Augengrippe - Keratokonjunktivitis epidemica (KE)
- Martin Döhring

- 2. März 2020
- 1 Min. Lesezeit
Das Coronavirus zeigt eindrucksvoll, dass längst nicht alle Infektionskrankheiten unter Kontrolle oder beherrschbar sind.
Auch am Auge ist eine besonders virulente, also hoch-ansteckende, Viruserkrankung bekannt, die KE (Keratokonjunktivitis epidemica) volkstümlich auch gerne mal als Augengrippe bezeichnet.
Auch hier gibt es keine spezifische Therapie. Alle Geräte und Kontaktstellen müssen mit Alkohol desinfiziert werden. Die Betroffenen bleiben am besten zuhause, um das Risiko für die Mitmenschen zu reduzieren.
Eine Superinfektion mit Bakterien wäre fatal und könnte zu einem Hornhautgeschwür (Ulkus) führen.
Bis zu 6 Wochen kann es dauern, bis solch eine KE ausgeheilt ist. Die Betroffenen werden unter Umständen halb wahnsinnig durch Juckreiz und Fremdkörpergefühl im Auge.
Nach der Abheilung können manchmal mit speziellen Geräten in der Hornhaut winzige Trübungen, so genannte Nummuli („Münzen“) festgestellt werden, aber nicht mit dem bloßen Auge. Im Jahr 2010 kam es in Deutschland zu etwa 100 registrierten Fällen von KE.







Die Entwicklung eines vaccines basierend auf einem Epitop als Neoantigen für das Virus der Keratokonjunktivitis epidemica (EKC) ist ein hochinteressantes und fortschrittliches Konzept der modernen Impfstoffforschung. Hier ist eine detaillierte Erklärung, die die wissenschaftlichen Grundlagen und Schritte darlegt.
1. Grundlagen: Virus und Krankheit
· Erreger: Das Virus der Keratokonjunktivitis epidemica ist eine schwere Form der adenoviralen Konjunktivitis, hauptsächlich verursacht durch humanes Adenovirus (HAdV) der Spezies D, insbesondere die Typen 8, 19, 37, 53 und 54.
· Herausforderung für die Impfstoffentwicklung: Es gibt keine zugelassene, breit wirksame Impfung gegen HAdV-bedingte Augenerkrankungen. Herkömmliche Ansätze (abgeschwächte oder inaktivierte Gesamtviren) bergen Risiken und sind oft typ-spezifisch. Ein Epitop-basierter Impfstoff (auch Peptidvakzin) bietet eine präzise und sichere Alternative.
2. Was ist ein Neoantigen-Epitop?
In diesem…
Diese "Augengrippe" ist extrem fies. Betroffene schildern ein ganz unangenehmes Kratzgefühl im Auge, als wäre Schmiergelpapier unter den Lidern.
Aber wer weiß, vielleicht gibt es eine mRNA Impfung dagegen? Allein für die Mitarbeiter in einer Augenarztpraxis oder Augenklinik wäre dies ein Segen.
Ich selbst kann mir als Medikament zur Behandlung der KE ein AntiSense Präparat (synthetische
Nukleinsäure mit spezieller Basensequenz) vorstellen, welches lokal , also topisch ins Auge gegeben wird, um die Viren zu stoppen.
Eine Keratokonjunktivitis epidemica (KKE) wird durch Adeno-Viren hervorgerufen. Es handelt sich um DNA Viren. Die Behandlung ist symptomatisch. Zuletzt wurden sporadisch Zuwächse in Behandlungszahlen um 300% berichtet. Nichts ist so ansteckend wie eine KKE. In Behandlungsräumen muss alles, auch die Türklinken mit Alkohollösung abgesprüht werden.
Natürlich wäre auch ein experimenteller Therapieansatz mit einer lokalen Formulierung von Remdesivir interessant.