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Behandlung eines Herzinfarkts

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 9. Sept. 2019
  • 1 Min. Lesezeit

Ein Herzinfarkt entsteht durch eine lokale Minderdurchblutung des Herzmuskels, in der Regel verursacht durch Engstellen in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien). Akut Behandlung mit der intravenösen Gabe von Nitroglycerin, Acetylsalicylsäure (1g), Morphin und Heparin (10.000IE). Früher wurden Herzinfarktpatienten mitunter relativ frisch in die Herzchirurgie verbracht, wo sie eine Bypass-Operation erhielten (Umnähen von Koronararterien um die Blutversorgung zu garantieren). Man kann aber auch einen Herzinfarkt streng konservativ behandeln durch „Aushungern“ oder durch Gabe von Lyse-Medikamenten (Antikörper oder andere Medikamente, welche die Blutgerinnung herabsetzten oder sogar Blutkoagel auflösen). Seit etwa 30 Jahren werden Patienten mit Verdacht auf Myokardinfarkt möglichst schnell einer Herzkatheter-Intervention unterzogen. Dabei wird ein schmaler Schlauch in die Herzkranzgefäße vorgeschoben und dann ein Röntgenkontrastmittel gespritzt. Damit ist in der Regel eine Diagnose bezüglich Engstellen (Stenosen) und Infarktstellen im Herzmuskel möglich. Sehr häufig wird dabei interventionell mit einer Ballondilatation eine Aufdehnung von Engstellen betrieben, diese Engstellen können mit kleinen Gefäßbrücken (Stents) dauerhaft aufgehalten werden. Greifen diese Maßnahmen schnell genug, kann ein Herzinfarkt ohne Substanzverlust ausheilen.

 
 
 

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