Heuschrecke
- Martin Döhring

- 1. Apr. 2020
- 1 Min. Lesezeit
Afrikanische Wanderheuschrecke (Locusta migratoria)
Heuschreckenschwärme sind als biblische Plage bekannt. Von den 10 Plagen die Achte.
Heuschrecken sind in unseren Breitengraden eigentlich nicht mehr heimisch, auch wenn dies im 19.Jahrhundert noch so war. In Afrika sind Heuschrecken in mehreren Arten weit verbreitet. Diese führen zu Dürrekatastrophen. Auch in Asien und in Australien spielen Heuschrecken eine große Rolle.
Gefährlich ist die Schwarmbildung bei Heuschrecken.
Diese so genannte gregäre Phase wird durch das Hormon Serotonin ausgelöst.
Durch Berühung mit Artgenossen wird Serotonin ausgestauschen. Dies führt im Sinne einer Eskalation (Schneeballeffekt) zur Verstärkung.
Berührungsreize führen also bei Heuschrecken zur Schwarmbildung (Gregarisierungsphänomen).
Weibchen legen 5mal im Jahr Eier. Nach der letzten Häutung der Larven Geschlechtsreife in 16-!8 Tagen.
Weiterhin gibt es bei Heuschrecken Pheromone (Dufthormonstoffe) für: Eiablagestimulierung, Zusammenrottung, Reifung
Wanderheuschrecken sind gefährliche landwirtschaftliche Schädlinge.
Bei stark ansteigender Populationsdichte von Heuschrecken kommt es zu den gefürchteten Schwärmen, die Agrarflächen vernichten.
Ein Heuschschreckenschwarm kann aus 1 Milliarde Tieren bestehen. Diese wiegen etwa 1.500 Tonnen. Diese können ihr Eigengewicht pro Tag verzehren, was die grausamen Effekte auf die Landwirtschaft bis zur Verwüstung und Versteppung erklärt.







Heuschrecken sind als biblische Plage bekannt. Im Fernsehen werden Bilder gezeigt, wie Farmer in Afrika die Biester einfach erschlagen wollen. In dem Spielfilm „Omen“ wurde das Sujet auch schon mal genutzt, mit der „guten Heuschrecke“ Pazuzu, welche den Schwarm lahm legt.
Hintergrund ist das Phänomen „gregarisierung“. Gemeint ist, ein Heuschreckenschwarm wird rattig und aggressiv, weil die Flügelschläge einer Heuschrecke die anderen Heuschrecken vigilisieren (anregen), und dies als eine eskalierende Situation.
Deshalb gibt es einen Ansatz mit einem Pheromon, um dieses Phänomen zu stoppen.
Auch Stickstoff wird neuerdings als Methode gegen Heuschreckenschwärme empfohlen. Ein hohe Stickstoffgehalt im Boden schadet Heuschrecken, warum, ist bislang unklar.