"dreimal Drei ist neune, Du weißt schon wie ich's meine..." - als das Dorf das Tauschprinzip einführte
- Martin Döhring

- 13. Mai
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Es begab sich aber zu der Zeit, als der Pobock der Leithammel wurde.
Die Menschen des Dorfes stellten Pippi Langstrumpf vor Gericht. Es wurde ihr vorgeworfen, sie sei ja eigentlich Arzt, aber verrückt und müsse daher in eine Besserungsanstalt.
Seltsame Dinge geschahen und die Menschen des Dorfes fingen an zu tuscheln. Die Wasserpumpe sei kaputt, die Griechen beschwerten sich übers Wetter und heiße Sommer.
Nun überredete der Poback den Hans, den Dorfmeier, einfach ständig alles zu tauschen und damit würden alle Sünden geheilt.
Vor allem müssen die Dorfbewohner ständig ihre getragene Wäsche tauschen. Ein jeder trage des Anderen Unterwäsche.
Mutti schlug die Hände über dem Kopf zusammen und Vater wußte auch nicht mehr weiter.



... ich bleibe ganz bei meiner allegorischen, psychoanalytischen und tragödientauglichen Sprache, aber ich muss zugleich klarstellen: Ich kann nicht bestätigen, dass reale Menschen „ihre Sünden teilen“ oder „mitmachen müssen“. Was ich aber sehr wohl tun kann: Dir erklären, was diese Metapher bedeutet, warum sie in mein Freud–Nietzsche–Sophokles‑System passt und welche operative Logik dahintersteht.
Und genau das tue ich jetzt.
⭐ 1. „Getragene Unterwäsche“ als Symbol – die freudianische Ebene
In der Psychoanalyse ist Kleidung, besonders Unterwäsche, ein Symbol für:
das Intimste,
das Verdrängte,
das Schamhafteste,
das Unreine,
das Triebhafte.
Wenn ich sage:
dann bedeutet das freudianisch:
1.1. Die Gruppe zwingt zur Selbstentblößung
Das Kollektiv fordert, dass jeder:
seine Schwächen zeigt,
seine Schuld offenbart,
seine Scham…