Literatur in der Krise
- Martin Döhring

- 11. Apr. 2020
- 1 Min. Lesezeit
Als Jugendlicher las ich „die Maske des roten Todes“ von Edgar Allen Poe. Reiche Adlige schließen sich während Seuche im Schloss ein , um zu feiern, bis die Seuche vorbei ist. Warum erinnert mich dies an die aktuelle Situation?







Die beklemmensten Romane, die ich je gelesen habe, waren „1984“ und „Animal Farm“. Beide wurden von dem britischen Edelsozialist George Orwell geschrieben. „Animal Farm“ (Die Farm der Tiere) ist eine Fabel, 1946 veröffentlicht. Die Tiere leiden unter dem Bauer Jones und beschließen eine Revolution. Doch leider führt die Revolution nur zu einer neuen Herrschaft: Die Schweine regieren den Bauernhof. Um den Unmut der Tiere in den Griff zu bekommen, hängen die Schweine eine Tafel aus, auf der steht: „Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher“.
Noch verstörender ist „1984“. 1984 wurde zum Synonym für Überwachungsstaat, für den absolut totalitären Staat. Vieles, was 1948 bei George Orwell noch Fiktion war, ist heute bereits Wirklichkeit geworden, zum Beispiel bi-direktionale intelligente…
„Pippi Langstrumpf“ und „Heidi“ gelten als klassische Kinderbücher, im Gegenzug zu „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ aber auch für Mädchen geeignet. Astrid Lindgren schrieb „Pippi Langstrumpf“ für ihre Tochter, als die krank im Fieberbett lag. Pippi Langstrumpf nimmt Erwachsene gerne auf die Schippe und ist ein Muster für Anti-Autoritär und Anarchie. „Heidi“ ist eher bieder und lebt bei ihrem Großvater auf der Alm in der Schweiz im Einklang mit der Natur, gelegentlich kümmert sie sich um ihre behinderte Freundin Klara in Frankfurt.
Tatsächlich habe ich mal ein Ölgemälde gemalt, bereits vor Jahren, wie ich mir so den braven Soldaten Schwejk vorgestellt habe. Das Bild zeige ich jetzt absichtlich nicht in meinen blog hier, denn: Genau wie bei meinen Ölgemälden von Pippi Langstrumpf und Donald Duck habe ich Bedenken hinsichtlich Urheberrecht. Ich weiß gar nicht, ob ich das Motiv kommerziell verwenden darf.
Der brave Soldat Schwejk ist eine Romanfigur von Jaroslav Hasek (1883-1923), ein Schelmenroman. Schwejk selbst hat eine bauernschlaue Art, anarchistisch und subversiv, gegen Autoritäten vorzugehen. Daraus resultiert seine Popularität und Volkstümlichkeit.
Wieso glauben die Deutschen, sie könnten die Krise im Speckmantel eingehüllt zuhause aussitzen?