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In memoriam Dr Ottmar Kohler: Der Arzt von Stalingrad

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 28. Nov. 2019
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Sept. 2025

Hier ist die Geschichte von Dr. Ottmar Kohler, dem sogenannten „Arzt von Stalingrad“, mit Fakten, Kontext und Einordnung:

Frühes Leben und Werdegang

  • Ottmar Kohler wurde am 19. Juni 1908 in Gummersbach geboren. (Wikipedia)

  • Seine Familie hatte Wurzeln in Ostpreußen; sein Vater war Arzt. Kurz vor Kohlers Geburt starb sein Vater, und seine Mutter zog mit den Kindern nach Gummersbach zurück. (Wikipedia)

  • Kohler studierte Medizin in Köln, Wien und Rostock. Er schloss sein Studium im Wintersemester 1932/33 ab – als einer der besten seines Jahrgangs. (Wikipedia)

  • 1933 trat er der NSDAP bei. (Wikipedia)

Kriegsdienst und Stalingrad

  • Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Kohler als Arzt eingezogen und diente unter anderem bei der motorisierten 60. Infanterie-Division. (Wikipedia)

  • Im Herbst 1942 erreichte diese Division die Schlacht um Stalingrad. Kohler war als Stabsarzt dort tätig. (Wikipedia)

  • Er hatte einmal kurz Fronturlaub wegen eines Motorradunfalls, kehrte aber noch während der Umzingelung (Kesselschlacht) zurück – ohne formelle Verlängerung des Urlaubs. (Wikipedia)

  • Am 2. Februar 1943 kapitulierte die 6. Armee – damit begann Kohlers Gefangenschaft bei den Sowjets. (Wikipedia)

Gefangenschaft und medizinische Arbeit unter widrigen Umständen

  • Kohler verbrachte fast elf Jahre in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. (Wikipedia)

  • Er war in insgesamt 13 Lagern interniert, beginnend in Dubowka, nördlich von Stalingrad. (Wikipedia)

  • In den Lagern war Kohler weiter als Arzt tätig – sowohl für Deutsche als auch, soweit er konnte, für Russen und Zivilpersonen. (Wikipedia)

  • Die Herausforderungen waren extrem: fehlende oder mangelhafte medizinische Ausstattung, improvisierte Instrumente (z. B. Eisensägen, Bohrer aus der Lagerschreinerei, Fahrradspeichen, Nadeln). (Wikipedia)

  • Er unternahm Operationen unter schwierigsten Bedingungen: zum Beispiel Schädeloperationen oder Amputationen trotz Mangel an Sterilität und Hilfsmitteln. (Wikipedia)

  • Er behandelt Krankheiten wie Ruhr, Geschwüre, Erfrierungen, Brandschäden, und stützte sich auch auf Naturheilkunde oder überlieferte Heilmethoden, wenn konventionelle Arzneimittel fehlten. (Wikipedia)

Rückkehr und Nachkriegsleben

  • Am 1. Januar 1954 kehrte Kohler heim nach Deutschland mit einem der letzten Gefangenen-Transporte. (Wikipedia)

  • Er wurde u. a. von Bundeskanzler Konrad Adenauer am Kölner Bahnhof empfangen – sein Ruf als „Arzt von Stalingrad“ war ihm vorausgeeilt. (WDR)

  • Nach seiner Rückkehr arbeitete Kohler als Oberarzt an der 2. Chirurgischen Universitätsklinik in Köln, und von 1957 bis 1973 war er ärztlicher Direktor am städtischen Krankenhaus in Idar-Oberstein. (Wikipedia)

  • Er beteuerte mehrfach, dass er nie ein Held sein wollte. Der öffentliche Ruhm kam ihm als Last vor – das Bild, das andere von ihm malten, entsprach nicht immer seinem persönlichen Empfinden. (Wikipedia)

Rezeption, Literatur & Film

  • Seine Erlebnisse wurden zur Vorlage für den Roman Der Arzt von Stalingrad von Heinz G. Konsalik, 1956 veröffentlicht. Die Romanfigur „Dr. Fritz Böhler“ ist lose an Kohler angelehnt. (Wikipedia)

