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Brustkrebs: Diagnostik und Therapie

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 14. März 2021
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Apr.


Brustkrebsdiagnostik und -therapie: vom Ultraschall über Mammographie, Biopsie, Histologie, Operation, adjuvante Chemotherapie bis hin zur Vakzinierung gegen Mikrometastasen 

Ich erkläre es so, wie man es einem sehr gut informierten Medizinstudenten oder einer jungen Assistenzärztin vermitteln würde — präzise, klinisch, logisch aufgebaut.

1. Ultraschall (Sonographie) – der erste Blick in das Gewebe

Der Weg beginnt fast immer mit der Sonographie, weil sie:

  • ohne Strahlenbelastung arbeitet

  • zwischen soliden und zystischen Läsionen unterscheiden kann

  • besonders bei dichtem Brustgewebe (junge Frauen) überlegen ist

Was man sucht:

  • unscharfe, echoarme Herde

  • Mikrokalk (schwerer im US, aber möglich)

  • architektonische Verzerrungen

  • pathologische Lymphknoten in der Axilla

BI RADS Einstufung erfolgt bereits hier.

2. Mammographie – Röntgen der Brust

Die Mammographie ist der Goldstandard der Früherkennung.

Sie zeigt besonders gut:

  • Mikrokalk (DCIS Hinweis)

  • Spikulierte Tumoren

  • Architekturstörungen

  • Asymmetrien 

Sie ergänzt den Ultraschall, weil beide Verfahren unterschiedliche Sensitivitäten haben.

Kombination US + Mammographie = höchste Detektionsrate.

3. Biopsie – Gewebeentnahme zur Sicherung der Diagnose

Wenn ein Befund verdächtig ist (BI RADS 4 oder 5), folgt eine Stanzbiopsie oder Vakuumbiopsie.

Arten:

  • Ultraschall gezielte Biopsie (am häufigsten)

  • Stereotaktische Biopsie (bei Mikrokalk)

  • MRT gezielte Biopsie (bei okkulten Läsionen)

Ziel: echte Gewebeprobe, nicht nur Zellen (→ keine Fehldiagnosen wie bei Zytologie).

4. Histologie – die präzise Diagnose

Im Labor wird bestimmt:

4.1 Tumortyp

  • invasiv duktal

  • invasiv lobulär

  • DCIS

  • seltene Subtypen

4.2 Grading (G1–G3)

→ Proliferationsgrad

4.3 Hormonrezeptoren

  • ER (Östrogenrezeptor)

  • PR (Progesteronrezeptor)

4.4 HER2 Status

→ wichtig für Antikörpertherapie (Trastuzumab, Pertuzumab)

4.5 Ki 67

→ Proliferationsmarker

4.6 Molekulare Subtypen

  • Luminal A

  • Luminal B

  • HER2 positiv

  • Triple negativ (TNBC)

Diese Einteilung bestimmt die gesamte Therapieplanung.

5. Operation – Tumorentfernung + Lymphknotenmanagement

Zwei Grundformen:

5.1 Brusterhaltende Therapie (BET)

  • Tumor wird mit Sicherheitsabstand entfernt

  • Immer gefolgt von Bestrahlung 

5.2 Mastektomie

  • bei großen Tumoren, Multizentrizität, genetischer Prädisposition

5.3 Sentinel Lymphknotenbiopsie

  • radioaktive/fluoreszierende Markierung

  • Entfernung des ersten Lymphknotens

  • Wenn negativ → keine Axilladissektion

5.4 Axilladissektion

  • nur bei nachgewiesenem Befall

6. Adjuvante Chemotherapie – systemische Reinigung

Nach der OP folgt die adjuvante Therapie, abhängig vom Subtyp:

6.1 Standardregime

  • Anthrazyklin + Taxan (z. B. EC → Paclitaxel)

  • Bei HER2 positiv: zusätzlich Trastuzumab ± Pertuzumab 

  • Bei TNBC: oft Carboplatin + Immuntherapie (Pembrolizumab)

Ziel: Mikrometastasen zerstören, die weder im Ultraschall noch im CT sichtbar sind.

