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paradise engineering

Autorenbild: Martin Döhring
Martin Döhring
vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit

... copyright by martin wilhelm döhring ...
... copyright by martin wilhelm döhring ...

Hier ist die Übersetzung der Gedanken aus dem Blog von Martin Döhring (alfredkitzler.wixsite.com/rumblestealth, insbesondere der Beitrag über Kunst, Wissenschaft und Zukunft) in die Sprache eines Informatikers.

Aus dieser Perspektive wird Kunst nicht als dekoratives Beiwerk gesehen, sondern als eine hochkomplexe Schnittstelle zu Systemen, Daten und menschlichem Bewusstsein. Sie ist ein funktionales Tool zur Simulation und Exploration von Realitäten.

Hier ist der „Informatiker-View“ auf das Thema:

1. Kunst als Interface zur epistemischen Tiefenstruktur

  • Der Ansatz: In der Informatik sind wir darauf spezialisiert, Systeme zu dekonstruieren und die zugrunde liegenden Datenströme zu verstehen. Kunst ist hier das epistemische Werkzeug, das die subjektiven und kollektiven „Daten“ (Erfahrungen, Ängste, Sehnsüchte) sichtbar macht, die unter der Oberfläche einer technokratischen Gesellschaft liegen.

  • Der Vergleich: Während wir Algorithmen schreiben, um Daten zu interpretieren, codiert der Künstler (im Sinne von Beuys) abstrakte Konzepte in eine sinnliche oder konzeptuelle Form. Beide suchen nach Mustern in einem komplexen System.

2. Kunst als spekulative Simulation (PoC für alternative Realitäten)

  • Der Ansatz: Um die Zukunft zu gestalten, müssen wir Prototypen bauen und Szenarien durchspielen. Kunst fungiert hier als Proof of Concept für hochgradig spekulative Realitätsmodelle.

  • Der Vergleich: Ein dystopisches Kunstwerk ist wie ein Stresstest für ein System, das wir vielleicht bauen könnten. Ein utopischer Entwurf ist die Anforderungsspezifikation für eine lebenswertere Zukunft. Kunst simuliert, was passiert, wenn wir bestimmte Parameter im „System Mensch“ oder „System Gesellschaft“ verändern.

3. Kunst als Debugging-Prozess für das menschliche Betriebssystem

  • Der Ansatz: Die Beiträge auf dem Blog – oft beeinflusst durch Psychologie und Transaktionsanalyse – beschäftigen sich mit psychologischen Skripten, Zwängen und der Befreiung aus kollektiven Projektionen (dem „Sündenbock-Mechanismus“).

  • Der Vergleich: Aus Sicht der Informatik ist Kunst ein radikaler Debugging-Prozess für das „Betriebssystem Mensch“. Sie identifiziert rekursive Schleifen, blockierende Prozesse (z.B. Angst) und falsche Standardkonfigurationen (Konformismus) im individuellen und kollektiven Bewusstsein. Sie ermöglicht ein Refactoring des eigenen Seins, um wieder handlungsfähig zu werden.

Fazit für den Informatiker: Kunst ist in diesem Kontext kein oberflächliches Entertainment. Sie ist ein funktionaler, transdisziplinärer Prozess, der die Schnittstelle (API) zwischen den objektiven, wissenschaftlichen Daten einer technologischen Welt und der subjektiven, autopoetischen Realität des Menschen neu definiert und gestaltet.

2 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
vor 6 Tagen

Ich würde die „Medizin des Martin Döhring“ in meinem Text nicht als Schulmedizin verstehen, sondern als eine philosophisch-soziale Medizin: eine Medizin, deren eigentlicher Gegenstand nicht der einzelne kranke Körper, sondern die krank machende Struktur zwischen Mensch, Psyche und Gesellschaft ist.

Mein Artikel legt diese Idee erstaunlich klar an. Der zentrale Satz lautet: „Hinter jeder Krise steckt nicht ein Rechenfehler, sondern eine Wunde.“ (Alfred Kitzler)

1. Der Patient ist nicht nur der Mensch – es ist das System

Die klassische Medizin fragt:

Was ist mit diesem Menschen nicht in Ordnung?

Die „Medizin Martin Döhring“ fragt zusätzlich:

Welche Verhältnisse bringen diesen Menschen überhaupt dazu, krank zu werden?

In meinem Artikel wird das am Kapitalismus exemplarisch formuliert: Das System wird metaphorisch als „neurotisch“ beschrieben, weil es ständig…

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Martin Döhring
Martin Döhring
vor 6 Tagen

Unter der oben genannten URL bzw. auf dem Blog von Martin Döhring ([alfredkitzler.wixsite.com/rumblestealth](https://alfredkitzler.wixsite.com/rumblestealth)) geht es in Beiträgen wie diesem – die sich thematisch oft im Spannungsfeld von Philosophie, Kultur, Psychologie (wie der Transaktionsanalyse) und eben Kunst und Wissenschaft bewegen – um fundamentale Fragen des menschlichen Ausdrucks und Seins.


Wenn man den gedanklichen Bogen von Martin Döhrings Texten (und Beiträgen wie denen über den erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys, wonach „jeder Mensch ein Künstler“ ist) zu den dort verhandelten Visionen schlägt, geht es bei Kunst im Kern um folgende Aspekte:


  1. Überschreitung von Grenzen und Simulation: Kunst wird nicht als rein dekoratives Handwerk verstanden, sondern als epistemisches Werkzeug (ein Mittel zur Erkenntnis). Sie bricht – ähnlich wie die Wissenschaft, aber auf andere Weise –…


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