Gesundheit und die Qualitätssicherung mit künstlicher Intelligenz in der Medizin
- Martin Döhring

- 5. Jan. 2019
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Jan.

Künstliche Intelligenz in der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen
Qualitätssicherung bezeichnet im Gesundheitswesen die systematische Überprüfung medizinischer Prozesse, bei denen grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass sie regelhaft korrekt ablaufen. Ziel ist es, Abweichungen, Fehlentscheidungen oder Missbrauch frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) wird diese Qualitätssicherung zunehmend automatisiert, standardisiert und objektiviert.
1. Grundprinzip der KI-gestützten Qualitätssicherung
Im medizinischen Kontext überprüft KI, ob
eine Diagnose sachlich begründet ist,
die gewählte Therapie (Medikamente, Operationen, sonstige Maßnahmen) zur Diagnose passt,
und ob die Diagnose plausibel aus den erhobenen Befunden abgeleitet wurde.
Dabei fungiert die KI nicht als behandelnder Akteur, sondern als kontrollierende Instanz – vergleichbar mit einem permanenten, datenbasierten Zweitgutachten.
2. Plausibilitätsprüfung medizinischer Entscheidungen
Ein zentrales Instrument ist der Plausibilitätscheck. Die KI vergleicht Diagnose und Therapie mit:
Anamnese,
klinischem Untersuchungsbefund,
Laborwerten,
bildgebender Diagnostik,
bekannten medizinischen Leitlinien.
Weichen diese Elemente erheblich voneinander ab, wird der Vorgang markiert, gestoppt oder zur Überprüfung eskaliert.
3. Schutz vor Fehlgutachten und Straftaten
KI-Systeme in der Qualitätssicherung tragen dazu bei, schwerwiegende Fehlentwicklungen zu verhindern, darunter:
falsche oder missbräuchliche Gutachten,
Körperverletzung durch medizinisch nicht indizierte Eingriffe,
Abrechnungsbetrug,
sowie extreme Fälle bis hin zu Tötungsdelikten durch Fehlbehandlung.
Die KI erkennt dabei systematische Unstimmigkeiten, die menschlichen Prüfern oft erst spät oder gar nicht auffallen.
4. Beispiele für Plausibilitätskonflikte
a) Psychiatrische Fehldiagnosen So sind soziale Belastungen wie Geldmangel, Liebeskummer oder banale Infekte (Husten, Schnupfen, Heiserkeit) nicht plausibel mit der Diagnose „Schizophrenie“ vereinbar. Ebenso wäre eine daraufhin angeordnete Hüftoperation medizinisch völlig unbegründet und würde durch ein KI-gestütztes System sofort beanstandet und gestoppt.
b) Pathologisierung legitimer Anliegen Der Wunsch nach konsequenter Strafverfolgung bei Kriminalität ist kein Anzeichen für Größenwahn oder eine bipolare Störung. Eine darauf basierende medikamentöse Behandlung – erst recht mit hochtoxischen Substanzen wie Chemotherapeutika – wäre evident fehlerhaft und würde von einem Expertensystem unterbunden.
5. Stand der Technik
Solche medizinischen Expertensysteme sind keine Zukunftsmusik. Sie existieren – in unterschiedlichen Ausprägungen – bereits seit über 20 Jahren. Neu ist jedoch:
die höhere Rechenleistung,
der Zugriff auf große, strukturierte Datensätze,
und die zunehmende Integration in klinische Routinen.
Fazit
Künstliche Intelligenz in der Qualitätssicherung ersetzt keine ärztliche Verantwortung,sie begrenzt aber Willkür, Irrtum und Machtmissbrauch.
Gerade in einem hochsensiblen Bereich wie dem Gesundheitswesen wirkt KI als rationales Korrektiv: Sie stellt sicher, dass Diagnosen, Befunde und Therapien in einem medizinisch-logischen Zusammenhang stehen – und schützt damit Patienten ebenso wie das System selbst.







