Xi Jinping
- Martin Döhring

- 1. Mai 2023
- 2 Min. Lesezeit

Xi Jinping (geb. 1953 in Peking) ist seit 2012 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas und seit 2013 Staatspräsident der Volksrepublik China. Außerdem ist er Vorsitzender der Zentralen Militärkommission und vereint damit die wichtigsten politischen und militärischen Machtpositionen des Landes in seiner Person. (Encyclopedia Britannica)
Warum gilt er als „geheimnisvoll“?
Aus westlicher Sicht wirkt Xi oft geheimnisvoll, weil:
China ein politisch stark kontrolliertes System besitzt.
Führungsentscheidungen häufig hinter verschlossenen Türen getroffen werden.
Persönliche Interviews und spontane öffentliche Auftritte selten sind.
Die chinesische Führung großen Wert auf Geschlossenheit und Disziplin legt. (Encyclopedia Britannica)
Sein Lebensweg
Xi stammt aus einer Familie der kommunistischen Revolutionäre. Sein Vater, Xi Zhongxun, gehörte zur Parteielite. Während der Kulturrevolution fiel die Familie jedoch in Ungnade, und der junge Xi wurde zur Landarbeit in die Provinz Shaanxi geschickt. Diese Jahre prägen bis heute sein öffentliches Selbstbild als Politiker mit engem Bezug zur Bevölkerung. (Encyclopedia Britannica)
Seine Politik
Xi verfolgt mehrere zentrale Ziele:
Stärkung der Kommunistischen Partei
Ausbau Chinas zur technologischen und wirtschaftlichen Großmacht
Modernisierung des Militärs
Langfristige nationale Wiedererstarkung („chinesische Wiederbelebung“)
Großprojekte wie die Belt and Road Initiative (Neue Seidenstraße) (Encyclopedia Britannica)
Warum ist er so mächtig?
Viele Beobachter sehen in Xi den mächtigsten chinesischen Führer seit Mao Zedong. Unter seiner Führung wurden Machtbefugnisse stärker zentralisiert, und 2018 wurden die Amtszeitbegrenzungen für das Präsidentenamt aufgehoben. Dadurch kann er grundsätzlich länger an der Spitze bleiben als seine unmittelbaren Vorgänger. (Encyclopedia Britannica)
Wie wird er in China gesehen?
Die Bewertungen gehen stark auseinander:
Anhänger sehen in ihm einen Staatsmann, der Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung und internationale Bedeutung Chinas stärkt.
Kritiker werfen ihm eine zunehmende Konzentration von Macht, stärkere politische Kontrolle und Einschränkungen gesellschaftlicher Freiräume vor. (Encyclopedia Britannica)
Philosophisch betrachtet verkörpert Xi weniger den charismatischen „Volkstribunen“ im europäischen Sinne als vielmehr die traditionelle Figur des konfuzianisch geprägten Staatslenkers und Parteiführers, der Ordnung, Kontinuität und nationale Einheit betont. Ob man ihn als Modernisierer, Strategen oder Autoritätsfigur bewertet, hängt stark vom jeweiligen politischen Standpunkt ab.




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Diese Gesetzessammlung ist mit die früheste Gesetzgebung auf teutonischem oder germanischen Boden.