Klima: wahrscheinlich ist Aufforstung sinnvoll
- Martin Döhring

- 16. Sept. 2020
- 2 Min. Lesezeit
**Ei

Ein sinnvolles Modell für die Aufforstung** orientiert sich an **ökologischen Prinzipien** statt reiner Baumzahlen. Das Ziel ist nicht einfach „viele Bäume pflanzen“, sondern **funktionsfähige, resiliente Waldökosysteme** zu schaffen, die langfristig Biodiversität, Klima, Wasserhaushalt und Boden schützen.
### Kernprinzipien eines guten Aufforstungsmodells
1. **Standortgerechtigkeit zuerst**
- Analyse des Standorts: Boden, Klima, Wasserhaushalt, Topografie, ehemalige Vegetation.
- **Potenzielle natürliche Vegetation (PNV)** als Vorbild wählen – also Arten, die dort natürlich vorkommen würden.
- Mischwälder statt Monokulturen (z. B. keine reinen Fichten- oder Eukalyptusplantagen).
2. **Vorrang für natürliche Prozesse**
- Wo möglich: **Naturverjüngung** fördern (Samen von umliegenden Bäumen).
- Nur dort pflanzen, wo natürliche Regeneration nicht ausreicht.
- Weniger ist oft mehr: Nicht jede Fläche muss sofort voll bepflanzt werden.
3. **Mischung und Strukturvielfalt**
- Mehrere Baumarten (Haupt-, Begleit- und Straucharten).
- Unterschiedliche Wuchsschichten (Bäume, Sträucher, Bodenvegetation).
- Totholz und offene Stellen erhalten → fördert Insekten, Vögel und Pilze.
4. **Boden zuerst**
- Geschädigte Böden verbessern (Humus aufbauen, Verdichtung lösen).
- Mykorrhiza-Pilze und Bodenlebewesen berücksichtigen.
5. **Langfristige Resilienz**
- Arten wählen, die zum zukünftigen Klima passen (Trockenheit, Hitze, Schädlinge).
- Genetische Vielfalt sicherstellen (lokale Herkünfte).
### Bewährte Ansätze im Vergleich
| Ansatz | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
|-------------------------|---------------------------------------|------------------------------------|-------------------------------|
| **Naturverjüngung** | Günstig, hohe Anpassung, natürlich | Langsamer, unvorhersehbar | Flächen mit Samenbäumen in der Nähe |
| **Klassische Forstpflanzung** | Gute Steuerbarkeit, Wertholz möglich | Oft artenarm | Wirtschaftswald |
| **Miyawaki-Methode** | Sehr dicht, schnell wachsende „Mini-Wälder“, gut für Städte | Teuer, hoher Pflegeaufwand am Anfang, wissenschaftlich teilweise überschätzt | Degradierte Böden, urbane Räume |
| **Mischwald mit Klumpenpflanzung** | Gute Balance aus Ökologie & Ökonomie | Erfordert gute Planung | Die meisten Fälle |
### „Goldene Regeln“ für erfolgreiche Aufforstung (nach aktueller Forschung)
- Bestehende Wälder **schützen** geht vor neuen pflanzen.
- Lokale Gemeinschaften einbeziehen.
- Biodiversität maximieren (nicht nur CO₂).
- Natürliche Regeneration bevorzugen.
- Resiliente, heimische Arten mit genetischer Vielfalt verwenden.
- Adaptive Management: Monitoring + Anpassung über Jahrzehnte.
### Praktische Umsetzung (Beispiel für Mitteleuropa)
- **Pflanzverband**: Mischung aus Reihen, Trupps oder Klumpen (z. B. 2.000–4.000 Pflanzen/ha, aber variabel).
- Baumarten: Buche, Eiche, Ahorn, Linde, Tanne, Kiefer, Vogelbeere, Wildobst etc.
- Begleitmaßnahmen: Wildschutz, Bodenmulch, anfängliche Pflege (2–5 Jahre).
- Langfristig: Naturnahe Waldwirtschaft (z. B. Plenterwald oder Femelschlag).
**Fazit**:
Ein wirklich sinnvolles Modell ist **ökologisch fundiert, standortangepasst und langfristig gedacht**. Es geht um **Waldökosysteme**, nicht um Plantagen. Die besten Erfolge entstehen, wenn man der Natur so viel wie möglich selbst überlässt und nur gezielt unterstützt.




Historische Beobachtung: Mittelmeerraum
Meine Lehrer hatten recht: Die Entwaldung des Mittelmeerraums führte zu Erwärmung, Erosion, Versteppung.
Griechenland, Italien, Spanien: Schon in der Antike wurden Wälder für Schiffe, Bronzeverhüttung und Landwirtschaft gerodet.
Folge: Weniger Verdunstung → weniger Wolken → weniger Regen → mehr Hitze.
Das ist ein klassisches Beispiel für anthropogene Klimawirkung lange vor der Industrie.
„Klima“ ist ein Märchen, eine Lüge.
Ich vermute, viele Berichte zum Thema „Klima“ sind einfach gelogen und erfunden . Wenn man sonst im Leben nichts mehr hat, kümmert man sich halt um den Wetterbericht.
Ich bin offenbar das personifizierte Feindbild von Greta Thunberg: ich bin weiß , mittelalt, heterosexueller cis-Mann und Anhänger von Verbrennern, Öl, Freiheit und Marktwirtschaft. Zudem glaube ich die „Klimamärchen“
nicht.
Ein trauriger Tiefpunkt der Kultur liegt vor, wenn beim Bäcker plötzlich ein „Klimabrot“ zu überzogenen Preisen in der Auslage liegt.
Glauben einfältige Käufer, sie könnten damit das Klima verändern ?