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konzeptionelle Konstruktionszeichnung einer vollautomatischen Anlage zur Herstellung eines personalisierten (autologen) mRNA-Krebsimpfstoff

Autorenbild: Martin Döhring
Martin Döhring
vor 16 Stunden
2 Min. Lesezeit

Die Grafik zeigt eine konzeptionelle Ko

... automatisierte Immunonkologie ...
... automatisierte Immunonkologie ...

nstruktionszeichnung einer vollautomatischen Anlage zur Herstellung eines personalisierten (autologen) mRNA-Krebsimpfstoffs. „Autolog“ bedeutet, dass der Impfstoff individuell aus dem Tumorgewebe eines bestimmten Patienten hergestellt wird.

Überblick des Gesamtprozesses

Die Anlage ist in fünf Hauptbereiche gegliedert:

  1. Eingang & Probenvorbereitung

  2. Molekularbiologische Prozesse

  3. Vakzin-Design & Herstellung

  4. Qualitätskontrolle (QC) & Verpackung

  5. Systemsteuerung

Der Material- und Informationsfluss verläuft von links nach rechts.

1. Eingang & Probenvorbereitung

Autologes Tumorpräparat

Aus einer Tumorprobe des Patienten wird Material für die Analyse gewonnen.

Histologische Schnitterstellung

Das Gewebe wird in dünne Schnitte zerlegt und mikroskopisch untersucht.

Laser-Mikrodissektion (LMD)

Mithilfe eines Lasers werden gezielt Tumorzellen aus dem Gewebe herausgeschnitten.

Laser-Mikrodissektion & Isolierung

Die ausgewählten Tumorzellen werden gesammelt und für die molekulare Analyse vorbereitet.

Ziel: möglichst reine Tumorzellen gewinnen, damit nur die genetischen Besonderheiten des Tumors untersucht werden.

2. Molekularbiologische Prozesse

RNA-Extraktion & Reinigung

Die RNA der isolierten Tumorzellen wird herausgelöst und aufgereinigt.

Next-Generation Sequencing (NGS)

Die RNA bzw. die genetische Information des Tumors wird hochdurchsatzmäßig sequenziert.

Das erzeugt Daten über:

  • Mutationen

  • veränderte Proteine

  • tumorspezifische Merkmale (Neoantigene)

Bioinformatik-Plattform

Eine Software analysiert die Sequenzdaten.

Hier werden die interessantesten:

  • Tumormutationen

  • Neoantigene

  • potenziellen Immunziele

identifiziert.

Ziel: herausfinden, gegen welche Tumormerkmale das Immunsystem gerichtet werden soll.

3. Vakzin-Design & Herstellung

mRNA-Design (Kodierung)

Auf Basis der zuvor identifizierten Neoantigene wird die Sequenz der therapeutischen mRNA entworfen.

Die mRNA enthält die Bauanleitung für die ausgewählten Tumorantigene.

Autonome Mikrofluidik-Produktionseinheit

Diese stellt die mRNA automatisiert her.

Darin läuft:

mRNA-Synthese

Die gewünschte mRNA wird enzymatisch produziert.

LNP-Nanolipidformulierung

Die mRNA wird in Lipid-Nanopartikel (LNPs) verpackt.

Warum?

  • nackte mRNA ist instabil

  • LNPs schützen die mRNA

  • LNPs ermöglichen die Aufnahme in Körperzellen

Dies entspricht dem Prinzip moderner mRNA-Impfstoffe.

4. Qualitätskontrolle (QC) & Verpackung

Vor der Freigabe wird jede Charge geprüft.

mRNA-Integrität

Ist die mRNA vollständig und unbeschädigt?

Reinheit

Sind Verunreinigungen vorhanden?

LNP-Größe

Haben die Lipid-Nanopartikel die gewünschte Größe?

Sterilität

Ist das Produkt frei von Mikroorganismen?

Anschließend erfolgen:

Sterilfiltration

Letzte sterile Aufbereitung.

Abfüllung

Befüllung einzelner Impfstofffläschchen.

Endverpackung

Versehen mit Patienten-ID und Dokumentation.

5. Systemsteuerung

Der rechte Bereich zeigt die Automatisierungsebene.

Zentrale Steuereinheit & Robotik-Interface

Diese übernimmt:

  • Prozessüberwachung

  • Ablaufsteuerung

  • Datenerfassung

  • Qualitätsdokumentation

Datenbank

Speichert:

  • Sequenzdaten

  • Produktionsparameter

  • QC-Ergebnisse

  • Patientenreferenz

Autonome Roboterarme

Transportieren automatisch:

  • Proben

  • Reagenzien

  • Kartuschen

  • Endprodukte

zwischen den Arbeitsstationen.

Unterer Anlagenteil

Der Schnitt durch die Anlage zeigt die physische Umsetzung:

Reinraumumgebung

Angedeutet durch:

  • ISO-Klasse A

  • HEPA-Filter

Diese verhindern Partikel- und Keimkontamination.

Prozessmodule

Zu sehen sind verschiedene Geräte für:

  • Probenbearbeitung

  • Sequenzierung

  • mRNA-Herstellung

  • Qualitätskontrolle

  • Abfüllung

Einwegkartuschen

Beschriftungen wie:

  • „Reaktor-Kartusche“

  • „RC4TDE-Kartusche“

deuten auf austauschbare Prozessmodule hin, welche Kreuzkontaminationen zwischen Patienten vermeiden sollen.

Zusammengefasst

Die Zeichnung beschreibt eine digital gesteuerte, automatisierte Fabrik für personalisierte mRNA-Krebsimpfstoffe. Der Ablauf lautet:

Tumorprobe → Tumorzellen isolieren → genetische Analyse → Neoantigene bestimmen → individuelle mRNA entwerfen → mRNA herstellen → Lipid-Nanopartikel formulieren → Qualitätskontrolle → sterile Abfüllung → patientenspezifischer Impfstoff

Die Idee dahinter ist, den gesamten heute meist auf mehrere Labore verteilten Prozess in einer einzigen automatisierten Anlage zu integrieren, um die Herstellung individueller Krebsimpfstoffe schneller, reproduzierbarer und mit weniger manueller Arbeit durchführen zu können.

1 Kommentar


Martin Döhring
Martin Döhring
vor 5 Stunden
Designstudie des Automaten von Ingenieurbüro Döhring
Designstudie des Automaten von Ingenieurbüro Döhring

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