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...muss der Bandscheibenvorfall unbedingt operiert werden?

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 22. Juni 2020
  • 1 Min. Lesezeit

Früher lernten wir den Satz: Jede Operation an der Wirbelsäule ist notwendig, nur die Erste nicht… Dieser Satz steht immer noch im Orthopädielehrbuch.

Es gibt Allgemeinmediziner, die grundsätzlich die OP bei Nucleus pulposus prolaps (NPP; Bandscheibenvorfall) ablehnen.

Im FOKUS bin ich heute morgen auf einen Medienbeitrag gestoßen, der nahelegt, es gibt absolute Indikationen für einen neurochirurgischen Eingriff bei einem NPP. Diese sind Lähmungen oder Taubheitsgefühle.

Eines schönen Sonntags bin ich mit riesigen Schmerzen im Rücken morgens im Bett aufgewacht. Meine Beine waren beide gelähmt. Ich war alleine und kein Telefon zur Hand.

Konsequenz war, nach etwa einer Stunde habe ich mich auf den Ellbogen zur Toilette gerobbt. War ein riesiger Akt, ich muss mich ja auch noch an der Kloschüssel hochziehen und das Ganze wieder retour. Ich bin nicht zum Arzt. Schmerzmittel waren auch nicht greifbar.

War wahrscheinlich ein Bandscheibenvorfall, zu einem späteren Zeitpunkt radiologisch bestätigt.

Passiert ist trotzdem nichts.

Heute gibt es CT oder MRT und man kann auf den Bildern den geschwollenen oder vergrößerten Nerv tatsächlich sehen. Diese Bilder zeigt der Neurochirurg seinen Patienten.

Der geschwollene Nerv klemmt, und entwickelt ein Nervenkompressionssyndrom.

Dazu entsteht ein Teufelskreis, durch die durch Schmerz angezogenen Rückenmuskeln, die die Einklemmung aktiv unterstützen.

Abhilfe ist unter Umständen möglich durch: Gabe hochpotentes Schmerzmittel (z.B. Tramadol), Tranquilizer zwecks Muskelrelaxation, Steroid hochdosiert um den Nerv abzuschwellen.

Macht der Neurochirurg vor der OP übrigens auch…

Die OP Technik ist erst seit den 70er Jahren verfügbar. NPP ist häufig. War die Menschheit vor der Verfügbarkeit der OP in großen Teilen querschnittsgelähmt?

Sind die Versprechungen auf postoperative Schmerzfreiheit gerechtfertigt? Statistik spricht eine andere Sprache.

Herätikern wird natürlich mit bleibenden Schäden gedroht...

 
 
 

1 Kommentar


Martin Döhring
Martin Döhring
05. Juli 2020

Früher stand im Lehrbuch bei Bandscheibenvorfall „Brett ins Bett“!

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