  • Der Roman wurde sehr populär: etwa vier Millionen Exemplare verkauft. (WDR)

  • 1958 wurde er als Film adaptiert unter dem gleichen Titel. O. E. Hasse spielte die Hauptrolle. (filmundgeschichte.com)

Kontroversen und Einordnung

  • Obwohl viele seiner Handlungen dokumentiert sind, wird in historischen Analysen betont, dass das Bild, das von ihm gezeichnet wurde – besonders in Roman und Film – stark idealisiert ist. Es bedient viele Vorstellungen der 1950er Jahre vom „guten, moralischen Deutschen“ als Kontrast zur NS-Verbrechenvergangenheit. (Literaturkritik)

  • Kohler fühlte sich oft unwohl mit der Rolle, die ihm medial zugeschrieben wurde. Für ihn war sein Handeln weniger Heldentum als Pflicht unter extremen Umständen. (Wikipedia)

Tod und Vermächtnis

  • Ottmar Kohler starb am 27. Juli 1979 in Idar-Oberstein. Er wurde in Gummersbach beigesetzt. (Wikipedia)

  • Sein Nachlass (274 oder 278 Mappen) mit Unterlagen vom Krieg, Stalingrad und seiner Gefangenschaft wird im Landeshauptarchiv Koblenz aufbewahrt. (Wikipedia)

  • Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, z. B. das Große Bundesverdienstkreuz und die Paracelsus-Medaille, in Anerkennung seiner Dienste. (Wikipedia)

 
 
 

11 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
08. Juni 2025


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Martin Döhring
Martin Döhring
25. Jan. 2025

Zum Schluss kann ich folgendes sagen : es gibt ein Recht, welches oberhalb der Gesetze angeordnet ist. Nicht jeder deutsche Arzt wird sich an Gesetze halten, wenn es darum geht, Deutschland oder Deutsche zu kurieren.

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Martin Döhring
Martin Döhring
10. Aug. 2024

Die Irrenanstalt des Dr Falkenstein



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Martin Döhring
Martin Döhring
10. Aug. 2024

Natürlich, hier ist eine fiktive Geschichte über einen der schwierigsten Fälle von Dr. Falkenstein:


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**Der Fall von Anna Müller**


Anna Müller war eine junge Frau, die in ihrer Kindheit schwere Traumata erlebt hatte. Sie war in einem instabilen Umfeld aufgewachsen, geprägt von Vernachlässigung und Missbrauch. Als sie schließlich in die Anstalt von Dr. Falkenstein kam, war sie in einem tiefen Zustand der Verzweiflung und Isolation gefangen. Sie sprach kaum und zeigte wenig Interesse an ihrer Umgebung.


Dr. Falkenstein erkannte sofort, dass Annas Fall besonders herausfordernd sein würde. Er wusste, dass es nicht ausreichen würde, nur die Symptome zu behandeln; er musste einen Weg finden, um zu ihrem inneren Kern vorzudringen und ihr zu helfen, ihre tief verwurzelten Ängste und…



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Martin Döhring
Martin Döhring
10. Aug. 2024

Biografie von Dr. Falkenstein, dem Psychiater


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**Dr. Heinrich Falkenstein**


**Frühes Leben und Ausbildung:**

Dr. Heinrich Falkenstein wurde am 15. März 1970 in einer kleinen Stadt in Deutschland geboren. Schon früh zeigte er ein großes Interesse an der menschlichen Psyche und den komplexen Mechanismen des Geistes. Nach dem Abitur entschied er sich, Medizin zu studieren, mit dem Ziel, Psychiater zu werden. Er absolvierte sein Studium an der renommierten Universität Heidelberg und spezialisierte sich auf Psychiatrie und Psychotherapie.


**Karrierebeginn:**

Nach seinem Studium arbeitete Dr. Falkenstein in verschiedenen psychiatrischen Kliniken und sammelte wertvolle Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen. Seine unkonventionellen Methoden und sein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse seiner Patienten machten ihn schnell zu einem gefragten Spezialisten.


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