Ernährungsphyiologie - der Weg der Nahrung durch den Körper
- Martin Döhring

- 31. Mai 2019
- 2 Min. Lesezeit
Die gute Nachricht vorweg: Bereits vor 20 Jahren hat der EU-Lebensmittelchemiker festgestellt, dass an der typischen mitteleuropäischen Kost nichts auszusetzen ist. Grundsätzlich ist also okay, was wir essen, nur über die Menge lässt sich streiten. Weiterhin kann empfohlen werden, Fisch und Geflügel anstatt von Schweine- oder Rinderfleisch überzugewichten. Fisch enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Fette vom Fisch unterscheiden sich von tierischen Fetten.
Der erste Schritt der Nahrungsaufnahme ist die mechanische Zerkleinerung der Nahrung im Mund mit den Zähnen. Dazu wird das Essen eingespeichelt. Der Transport erfolgt dann über die Speisröhre in den Magen.
Im Magen liegt ein saures Sekret vor: Der Magensaft. Die Belegzellen des Magens sezernieren H+-Ionen. Diese Protonen sind Säure-Äquivalente.
Dieser saure (pH 2) Mageninhalt kommt dann in den Dünndarm.
Die Leberzellen produzieren Galle. Galle besteht zu 83% aus Wasser. 12% sind Gallensalze aus dem Cholesterinabbau. Weiterhin finden sich Abbaubestandteile des Blutes wie Bilirubin sowie Lecithin in der Galle. Galle wird in der Galleblase gespeichert und gelangt dann über den Duktus cysticus in den Dünndarm.
Die Leber ist das Zentrallabor des menschlichen Körpers.
Dünndarm . Der Speisebrei aus dem Magen befindet sich nun im Dünndarm. Dort kommen Gallensaft und Pankreasenzyme (Verdauungsstoffe aus der Bauchspeicheldrüse) hinzu. Der Gallensaft sorgt durch Emulsifikation der Fette für deren Verdaubarkeit.
Bei der Bauchspeicheldrüse wird ein endokriner von einem exokrinen Anteil unterschieden. Endokrin: Alpha-Zellen produzieren Glucagon, Beta-Zellen Insulin (Langerhanssche Inseln) . Diese wirken auf den Glukosespiegel in ihrer Wirkung antagonistisch. Exokrin ist das Sekret, welches in Dünndarm kommt.
Das Pankreassekret enthält zum einen Bikarbonat zur Neutralisierung der Salzsäure, die mit dem Speisebrei aus dem Magen kommt. Das ist notwendig, damit die Verdauungsenzyme des Pankreassekrets arbeiten können und die Darmschleimhaut nicht geschädigt wird. Diese Verdauungsenzyme (wie Amylasen, Lipasen, Proteasen, DNasen) spalten die Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße) in kleinere Moleküle, damit diese durch die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen werden können.
Der etwa 2mm große Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Ductus pancreaticus, Wirsung) mündet gemeinsam mit dem Hauptgallengang (Ductus choledochus) an der Papilla duodeni major in den Zwölffingerdarm (duodenum).
Dickdarm – wesentliche Funktion des Dickdarms und des Enddarms Rektum ist die Eindickung des Kots. Wasser wird dem Kot vor dem Ausscheiden entzogen.
Magen, Leber, Eierstöcke und Milz liegen intraperitoneal, d.h. innerhalb des Bauchfells.
Nieren , Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter liegen außerhalb des Bauchfells.
Mastdarm und Harnblase liegen infraperitoneal.
Die Nieren entwässern. Durch Trinken und Nahrungsaufnahme gelangt Wasser in den Körper. Die Nieren produzieren täglich 120l Primärharn. Zum Schluss werden 1-2l Urin pro Tag ausgeschieden.
Im Urin ist Harnstoff. Der Stickstoff aus dem Fleischabbau ist darin gebunden. Der Stickstoff des Fleisches kommt u.a. aus den Nukleinsäuren des Zellkerns tierischer Zellen. Kot ist braun durch Abbauprodukte des Blutes.

Die Mindesterhalt (minimale Aufnahme pro Tag) sind 1200kcal Kohlenhydrate pro Tag in Ruhe (ohne Arbeit oder nennenswerte körperliche Betätigung).
Bekannte Nahrungsbestandteile sind Fett, Kohlenhydrate (Zucker, Stärke), Protein (Zellen, Fleisch, Eiweiß), dazu Vitamine und ähnliches.
Vitamine der Reihe EDKA können nur mit Fett resorbiert werden. D.h. Skepsis bei Projekten wie gentechnisch veränderter Reis mit Vitamin-A- Anreicherung.
Weiterhin Skepsis über Bioverfügbarkeit bei Coenzym Q10 Produkten. Q10 wirkt in den Mitochondrien, eine Zellorganelle (Batterie) innerhalb der menschliche Zelle. Wie soll oral aufgenommenes Q10 dort unbeschadet hingelangen?
Martin Döhring







Vegane Ernährung ist eigentlich unvernünftig. Lebewesen mit Gallenblase sind auch Gemischtköstler oder Fleischfresser wie Mensch, Hund, Schwein, usw…
Wir sind also keine Wiederkäuer und müssen uns nicht von Körnern oder rein pflanzlich ernähren.
An der mitteleuropäischen Kost ist eigentlich nichts auszusetzen, stellte der EU-Lebensmittelchemiker bereits fest. Lediglich die Menge kann oder sollte öfter mal überdacht werden.
#Wiederkäuer
Der Verdauungsvorgang bei Wiederkäuern:
Äser (Nahrungsaufnahme, Zerkleinerung)
Pansen (Vorratskammer, bakterielle Vorverdauung)
Netzmagen (trennt zerkleinerte Nahrung)
Blättermagen (entzieht Wasser)
Labmagen (Aufschlüsselung der Nahrung)
Därme (Nahrungsaufnahme)
Waidloch (Ausscheidung von nicht verwertbaren Stoffen)
Der Pansen ist der größte der drei Vormägen. Er ist eine große Gärkammer, welcher dem eigentlichen Drüsenmagen vorgeschaltet ist.
Im Pansen erfolgt der Aufschluss der Zellulose (Faser von Pflanzen) durch Mikroorganismen.
Pansen heißt lateinisch anatomisch Rumen, deshalb die Gattung Ruminantia.
Der Netzmagen trennt feste und bereits fermentierte Futterstoffe. Erstere kommen wieder in den Pansen zurück , die anderen weiter in den Blättermagen.
Er ermöglich das Wiederkauen durch Peristaltik zurück in die Mundhöhle.
Netzmagen hat bei Rindern Größe von einem Medizinball.
Psalterkontraktionen pressen Wasser aus.
Der vierte Magen ist der…