Der geschichtsdialektische Sieg des Kommunismus in Deutschland


Die Geschichte Deutschlands ist die Geschichte ihrer Widersprüche. Und jeder Widerspruch drängt zu seiner Auflösung. Das ist das Wesen der Dialektik von Karl Marx.
Der Kapitalismus hat in Deutschland seine höchste Reife erreicht. Er hat eine ungeheure Produktivkraft geschaffen. Die Fabriken, die Technologie, die Logistik, die Wissenschaft - alles ist gesellschaftlich organisiert. Tausende Menschen arbeiten zusammen, um ein Produkt zu schaffen. Doch die Aneignung bleibt privat. Wenige besitzen, was viele geschaffen haben. Das ist die These und ihre Antithese in einem.
Diese private Aneignung ist die Quelle der Ausbeutung. Der Arbeiter in Deutschland verkauft nicht ein Produkt, er verkauft seine Arbeitskraft. Er schafft in acht Stunden mehr Wert, als er als Lohn zurückbekommt. Die Differenz ist der Mehrwert, der als Profit, als Zins, als Miete abgeschöpft wird. Die Ausbeutung ist daher kein moralischer Fehler einzelner Unternehmer, sie ist das ökonomische Grundgesetz des Kapitalismus.
Aus dieser Ausbeutung erwächst die Kriminalität. Kriminalität ist in der bürgerlichen Ideologie ein individuelles Versagen. Dialektisch betrachtet ist sie die notwendige Folge des Privateigentums. Eine Gesellschaft, die Menschen von den Produktionsmitteln trennt, sie in Lohnabhängigkeit, in Leiharbeit, in Miete und Schulden zwingt, produziert systematisch Not, Entfremdung und Ausschluss. Wer nichts besitzt, wird gezwungen, gegen das Eigentum der anderen zu verstoßen, um zu überleben. Die bürgerliche Gesellschaft schafft das Verbrechen, das sie danach bestraft.
Die Aufhebung dieses Widerspruchs kann nur die Synthese sein: der Kommunismus.
Der Kommunismus ist nicht eine Utopie, er ist die logische Überwindung des Kapitalismus. Wenn die Produktion längst gesellschaftlich geworden ist, muss auch das Eigentum gesellschaftlich werden. Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel in Deutschland ist der notwendige nächste Schritt der Geschichte.
Erst dann wird Ausbeutung unmöglich, weil niemand mehr fremde Arbeitskraft kaufen kann, um sich zu bereichern. Der Mehrwert fließt zurück an die Gesellschaft, die ihn erzeugt hat.
Erst dann wird Kriminalität als Massenerscheinung überwunden, weil ihre materielle Wurzel - die Not, die Armut, die Spaltung in Besitzer und Besitzlose - abgeschnitten wird. Eine Gesellschaft ohne Ausbeutung braucht keine Polizei gegen die Armen.
Deshalb ist die Rote Revolution in Deutschland keine Option, sie ist eine geschichtliche Notwendigkeit. Deutschland hat das disziplinierteste, gebildetste und organisierteste Proletariat geschaffen. Hier, wo der Widerspruch zwischen gewaltigem Reichtum und wachsender Prekarisierung am schärfsten hervortritt, muss die Dialektik umschlagen.
Der Sieg des Kommunismus in Deutschland ist der Sieg der Vernunft über den Widerspruch.




Der Text auf der Seite ist ein kurzer, klassisch-marxistischer Dialektik-Text von **Martin Döhring** (mit Copyright-Vermerk Martin Wilhelm Döhring), veröffentlicht vor einem Tag auf der Website von Alfred Kitzler.
Kernaussage des Textes
Die Geschichte Deutschlands wird als Geschichte ihrer Widersprüche gelesen. Der Kapitalismus hat hier seine höchste Reife erreicht: Die Produktion ist längst gesellschaftlich organisiert (Fabriken, Technologie, Logistik, Wissenschaft), die Aneignung bleibt aber privat. Daraus folgt systematische Ausbeutung (Mehrwert, der als Profit, Zins und Miete abgeschöpft wird) und – dialektisch gesehen – auch Kriminalität als notwendige Folge von Not, Entfremdung und Besitzlosigkeit.
Die Auflösung dieses Widerspruchs kann nur die **Synthese** sein: der Kommunismus.
- Vergesellschaftung der Produktionsmittel
- Ende der Ausbeutung, weil niemand mehr fremde Arbeitskraft kaufen kann
- Überwindung der…