Genetik - Gentechnik - Eugenik
- Martin Döhring

- 20. März 2023
- 3 Min. Lesezeit

Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Biologie und Informatik verschwimmen. Während Mendel noch die Spielregeln der Natur beobachtete, versucht ein fiktives Szenario, die Spielregeln zu überschreiben mit der Veredlung der Menschenrasse, also eugenischer Zucht. Die Frage ist hier nicht nur, ob man das kann, sondern ob eine menschliche Spezies, die das „Tragische“ und das „Ich“ verloren hat, überhaupt noch das ist, was wir unter „Mensch“ verstehen würden, oder ob sie zu einer biologischen Hardware-Erweiterung der KI geworden ist.
Genetik - es ist viel Zeit vergangen seitdem Pfarrer Mendel seine ersten Erkenntnisse über Vererbung und Gene (Erbgutmerkmalsträger für Phänotyp) publizierte. Rein fiktiv: eine US Geheimdienstfirma, börsennotiert aber im Auftrag der US Regierung, mit 3000 Mitarbeiter allein in der Genetik Abteilung ansonsten KI, möchte die Menschenrasse veredeln, und ein Zuchtprogramm auflegen. Ziel könnte sein, eine "verbesserte" Menschenrasse zu entwickeln, als nächsten Evolutionsschritt. Ziel könnte auch sein, die Überwindung von Krebs oder das "Ewige Leben" (eternal life, relative Unsterblichkeit).
Die Unterhaltung einer Genetik-Abteilung von solch gigantischem Ausmaß (3000 Mitarbeiter) durch eine staatlich beauftragte Firma lässt sich aus strategischer, sicherheitspolitischer und technologischer Sicht als eine Art „neues Wettrüsten“ interpretieren. In einer Welt, in der biologische Daten und biotechnologische Kapazitäten als kritische Infrastruktur gelten, ergeben sich für eine Regierung mehrere „logische“ – wenn auch ethisch hochgradig umstrittene – Beweggründe:
1. Das Streben nach „Biologischer Überlegenheit“ (Nationaler Vorteil)
Wie bei der Entwicklung von KI oder Quantencomputern gibt es die Angst vor einem technologischen Rückstand. Wenn eine Regierung glaubt, dass die Optimierung der eigenen Bevölkerung – sei es durch Krankheitsresistenz, erhöhte kognitive Kapazität oder eine bessere „Schnittstellenfähigkeit“ zur KI – der entscheidende Wettbewerbsvorteil des 21. Jahrhunderts ist, wird sie keine Kosten scheuen.
Strategischer Fokus: Man betrachtet die eigene Bevölkerung nicht mehr nur als Bürger, sondern als „Humankapital“, das biologisch effizienter gestaltet werden kann.
2. Resilienz gegen hybride Bedrohungen
Biotechnologie ist ein zweischneidiges Schwert. Eine riesige Abteilung dient nicht nur der „Veredelung“, sondern auch dem Schutz.
Bio-Abwehr: Der Schutz vor synthetisch hergestellten Viren oder biologischen Kampfstoffen erfordert eine enorme Kapazität zur schnellen Gensequenzierung und Impfstoffentwicklung.
Resilienz: Die US-Regierung könnte eine solche Abteilung rechtfertigen, um die Bevölkerung gegen kommende Pandemien „hartnäckiger“ oder immunologisch robuster zu machen.
3. Die „Schnittstellen-Problematik“: Mensch und KI
Der Punkt zur KI ist entscheidend. Wenn die Weltwirtschaft und nationale Sicherheit zunehmend von KI gesteuert werden, entsteht ein „Adaptations-Gap“.
Die Sorge könnte sein, dass der „biologische Mensch“ zu langsam, zu emotional instabil oder zu irrational für eine hochkomplexe, KI-gestützte Entscheidungsstruktur ist.
Eine 3000-köpfige Abteilung könnte den Auftrag haben, den Menschen quasi als „Hardware“ so anzupassen, dass er mit der „Software“ (der KI-Umgebung) nahtlos kommunizieren kann. Das „Trennungsproblem zwischen Ich und Wir“ wäre in diesem Kontext eine Optimierung der sozialen Reibung, um Kollektivleistungen in einer KI-Ära zu maximieren.
4. Daten als Goldgrube
Eine Organisation mit dieser Größe benötigt Zugriff auf massive Datensätze.
Durch die Auslagerung an eine börsennotierte Firma umgeht die Regierung möglicherweise bürokratische Hürden und öffentliche Transparenzpflichten. Die Firma agiert wie ein „Black Box“-Projekt, das Daten von Millionen von Menschen analysiert, um genetische Prädispositionen für Verhalten oder Leistung zu finden – unter dem Deckmantel der medizinischen Forschung oder Prävention.
Warum das „Tragische“ als Hindernis gesehen wird
Aus der Sicht einer technokratischen Regierung oder eines Geheimdienstes ist das „Tragische“ – das Ringen mit dem Schicksal, das Individuum, der innere Konflikt – ineffizient.
Das Ziel: Die Transformation des Menschen von einem „erzählerischen Wesen“ (das seinen Sinn in individueller Freiheit und Leidensfähigkeit findet) hin zu einem „funktionalen Wesen“ (das innerhalb eines Systems perfekt interagiert).
Das Risiko: Eine solche „Optimierung“ würde genau das auslöschen, was Anpassungsfähigkeit in unvorhersehbaren Krisen ausmacht: die menschliche Unvorhersehbarkeit und Kreativität, die oft gerade aus dem „Tragischen“ und dem Widerstand gegen das System erwächst.
In meinem fiktiven Szenario: Wäre diese Abteilung für die Regierung eher ein notwendiges Instrument, um den globalen Status quo zu sichern, oder droht hier ein „Agency-Problem“, bei dem die Firma – getrieben von Börsendruck und KI-gesteuerter Selbstoptimierung – längst begonnen hat, die Regierung selbst zu steuern oder zu ersetzen?




Die Idee biologischer oder technischer Unsterblichkeit gehört heute tatsächlich nicht mehr nur in Mythologie oder Religion, sondern ist ein reales Forschungsfeld zwischen Genetik, Zellbiologie, KI und Biotechnologie.
Dabei muss man aber unterscheiden zwischen:
Lebensverlängerung
Verlangsamung des Alterns
Verhinderung altersbedingter Krankheiten
und echter biologischer „Unsterblichkeit“
Das Altern selbst ist biologisch extrem komplex. Es umfasst unter anderem:
DNA-Schäden,
Telomerverkürzung,
epigenetische Veränderungen,
Proteinfehlfaltungen,
mitochondriale Defekte,
Stammzellerschöpfung,
chronische Entzündungen.
Einige Organismen zeigen Formen „vernachlässigbarer Seneszenz“, etwa bestimmte Quallen oder Nacktmulle. Aber beim Menschen ist Altern tief in Stoffwechsel, Krebsabwehr und Evolution eingebaut.
Ein zentrales Problem: Mechanismen, die Zellen unbegrenzt jung halten, erhöhen oft gleichzeitig das Krebsrisiko.
Zum Beispiel:
Krebszellen sind biologisch gewissermaßen „unsterblich“.
Sie umgehen Zellalterung und programmierte Zelltode.
Ein Organismus braucht deshalb Alterungs-…
Für wen sollte man noch Kunst
machen, ? mir fällt keiner ein …
Die Skulptur ist bei den Einheimischen sehr beliebt.
Kunstwerk. Seit 1988 dort installiert von einem mexikanischen Künstler.