top of page
  • Google+ Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • LinkedIn Social Icon
  • Facebook Social Icon

Märchenstunde: "die Inflation entschuldet sich selbst..."

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 20. Aug. 2019
  • 2 Min. Lesezeit

Mitten in der Inflation wird jetzt wieder Angst gemacht vor der Deflation. Völlig unbegründet übrigens, denn Deflation ist nicht schlimm. Der Mythos „Deflation ist böse“ kommt aus der Brüning Ära. Aufgrund des Versailler Vertrags und seiner folgenden Verträge (plus Hyperinflation 1923) durfte Deutschland zu Zeiten der Weimarer Republik keine Schulden machen. Die Weimarer Republik scheiterte letztlich an 1 Million Goldmark für das Schulsystem, welche nicht aufzutreiben waren, aufgrund der Kreditbeschränkungen. Man hätte auf die Schulen verzichten sollen und dann würden wir heute noch in der Weimarer Republik leben. Wäre besser.

Deflation gab es in den USA im 19.Jahrhundert, dies mit einer dezentralen Geldschöpfung durch die US-Sparkassen. Sparen war gut. Sparen führte dazu , dass das Geld im Laufe der Zeit von alleine immer wertvoller wurde. Man nennt dies eine restriktive Geldpolitik und sie führte ins „golden age“ ins Zeitalter unvorstellbarer Prosperität in den USA.

Leider werden die Begriffe Inflation und Preissteigerung gerne synonym gebraucht. Was falsch ist.

Eine echte Inflation bezieht sich immer auf die Geldmenge. Früher in den DM-Zeiten konnten wir am Wochenende in den Tageszeitungen die Geldmengen M1, M2 und M3 nachlesen, die Zahlen wurden wöchentlich von der Bundesbank veröffentlicht. Weiß heute noch jemand, wo man die Geldmenge M1 bis M3 der EZB nachlesen kann? Kennt jemand die Entwicklung dieser Geldmengen?

EZB hat sich die Preissteigerung auf die Fahne geschrieben. Diese ist nach Artikel 88 Grundgesetz unzulässig. Angeblich beträgt diese 1,7%. Aber was ist die Bezugsgröße? Unsere Lebensmittelpreise im nationalen Supermarkt? Oder Waren im EU-Supermarkt? Oder vielleicht doch lieber gleich der MSCI, der Weltwarenindex, welcher von der Chicagoer Warenterminbörse veröffentlicht wird?

Am Goldpreis sieht man Preissteigerung. Jahrelang pendelte der Goldpreis bei etwa 1200-1300 Euro pro Feinunze. Nun hat er die 1500 Euro Marke geknackt: Klarer Fall, wir haben es mit Kaufkraftschwund zu tun. Und dieser ist Absicht.

Geld ist eigentlich ein Wertspeichermedium. Und deshalb sollte eine Währung stabil sein, sonst wird sie unglaubwürdig. Bis hin zum Crash. Und auch nach einem Crash, wären die Schulden nicht weg. Seltsamerweise überdauern ausgerechnet die Schulden einen Währungszusammenbruch.

Was wir im Moment haben, könnte man als Schwundgeld bezeichnen. Die Theorie dazu ist hundert Jahre alt. Das Anheizen der Wirtschaft nehme ich dem Schwundgeld schon ab. Nur: Durch Sir Maynard Keynes wissen wir, dass Geld durch einen Vertrag zwischen Zweien entsteht (Kredit). Der eine ist halt Schuldner und der andere Gläubiger. Es ist aber abnorm, wenn der Gläubiger (wir alle), den Schuldner finanziert. Dazu haben schon Schumpeter und Hjalmar Schacht als Fachleute Bücher geschrieben.

Minuszinsen sind nach der reinen Banklehre schlicht und ergreifend Kreditbetrug.

