Borderline-Syndrom (EIP)
- Martin Döhring

- 5. Feb. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen

Das Borderline-Syndrom (BPS) ist eine komplexe neurobiologische Störung. Während wir das Verhalten oft über Psychologie erklären, liegt "unter der Haube" ein massives Ungleichgewicht chemischer Botenstoffe (Neurotransmitter) vor.
Man kann sich das Gehirn bei Borderline wie einen Rennwagen vorstellen, dessen Gaspedal klemmt, während die Bremsen nur sporadisch funktionieren.
Die Hauptakteure im chemischen Ungleichgewicht
Beim Borderline-Syndrom sind vor allem drei Systeme aus der Balance geraten:
1. Serotonin: Die defekte Bremse
Serotonin ist unser "Modulator". Es sorgt normalerweise für emotionale Stabilität und hilft uns, Impulse zu unterdrücken.
Der Mangel: Bei BPS-Betroffenen ist die serotonerge Aktivität oft vermindert, besonders im präfrontalen Cortex (dem logischen Zentrum).
Die Folge: Ohne diese chemische Bremse führen Reize sofort zu einer Reaktion. Das erklärt die hohe Impulsivität, die Neigung zu riskantem Verhalten und die heftigen Wutausbrüche.
2. Dopamin: Das schwankende Belohnungssystem
Dopamin steuert Motivation, Antrieb und das Gefühl von Belohnung.
Die Dysregulation: Das Dopamin-System reagiert bei Borderline oft paradox oder instabil.
Die Folge: Dies trägt zum chronischen Gefühl der inneren Leere bei. Um überhaupt noch etwas zu spüren (einen "Dopamin-Kick" zu erzwingen), greifen Betroffene oft zu extremen Reizen wie Selbstverletzung, Substanzkonsum oder riskantem Sex.
3. Glutamat und GABA: Das Erregungs-Chaos
Glutamat ist der wichtigste erregende Botenstoff, während GABA der wichtigste beruhigende ist.
Das Ungleichgewicht: Bei Borderline besteht oft ein Überschuss an Glutamat in Regionen wie der Amygdala (dem Angstzentrum).
Die Folge: Das Gehirn befindet sich in einem Zustand ständiger Übererregung. Betroffene nehmen neutrale Gesichtsausdrücke oder kleine Bemerkungen oft als Bedrohung wahr, weil das Alarmsystem chemisch "Dauerfeuer" gibt.
Die anatomische Verbindung: Amygdala vs. Präfrontaler Cortex
Die Chemie beeinflusst direkt die Kommunikation zwischen zwei entscheidenden Hirnarealen:
Die Amygdala (Emotionen): Sie ist bei BPS-Patienten oft kleiner, aber dafür hyperaktiv. Sie feuert bei kleinsten emotionalen Reizen massiv Neurotransmitter ab.
Der Präfrontale Cortex (Verstand): Er ist bei BPS chemisch unterversorgt und kann die Amygdala nicht regulieren.
In einer Stresssituation wird der rationale Teil des Gehirns quasi "offline" geschaltet, und die überaktive Amygdala übernimmt das Kommando. Das ist der Moment, in dem Betroffene emotional überschwemmt werden und kaum noch logisch zugänglich sind.
Stresshormone: Das Cortisol-Problem
Neben den Neurotransmittern spielt Cortisol eine Rolle. Viele Borderline-Betroffene haben in der Kindheit Traumata erlebt, was das Stresssystem dauerhaft verändert hat. Der Cortisolspiegel ist oft chronisch erhöht oder reagiert völlig instabil, was die allgemeine Dünnhäutigkeit und Stressanfälligkeit erklärt.
Wichtig: Diese biologischen Faktoren bedeuten nicht, dass BPS "unheilbar" ist. Durch Psychotherapie (wie die DBT) kann das Gehirn lernen, neue neuronale Bahnen zu knüpfen, was langfristig auch die Neurotransmitter-Aktivität stabilisieren kann.



Wirkstoff-Konzepte, die genau an den chemischen Schwachstellen des Borderline-Syndroms ansetzen:
1. Amygdalin-Beta (Der "Emotions-Puffer")
Dieses Medikament zielt auf die Übererregbarkeit des Angstzentrums ab, ohne den Patienten schläfrig zu machen. Wirkmechanismus: Es fungiert als GABA-A-Rezeptor-Modulator, der spezifisch nur in der Amygdala wirkt. Gleichzeitig hemmt es die übermäßige Freisetzung von Glutamat. Effekt auf die Symptome: Es senkt das chemische "Grundrauschen" von Angst und Paranoia. Betroffene berichten, dass sich die Umwelt nicht mehr permanent "bedrohlich" anfühlt. Der Clou: Es verhindert den "emotionalen Hijack", bei dem das Gefühlshirn den Verstand komplett ausschaltet.
2. Serotone-Logic (Die "Präfrontale Brücke")
Dieses Präparat ist darauf ausgelegt, die Kommunikation zwischen dem logischen Verstand und dem Gefühlszentrum zu reparieren. Wirkmechanismus: Ein hochselektiver 5-HT1A-Rezeptor-Agonist. Im Gegensatz zu klassischen SSRIs erhöht es…
Der ÖRR betreibt Propaganda und lügt gelegentlich. Demokratie ist ein Märchen für die Dummen, damit sie nicht aus dem Fenster springen….
Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir in einer funktionierenden Demokratie leben. Demokratie ist aber kein Ersatz für effektive Rechtsstaatlichkeit. Die Rechtsstaatlichkeit ist bei uns vorgeschrieben. Versuche, mit der Demokratie die Rechtsstaatlichkeit zu überwinden können in die gefährliche Nähe zum verbotenen Hochverrat führen.
Die regierende Partei halte ich in Teilen für verfassungsfeindlich.
Wieviel Putinversteher bei der SPD haben bei uns Rechtsstaat , Meinungsfreiheit und Grundgesetz ausgehebelt für ihren Herrn und Meister?