptor findet man auf T-Zellen, B-Zellen und myeloischen Zellen (Knochenmark Hämatopoese).

Die Bindung von PD-1 an seinen Rezeptor verstärkt die Produktion von Interleukin 10 in Monozyten und hemmt die Produktion von Interleukin-2 und die Proliferation von T-Zellen.

Starke Expression von PD-1 kann als Tumorevasion interpretiert werden

PD-L1 ist Target von Inhibitoren wie Atezolzumab, Avelumab und Durvalumab, allesamt Checkpoint Inhibitoren.

Seit 2015 ist einer oder mehrere so genannte Checkpoint Inhibitoren in der onkologischen Therapie zugelassen.

Das besondere ist, die Antikörper wirken nicht direkt gegen Krebszellen.

PD-L1 wird neuerdings als ein Biomarker im Blut bestimmt, weil bestimmte Tumoren PD-L1 verstärkt exprimieren. Diese Tumoren werden als PD-L1 positive Tumoren bezeichnet.

Zugelassen ist der Inhibitor Prembrolizumab bei Patienten mit EGFRA- oder ALKB-positiven Tumormutationen, die bereits eine andere Therapie erhalten hatten.

Grund ist die Studie Keynote 010, welche die Wirkung von Pembrolizumab mit Docetacel, einem klassischen Chemotherapeutikum verglichen hatte.

Pembrolizumab führte zu einer signifikanten Verlängerung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit positiver PD-L1 Tumorexpression.

Bei NSCLC mit hoher PD-L1-Expression ist die Checkpoint Hemmung Erstlinien Standard.

 
 
 

3 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
19. Dez. 2022

Der Antikörper Avelumab von Merck wirkt vorzüglich gegen das Merkelzellkarzinom.

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Martin Döhring
Martin Döhring
17. Dez. 2022

Viele Pharmafirmen haben Antikörper als Medikament mit der beschriebenen Wirkung Checkpoint-Inhibitor.

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Martin Döhring
Martin Döhring
23. Juni 2020

PD-L1 ist ein Transmembranprotein vom Typ 1 in der Zellmembran. Es wird im Herzen, der Skelettmuskulatur, der Plazenta und der Lunge in höheren Konzentrationen gebildet. Daneben wird es in geringeren Konzentrationen im Thymus, der Milz, der Niere, der Leber sowie aktivierten T- und B-Zellen, dendritische Zellen, Keratinozyten und Monozyten erzeugt. In persistenten Infektionen von LCMV und HIV wird eine verstärkte Genexpression von PD-1 in CD8-positiven T-Zellen (synonym zytotoxische T-Zelle) beobachtet.

Eine Hemmung von PD-L1 wird zur Behandlung von chronischen Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und HIV untersucht.

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