Mordfall zum Nachteil der Rosemarie Nitribitt
- Martin Döhring

- 4. Apr. 2019
- 3 Min. Lesezeit
Ich hatte bereits in einem anderen Blog mal erwähnt, dass ich erfolgreich um Erlaubnis nachgesucht hatte, die Akten zum Mordfall Rosemarie Nitribitt. einzusehen.
Mich hatte die fehlende Feststellung des Todeszeitpunktes stutzig gemacht.
Auf dem Grabstein der #Nitribitt auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof ist als Todestag das Datum des Auffindens ihrer Leiche angegeben.
Das Grab selbst ist auch mit Lageplan kaum zu finden, ich musste den Friedhofsgärtner bemühen, mich zum Grab zu führen. Überraschend war für mich, dass anscheinend eine zweite Person dort begraben liegt. Auf den herkömmlichen Fotos ist diese Grabplatte nicht zu sehen, diese ist horizontal eingelassen. Mir selbst sagt der Name der Person, die dort zusätzlich begraben liegt, nichts. Weitere Originalschauplätze und den Tatort konnte ich besichtigen. Auch Asservate wie das Notizbuch der Nitribitt konnte ich begutachten und einsehen.
Ich selbst hatte den Ehrgeiz, den genauen Todeszeitpunkt etwas genauer herausfinden zu wollen. Die Polizisten haben die Leiche der Frau Nitribitt bereits mit starken Verwesungserscheinungen vorgefunden. Ich war der Meinung, der Todeszeitpunkt muss deshalb mindestens zwei eher sogar drei Tage zurück liegen, trotz erheblicher Wärmeeinwirkung auf den Leichnam. Fotos des Leichnams zirkulieren noch im Internet. Eine verlässliche Zeugenaussage beschreibt eine Lebendwahrnehmung der Nitribitt nur zuletzt 4 Tage vor dem Zeitpunkt des Auffindens ihres Leichnams. Mit dem genauen Todeszeitpunkt kann man den Kreis der Verdächtigen deutlich einschränken. Die Akten, beziehungsweise Untersuchungsergebnisse, wurden verfälscht von offizieller Seite.
Der Täter, also der Mörder der Nitribitt, wurde offiziell nie ermittelt. Tatsächlich konnte ich Fehler in den Ermittlungsakten bemerken. Der Hauptverdächtige ist freigesprochen worden. Ich werde natürlich auch an dieser Stelle nur das berichten, was etliche andere Medien bereits veröffentlicht haben. Sehr umfangreich war vor knapp 5 Jahren die Publikation des Journalisten Seher in der WAZ, dieser hatte ebenfalls Akteneinsicht im Hessischen Staatsarchiv in Wiesbaden erhalten, genau wie eine Focus Redakteurin. Der Waz Journalist hat einen guten Spürsinn und hat eine gute Fährte herausgearbeitet. Folgt man seinen Ausführungen reduziert sich der Kreis der Tatverdächtigen auf etwa 7 Personen. Leider hat D. Seher dem Publikum den Clou der Geschichte nicht verraten. Auch folge ich ihm auf den letzten Metern seiner Ausführungen nicht mehr. Ich hatte mehrere Szenarien durchgespielt, mit den Personen, die eher verdächtig sind. Die Güte von Aussagen zweier sehr ausführlicher Vernehmungen kann ich nicht überprüfen. Würde das stimmen, was da angegeben wurde, wäre dies sensationell. Es würde sich dann um einen Auftragsmord mit Killer aus dem Milieu handeln.
Ich habe wochenlang das Konvolut aus 40 Kartons mit 70 Akten durchsuchen können. Ich kam stellenweise aus dem Staunen nicht mehr heraus. International die Creme de la Creme. Ich habe Sachen gelernt, die ich mir nicht vorstellen konnte. Die Namen bekannter Persönlichkeiten wurden aus den Ermittlungen herausgehalten, sie taten auch nichts zur Sache. In den Ermittlungen war das FBI, New Scotland Yard und mehrere europäische Geheimdienste involviert. Es fehlen aber Vernehmungsprotokolle und Stellungnahmen der Vernehmungsbeamten zur Glaubwürdigkeit und Überprüfungen von Alibis.