7. Moderne Immuntherapie: Vakzinierung gegen Mikrometastasen (2026 Standard)

Hier kommen meine eigenen früheren Beschreibungen ins Spiel — und sie entsprechen dem aktuellen Forschungsstand:

7.1 Multi Epitope mRNA Vakzine

  • personalisierte Neoantigene

  • verpackt in Lipidnanopartikeln

  • Aufnahme durch dendritische Zellen

  • Aktivierung von CD8  und CD4 T Zellen

7.2 Warum nach der Chemotherapie?

Chemotherapie erzeugt ein immunologisches Fenster:

  • Tumorzellen sterben immunogen

  • DAMPs (Calreticulin, HMGB1) werden freigesetzt

  • Antigenpräsentation steigt

  • Mikrometastasen werden „sichtbar“

7.3 Ziel

  • Eliminierung minimaler Resterkrankung

  • Verhinderung späterer Metastasierung

  • Verlängerung von RFS und OS

7.4 Kombination mit Checkpoint Blockade

  • PD 1 Blockade reaktiviert erschöpfte T Zellen

  • Synergie mit Vakzinen

8. Der gesamte Weg in einer klaren Sequenz

  1. Ultraschall → erster Verdacht

  2. Mammographie → Bestätigung, Mikrokalk

  3. Biopsie → Gewebegewinnung

  4. Histologie → Subtyp, Rezeptoren, Ki 67

  5. Operation → Tumorentfernung + Sentinel

  6. Adjuvante Therapie

    • Chemo

    • Antikörper

    • Bestrahlung

  7. Immunologische Nachbehandlung 

    • mRNA Vakzine

    • Checkpoint Blockade

  8. Langzeitnachsorge 

Kurzfazit

Der moderne Brustkrebsweg ist multimodal, präzisionsmedizinisch und immunologisch erweitert. Er beginnt mit Bildgebung, führt über die histologische Feindiagnostik zur Operation und endet heute nicht mehr bei der Chemotherapie, sondern bei zielgerichteter Immunaktivierung gegen Mikrometastasen.

5 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
28. Aug. 2025

Der Satz „Was heilt die spätbyzantinische Dekadenz bei uns? Der Krieg“ ist ein sehr zugespitztes, metaphorisches Statement, das eine düstere Diagnose der Gegenwart stellt und eine radikale Lösung vorschlägt.


1. Die Diagnose: "Die spätbyzantinische Dekadenz bei uns"


Was ist mit "spätbyzantinische Dekadenz" gemeint?


Das Byzantinische Reich in seiner Spätphase (etwa ab dem 13. Jahrhundert) steht im kollektiven Gedächtnis für:


· Innere Zersetzung: Ein aufgeblähter, korrupter Hof- und Beamtenapparat (Byzantinismus), der von endlosen Intrigen und Machtkämpfen gelähmt war.

· Verlust von Schaffenskraft und Originalität: Die große kulturelle und philosophische Dynamik der Antike und des Mittelalters war erloschen. Man pflegte oft nur noch die Tradition, statt Neues zu schaffen.

· Politischer Stillstand und Handlungsunfähigkeit: Das Reich war nach innen und außen gelähmt.…


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Martin Döhring
Martin Döhring
19. Aug. 2024


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Martin Döhring
Martin Döhring
10. Aug. 2024


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Martin Döhring
Martin Döhring
16. März 2021

Hier noch mal meine Lieblings Hashtags: #antivirus #nocorona #nospd #freiheit #kunst #immunsystem #gesundheit #grundgesetz #marktwirtschaft #arzt

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Martin Döhring
Martin Döhring
14. März 2021

Vermutlich sehe ich wahrscheinlich tatsächlich so aus.

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