Gelenkluxation internistisch behandelt...
- Martin Döhring

- 17. Juni 2020
- 1 Min. Lesezeit
Wer in einer Ambulanz mal Dienst geschoben hat, dem wird dieses mitunter dramatische Krankheitsbild auch mal begegnet sein: Oberarm Kugelgelenk durch falsche Bewegung aus der Pfanne gesprungen.
Klar, die erfahrenen Nothelfer wissen: Beherzt den richtigen Griff anwenden, ähnlich wie beim präkordialen Faustschlag, der auch funktioniert, und alles ist wieder gut.
Bei extremistischen Schmerzpatienten ist aber noch eine seltene Methode zulässig, die mir ein alter Medizinprofessor höchstpersönlich zeigte:
Patient wird bauchwärts auf eine Liege gelegt, obere Extremitäten sollen herunterhängen.
Patient bekommt mit Tropf Infusion aus Tranquilizer (Diazepam, Muskelrelaxans) und Schmerzmedikament.
Nach etwa 10 Minuten wird die betroffene obere Extremität mit Zug beschwert. In der Regel führt dies dazu, dass die Gelenkkugel von alleine wieder in die richtige Position findet. Spontanreposition.







Repositionsmanöver untere Extremität: Patient liegt auf dem Rücken und zieht betroffenes Bein an mit Unterstützung Hände an Oberschenkel, Helfer zieht Fuß dabei vom Körper weg