Inflation ist immer Krankheit und nie Medikament. Die Inflation entschuldet sich nicht von allein, dies ist eine Lüge. Inflation führt zu höherer Arbeitslosigkeit. Sie nutzt nur Goldminenbesitzern, Immobilienfürsten und Großaktionären jenseits des Millionenanlagevolumens.

Momentan wird wieder das staatliche Schuldenmachen gepredigt: Die Bevölkerung soll also die Industrie reich machen. Deshalb weg mit der „Schwarzen Null“, wie einige fordern. Gedroht wird mit Rezession und Deflation.

Rezession, selbst wenn sie einige Prozent beträgt (MINUS Bruttoinlandsprodukt), ist überhaupt nicht schlimm, wenn in gleichem Umfang die Bevölkerungszahlen nachlassen. Altersbedingt.

Wir sind überbevölkert. Deutschland. Norwegen hat eine größere Fläche als Deutschland, aber nur 6 Millionen Einwohner. Die kennen sich wahrscheinlich alle persönlich. Bei vielen unserer Nachbarn ist dies ähnlich (z.B. Polen).

Natürlich ist ein ausgeglichener Staatshaushalt absolut erstrebenswert. Alles andere unseriös.

Martin Döhring

 
 
 

10 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
09. Aug. 2024

Eine Regierung kann verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Inflation zu bekämpfen. Hier sind einige der wichtigsten Ansätze:


  1. Geldpolitik: Die Zentralbank kann die Zinssätze erhöhen, um die Geldmenge im Umlauf zu reduzieren. Höhere Zinssätze machen Kredite teurer und sparen attraktiver, was die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen senkt1.

  2. Fiskalpolitik: Die Regierung kann ihre Ausgaben reduzieren und Steuern erhöhen, um die Nachfrage zu dämpfen. Dies kann durch Kürzungen bei Subventionen und öffentlichen Ausgaben erreicht werden1.

  3. Lohn- und Preiskontrollen: Die Regierung kann Maßnahmen ergreifen, um Löhne und Preise zu kontrollieren. Dies kann durch Vereinbarungen mit Gewerkschaften und Unternehmen geschehen, um Lohnerhöhungen und Preisanstiege zu begrenzen1.

  4. Angebotsseitige Maßnahmen: Die Regierung kann Maßnahmen ergreifen, um die Produktivität zu steigern und das Angebot an Waren und Dienstleistungen…

Gefällt mir

Martin Döhring
Martin Döhring
07. Okt. 2023

Auch jetzt gibt es leider wieder welche, die die höhere Neuverschuldung als Ausweg aus der Inflation empfehlen, beispielsweise durch unnütze Investitionen in Infrastruktur oder Digitalisierung. Völlig falsch. Gerade jetzt ist Sparen richtig.

Gefällt mir

Martin Döhring
Martin Döhring
01. Sept. 2023

Und wie war das nun mit meiner Vorhersage der Preisinflation?

Gefällt mir

Martin Döhring
Martin Döhring
04. Dez. 2022

Und wahrscheinlich habe ich nur geträumt, Mitarbeiter des Gerichts fälschen einen Gerichtsbeschluss und die Staatsanwaltsanwaltschaft hat keinen Bock zu ermitteln. Bei Mord hat sie auch bislang kein größeres Interesse gezeigt, jedenfalls für mich nicht erkennbar. Wie käme ich dazu zu glauben, dies könnte irgendwas mit Korruption zu tun haben?

Gefällt mir

Martin Döhring
Martin Döhring
04. Dez. 2022

Den Messerangriff auf mich , in der Nacht als die Ukraine angegriffen wurde habe ich mir wahrscheinlich eingebildet,

komisch nur, dass mir ein Polizist das blutige Tatwerkzeug gezeigt hatte.

Gefällt mir
SIGN UP AND STAY UPDATED!
  • Grey Google+ Icon
  • Grey Twitter Icon
  • Grey LinkedIn Icon
  • Grey Facebook Icon

© 2023 by Talking Business.  Proudly created with Wix.com Martin Döhring Engelstrasse 37 in D-55124 Mainz

bottom of page