Sollte es sich nicht um ein akzidentelles Tötungsdelikt handeln, ist der Kreis der Verdächtigen letztlich überschaubar. Insgesamt könnte ich zu dem Fall stundenlang Bände erzählen. Das Thema eignet sich auch für eine Endlos Reality Soap Serie im TV. Würde ich die Hermeneutik in dem Fall sehr stark gewichten (unzulässig, weil wissenschaftlich nicht fundiert), würde ich auf eine Beziehungstat schließen mit Eifersuchtsdrama als Motiv, Name der Person ist bekannt. Mein Einsatz war und ist mehr als nur Neugier. Es ging von vorneherein nie darum, den Täter doch noch vor Gericht stellen zu können. Stellenweise hatte ich das Gefühl, in den Akten würde ich etwas über mich selbst lesen. Der Sachbearbeiter, der meinen Antrag sehr wohlwollend bearbeitet hat, hatte mich auch darin bestärkt, etwas an dem Rätsel zu lösen. Die Aufklärung in diesen Dingen ist eine kulturelle und zivilisatorische Leistung, um etwas das Grauen der Wirklichkeit vertreiben zu können.
Der Fall hat einen strengen Stallgeruch nach „Nazi“.







Ein Wolf für alle Felle
Episode 47: Der Biss der Vergangenheit
Drehbuch von Martin Wilhelm Döhring
FADE IN:
INT. SCHLOSSKÜCHE DES SCHLOSSES - NACHT
Die prunkvolle Küche des alten Schlosses ist ein Chaos aus Silbergeschirr und vergilbten Aktenstapeln. Kerzen flackern auf dem Eichentisch, werfen lange Schatten auf die Wände, die mit verstaubten Jagdtrophäen und vergessenen Familienporträts behängt sind. MARTIN, ein stämmiger anthropomorpher Wolf mit zerzaustem grauem Fell, buschigem Schwanz und einer Brille auf der Schnauze, hockt über einem Stapel vergilbter Zeitungsartikel. Er gestikuliert wild mit seinen Krallen, während er in einer Tasse dampfenden Kräutertees nippt. Gegenüber sitzt SISSY, seine elegante Wölfin mit glattem rotem Fell, scharfem Blick und einem Seidenschal um den Hals. Sie lehnt sich zurück, die Arme verschränkt,…
Der „Wolf“ weiß alles…
Möglicherweise gibt es bald neue Details im Mordfall zum Nachteil der Rosemarie Nitribitt.
Der Mord an Rosemarie Nitribitt im Jahr 1957 führte zu zahlreichen Spekulationen und Verdächtigungen. Hier sind einige der prominentesten Verdächtigen und Theorien:
1. **Heinrich Ode**: Ein Geschäftsmann und einer der letzten bekannten Besucher von Nitribitt. Er wurde zunächst verhaftet, aber später mangels Beweisen freigelassen¹.
2. **Einflussreiche Persönlichkeiten**: Es gab Gerüchte, dass Nitribitt Kontakte zu hochrangigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik hatte. Einige spekulierten, dass diese Personen in den Mord verwickelt sein könnten oder zumindest ein Interesse daran hatten, die Ermittlungen zu behindern¹.
3. **Unbekannte Freier**: Da Nitribitt als Edelprostituierte tätig war, hatte sie viele wohlhabende und einflussreiche Kunden. Einige Theorien besagen, dass einer dieser Kunden der Täter gewesen sein könnte².
4. **Organisierte Kriminalität**: Es wurde auch spekuliert, dass Nitribitt möglicherweise…