Behandlungsmöglichkeiten bei Eierstockkrebs
- Martin Döhring

- 22. Okt. 2019
- 1 Min. Lesezeit
Bekannt ist eine konventionelle Chemotherapie, kombiniert mit Operation (Entfernung der Eierstöcke).
Die Kombination aus einem PARP-Hemmer und einem Checkpoint-Inhibitor könnte eine neue Option für Frauen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom bieten.
PARP Inhibitoren sind Hemmstoffe des Enzyms Poly-ADP-Ribose-Polymerase und verhindern, dass Krebszellen einen durch Zytostatika induzierten DNA-Schaden reparieren. Die Enzymhemmung und eine vermehrte Bildung von PARP-DANN-Komplexen führen letztlich zu Zelltod oder Apoptose.
Für Patientinnen mit einem Platin-sensitiven Rezidiv mit BRCA-Mutation steht mit Olaparib ein solches Medikament zur Verfügung.
7500 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an einem Ovarialkarzinom. Leider entwickeln 70% nach 3 Jahren ein Rezidiv. Bislang überleben nur 42% der Patientinnen 5 Jahre.
Es laufen Studien mit PARP-Hemmern kombiniert mit Immuntherapeutika wie Durvalumab oder Pembrolizumab (gentechnisch erzeugte Antikörperpräparate). Bislang ist die Erfolgsquote 26 von 32 Patientinnen.
Es scheint also so, als würden der PARP-Hemmer und der Checkpoint-Inhibitor (monoklonaler humoraler Antikörper) synergistisch wirken.







Es gibt auch mehr als einen Antikörper in der Behandlung des Brustkrebs (Mammakarzinom).
Wenn im Brustkrebsgewebe das HER2-Protein nachgewiesen werden kann, ist das Risiko für einen besonders aggressiven Verlauf der Krankheit hoch. Tumorzellen mit diesem Kennzeichen sprechen gegenüber konventionellen Chemo- und Hormontherapien schlecht an. Etwa 25 bis 30% aller Frauen mit Mammakarzinom sind davon betroffen. Für sie wurde der neue monoklonale Antikörper Trastuzumab (Herceptin) entwickelt, der seit September 1998 in den USA und jetzt auch bei uns auf dem Markt ist.
Aktuell werden große Hoffnungen in den AK Trastuzumab gesetzt. Dieser soll eine effektive HER2 Blockade bewirken. HER2 ist eine Oberflächenstruktur von Brustkrebszellen, die über exprimiert wird. D.h. sinnloserweise produziert dieser Krebs dieser Oberflächenstrukturen. Der Antikörper setzt daran an. Weiterhin…