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Antikörper gegen gynäkologische Tumore

  • Autorenbild: Martin Döhring
    Martin Döhring
  • 20. Juni 2020
  • 1 Min. Lesezeit

Insbesondere in den letzten 10 Jahren hat sich in der onkologischen Therapie viel getan, vor allem durch die Verfügbarkeit monoklonaler Antikörper. Diese werden als Medikament eingesetzt, entweder in einer Solotherapie oder in Kombination mit bereits bekannten und bewährten Chemotherapeutika.

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine Systemerkrankung, bedeutet, die Behandlung ist in der Regel eine multimodale. Aber auch bei anderen gynäkologischen Tumoren wird primär eine chirurgische Entfernung angestrebt. Eine mittelschwere Sensation bahnt sich im Bereich fortgeschrittenes Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) an: In den USA hat der monoklonale Antikörper Pembrolizumab eine Zulassung als medikamentöse Behandlung für die Erkrankung erhalten. Pembrolizumab ist ein PD-1 Rezeptor Blocker, bedeutet, Krebszellen werden enttarnt und können vom körpereigenen Immunsystem angegriffen werden.

Beim fortgeschrittenen Mammakarzinom wird seit langem der Antikörper Bevacizumab eingesetzt.

Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs): Kombination Carboplatin/Paclitaxel mit Bevacizumab.

Trastuzumab, das am HER2-Antigen bindet, führt zu einer Hemmung der Tumorzellproliferation in Folge von Apoptose und Antikörper abhängiger Zerstörung der Tumorzelle. Anwendung im adjuvanten und neoadjuvanten Bereich. Nach AGO Leitlinie soll die Therapie bei einem HER2 positiven Mamma-Ca in Kombination mit einem Taxan beginnen

Die GOG 240 Studie untersuchte den Antikörper Bevacizumab in einer vierarmigen Studie in Kombination mit Paclitaxel 175 mg/qmin dreiwöchigen Intervallen in Kombination Cisplatin 50mg/qm. Verglichen wurden mit einem Platinfreien Zytostatika-Arm mit Topotecan, in etwa gleich gut.

Unerwünschte Nebenwirkungen können im Bereich Kardiotoxizität liegen. Deshalb muss vor der Therapie sichergestellt werden, dass die Herzleistung über 50% liegt (Objektivierung mit Ultraschall, Herzechokardiografie LVEF). Einem eventuell auftretenden Bluthochdruck unter Therapie kann mit einem ACE-Hemmer begegnet werden. Zu berücksichtigen ist ferner, bei der Behandlung von Ovarialkarzinom und Zervixkarzinom, die Medikation muss 6-8 Wochen vor einer geplanten Operation abgesetzt werden, um eine Wundheilungsstörung zu vermeiden.

 
 
 

2 Kommentare


Martin Döhring
Martin Döhring
25. Juni 2020

In der Therapie des Mammakarzinoms gibt es seit 2013 einen HER2-Diminisierungs-Inhibitor als Medikament. Ein weiterer Antikörper

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Martin Döhring
Martin Döhring
23. Juni 2020

Bei Eierstockkrebs wird häufig der Antikörper Bevacizumab eingesetzt, eventuell auch in Kombination mit Carboplatin (bei Inoperabilität).

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