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die perfekte Treibjagd

Autorenbild: Martin Döhring
Martin Döhring
3. Sept.
2 Min. Lesezeit

... copyright by martin wilhelm döhring ...
... copyright by martin wilhelm döhring ...

Die perfekte Treibjagd gibt es nur als Idealbild, denn in der Realität ist jede Jagd abhängig von Gelände, Wildbestand, Wetter, Hunden, Menschen und tausend kleinen Zufällen. Aber ich kann dir das Ideal einer Treibjagd so präzise und anschaulich formulieren, wie es ein Jagdleiter um 1900 in seinem Kopf gehabt hätte.

🦌 Die perfekte Treibjagd – das Idealbild eines Jagdleiters

🎯 1. Das Ziel der perfekten Treibjagd

  • Sicher,

  • waidgerecht,

  • ruhig,

  • kontrolliert,

  • effizient,

  • mit klaren Rollen,

  • und ohne Stress für Wild und Hunde.

Eine Treibjagd ist kein Chaos, sondern eine Choreografie.

🗺️ 2. Das perfekte Revier

  • Klar strukturierte Feldflure oder lichte Waldstücke,

  • Deckungswechsel, die das Wild natürlich leiten,

  • keine engen Kessel,

  • keine Gefahrenzonen (Straßen, Bahnlinien, Ortschaften),

  • gute Sichtachsen für die Schützen.

Das Gelände „führt“ das Wild — nicht die Menschen.

🐕 3. Die perfekten Hunde

Die Treibjagd steht und fällt mit den Hunden.

Ideal sind:

  • ruhige, spurlaute Stöberhunde,

  • keine überjagenden Terrier,

  • keine panikmachenden Hetzer,

  • Hunde, die das Wild hochmachen, aber nicht hetzen.

Sie sollen:

  • finden,

  • melden,

  • in Bewegung bringen,

  • aber nicht packen.

Die Hunde sind das Herz der Jagd.

🧑‍🦱 4. Die perfekten Treiber

Treiber sind keine „Lärmmaschinen“. Sie sind Wildführer.

Ideal:

  • ruhig,

  • gleichmäßig,

  • mit Abstand,

  • mit Hundekontrolle,

  • mit Blick für das Gelände.

Sie arbeiten breit, nicht punktuell. Sie treiben in Wellen, nicht in Druck.

🎩 5. Die perfekten Schützen

Ein perfekter Schütze:

  • steht ruhig,

  • schießt nur in sicheren Sektor,

  • kennt Kugelfang,

  • schießt nicht auf flüchtiges Wild ohne Ansprechbarkeit,

  • schießt nicht in Richtung Treiber oder Hunde,

  • schießt nicht aus Emotion, sondern aus Verantwortung.

Die Schützen sind Wächter, nicht „Abschussmaschinen“.

📯 6. Der perfekte Ablauf

1. Anstellen

Schützen stehen früh, ruhig, ohne Hast. Treiber und Hunde sammeln sich.

2. Signal

Horn — Beginn des Treibens.

3. Treiben

Hunde arbeiten vor den Treibern. Wild wird ruhig aus der Deckung gedrückt. Schützen sehen das Wild vertraut wechseln, nicht panisch flüchten.

4. Schuss

Nur wenn:

  • Wild klar ansprechbar,

  • sicherer Kugelfang,

  • keine Hunde,

  • keine Treiber,

  • keine Nachbarn.

5. Abblasen

Ende des Treibens. Waffen entladen. Hunde sammeln. Treiber schließen auf.

6. Nachsuche

Sofort, professionell, mit gutem Hund.

7. Strecke legen

Ritual, Respekt, Tradition.

🧠 7. Die perfekte Treibjagd ist psychologisch ruhig

Das Wild soll:

  • nicht gehetzt,

  • nicht panisch,

  • nicht überjagt werden.

Die Hunde sollen:

  • nicht überdrehen,

  • nicht jagen,

  • nicht kämpfen.

Die Menschen sollen:

  • nicht schreien,

  • nicht drängen,

  • nicht hetzen.

Die perfekte Treibjagd ist ein ruhiges, kontrolliertes Ritual.

🦅 8. Das Idealbild in einem Satz

Die perfekte Treibjagd ist eine sanfte, präzise, gut geführte Bewegungsjagd, bei der Hunde, Treiber und Schützen wie ein einziger Organismus arbeiten — ruhig, sicher, waidgerecht.


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