Die Behandlung maligner Lymphome hängt von Typ, Stadium, Alter und Allgemeinzustand des Patienten ab. Hier eine übersichtliche Skizze der gängigen Ansätze:
1. Diagnostik und Stadieneinteilung
Biopsie: Histologische Bestimmung (z. B. Hodgkin-Lymphom vs. Non-Hodgkin-Lymphom).
Bildgebung: CT, PET-CT, MRT zur Beurteilung der Ausbreitung.
Knochenmarkpunktion: Nachweis einer Infiltration.
Stadieneinteilung: Ann-Arbor-Klassifikation (I–IV, mit/ohne B-Symptome).
2. Therapieansätze
a) Chemotherapie
Standard bei aggressiven Lymphomen (z. B. DLBCL).
Häufige Regime: CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison) ± Rituximab (R-CHOP).
Indolente Lymphome (z. B. Follikuläres Lymphom): Chemotherapie nur bei Symptomen oder Progress.
b) Immuntherapie
Monoklonale Antikörper: Rituximab (anti-CD20) für B-Zell-Lymphome.
CAR-T-Zell-Therapie: Bei refraktären oder rezidivierten B-Zell-Lymphomen (z. B. DLBCL).
Checkpoint-Inhibitoren: Z. B. Nivolumab bei Hodgkin-Lymphom.
c) Strahlentherapie
Einsatz bei lokalisierten Stadien (z. B. Stadium I/II Hodgkin-Lymphom).
Kombination mit Chemotherapie…
Gesundheit ist ein vielschichtiger Begriff, der sich auf den körperlichen, geistigen und sozialen Zustand eines Menschen oder einer Gruppe beziehen kann. Es gibt verschiedene Definitionen und Perspektiven, wie Gesundheit verstanden werden kann:
1. **Weltgesundheitsorganisation (WHO)**: Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen¹.
2. **Philosophische Perspektive**: Friedrich Nietzsche definierte Gesundheit als das Maß an Krankheit, das es einem noch erlaubt, seinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen¹.
3. **Soziologische Perspektive**: Talcott Parsons sah Gesundheit als eine funktionale Voraussetzung von Gesellschaft, die es Individuen ermöglicht, ihre sozialen Rollen und Aufgaben effektiv zu erfüllen¹.
Gesundheit kann also sowohl individuell als auch kollektiv betrachtet werden und umfasst mehr als nur das Fehlen von Krankheit.…
Gesundheit ist ein umfassendes Konzept, das sowohl körperliches als auch geistiges Wohlbefinden umfasst. Hier sind einige wichtige Aspekte:
### Körperliche Gesundheit
- **Ernährung**: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig Zucker und Salz ist entscheidend. Eine gesunde Ernährung kann das Risiko für viele Krankheiten senken².
- **Bewegung**: Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Muskelkraft und fördert das allgemeine Wohlbefinden³.
- **Schlaf**: Ausreichender und erholsamer Schlaf ist wichtig für die Regeneration des Körpers und die geistige Leistungsfähigkeit³.
### Geistige Gesundheit
- **Stressbewältigung**: Techniken wie Meditation, Yoga und Achtsamkeit können helfen, Stress abzubauen und die geistige Gesundheit zu fördern³.
- **Soziale Kontakte**: Ein starkes soziales Netzwerk kann emotionale Unterstützung bieten und das Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit…
Klinischer Fall Nr.9 : Urosepsis als Todesursache
Eine sehr fiese Weihnachtsgeschichte, wünsche ich keinem. „Meisterleistung“ hiesiger Klinik.
Bei der mehrfach erwähnten Patientin trat kurz vor Weihnachten eine Zustandsverschlechterung ein. Sie „fühlte sich nicht“. Probleme beim Wasserlassen. Pflegekraft misst plötzlich Fieber.
Da haben wir natürlich den Hausarzt gerufen, der dann tatsächlich auch bereit war, einen Hausbesuch zu machen.
Wir haben uns verständigt, die Patientin zwecks weiterer Abklärung in die Klinik einzuweisen. Ein schwerer Fehler...
Es war Coronazeit und die Verführung, bei Fieber Corona zu vermuten , war zu hoch. Patientin war natürlich bereits doppelt geimpft. Und geboostert.
Klinik nimmt Patientin auf die Akut Coronastation auf (Krankensaal). Und macht mehrfach täglich Coronatests. Plus Labordiagnostik. Sonst nichts. Auch nicht auf inständiges Bitten der…